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Auswahl: [Sozialismus]
"Alois Unverdorben" <alois.unverdorben ät nadeshda.org>23. Mar 2010 18:53

Wie der Stalinismus den Ethnochauvinismus bedient hat

Die ‘kommunistischen' Parteien Jugoslawiens und Albaniens

Will man die auf das Mittelalter oder früher zurückgreifende nationale
Mythenbildungen für die Betrachtung der Gegenwart einmal beiseiteschieben,
so ist die permanente latente oder offene Krise im Balkan im Zeitalter des
bürgerlichen Nationalismus in erster Linie dem Wirken der verschiedenen
imperialistischen Mächte und in zweiter Linie dem realen Niedergang und
schließlichem Zusammenbruch der kommunistischen und somit
internationalistischen Perspektive seit Mitte der 20er Jahre geschuldet.

Mit großer Vehemenz wird bis heute oder gerade heute wieder von
Repräsentanten des Nationalismus auf allen Seiten die Vorgeschichte bemüht
wird -- von albanischer Seite die der antiken Illyrer, die im Balkan
gesiedelt hatten lange bevor im 5. Jahrhundert n.u.Z. die Slawen sich dort
ausbreiteten, und von serbischer Seite die Schlacht auf dem Amselfeld
(Kosovo Polje) 1389, bei der ein christliches Heer unter Führung eines
serbischen Königs gegen die vorrückenden muslimischen Osman verlor, wobei
die nicht unwesentliche Beteiligung von damals durchweg christlichen
Albanern verschwiegen wird. Nichts davon kann allerdings für aus der
bürgerlichen Revolution Europas hervorgegangene Nationalstaaten
irgendwelche Hoheitsansprüche begründen. Diese sind entweder entsprechend
dem aus der französischen Revolution überkommenen Konzept des
Nationstaates aus der politischen Anerkennung dieses Staates durch seine
Bürger gleich welcher Herkunft zu begründen, oder entsprechend der
deutschen romantischen Konzeption des Nationalismus aus einer -- im
allgemeinen nur vermeintlichen -- gemeinsamen ethnischen und kulturellen
Zugehörigkeit.

Der vollständige Artikel ist nachzulesen in:
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=8299&Itemid=248
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