[LPA] (de) stark erweitertes update#4: FuckUshima! - Der Wind hat sich gedreht.
FuckUshima! - Der Wind hat sich gedreht.
[update#4 - Sa. 23.04.2011 - 5:00 Uhr MEZ]
Ziemlich viel (neuer) Stoff, der sich zu lesen LOHNT:
Wesentliche Änderungen am Artikel und wesentliche neue Zusätze werden
durch "#4" gekennzeichnet, um die Suche zu erleichtern. Kleinere
Änderungen bleiben ohne Kennzeichnung. - Tipp: Taste "CTRL" + "F" und dann
"#4" (ohne Anführungszeichen!) eingeben und Taste "ENTER" drücken. Bei
jedem ENTER springt der cursor ein "#4" weiter.
Der ursprüngliche, laufend optimierte und ständig erweiterte Artikel
findet sich weiter unten, unterhalb der updates #4 und #3 LPA
[Obwohl es lediglich Bedenken einer einzelnen Person gegeben hat, möchten
wir hier für jedermensch sonnenklarstellen, daß sich die Verballhornung
des Namens Fukushima selbstverständlich NICHT auf die schwer betroffene
Bevölkerung dieser Präfektur bezieht, der unser ganzes Mitgefühl gilt,
sondern sich klar EINZIG und alleine gegen die massenmörderische
militärisch-zivile Atomreaktor-Technologie wendet, die den Namen Fukushima
in diesen fatalen Zusammenhang gebracht hat. LPA]
[ update#4
http://fukushima.greenaction-japan.org [Fukushima Update -
kommentierbare Petition an Japanische Regierung]
http://www.graswurzel.net/intern/FukushimaAktionsblattgwr359c.pdf
Liveticker NTV (wurde am 9.4. vorläufig eingestellt):
http://www.n-tv.de/Spezial/Schaeden-in-Japan-bis-220-Mrd-Euro-article2810866.html
Laßt Euch nicht ins Bockshorn jagen: Die zur Zeit offenbar laufende
ANGST-Kampagne von hohen Atomausstiegskosten in den Medien, soll eindeutig
von der allzu begründeten Angst vor einem ernsten Atomunfall, einem
möglichen GAU in D-Land ablenken. Mit Sicherheit arbeiten mittlerweile
etliche hochbezahlte Image-PR-Agenturen (Medien-Nutten) mit Hochdruck für
die Atom-Mafia daran, herauszufinden, auf welche Weise die Bevölkerung
erneut medial so manipuliert werden kann, daß den AKWs noch "ein bißchen
mehr Laufzeit" gegeben wird, um den "finalen" Ausstieg "abzufedern". NUR
daß dann der "finale" Ausstieg auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben
wird und NIE kommt! Man hat dann wieder Zeit geschunden für neue
Gehirnwäsche-Maßnahmen, Täuschungen und neue miese Tricks.
Im Moment wird allenthalben um Ausstiegszeiten geschachert: die einen
sagen "wir" brauchen noch mindestens 10 Jahre zu 100% erneuerbaren
Energien bzw. zur Entwicklung alternativer "Brückentechnologien", die
anderen, gutwilligen sagen, es ist in 3 Jahren machbar, wenn der
politische Wille da ist. Hingegen die wackelpudding-GRÜNEN mit ihren
wackelpudding-scheinROTEN ExAtom-Sozis wollen nur ZURÜCK zum alten miesen
Atomausstiegs-Deal. Diese rückwärtsgewandten Lavierlinge müssen wir vor
uns hertreiben, sonst VERMASSELN SIE ES WIEDER!
Hingegen bin ich überzeugt, wenn es eine wirkliche nationale Anstrengung
gäbe und alle Ressorucen gebündelt würden, wäre ein komplettes Abschalten
der deutschen AKWs auch innerhalb EINES Jahres machbar. Vielleicht müssen
wir dann zeitweise auf die eine oder andere Annehmlichkeit verzichten,
aber das ist es doch wert, oder! Denn:
N I C H T S IST TEURER ALS EIN GRÖSSTER ANZUNEHMENDER UNFALL (GAU) !!!
Unbezahlbar sind Leiden und Tod von unzähligen Menschen ... und Tieren
(schon durch den "Normalbetrieb" von AKWs).
Früher oder später (jede verdammte Sekunde kann es soweit sein!) wird es
den nächsten GAU geben - gut möglich diesmal vor unserer Haustüre. Hamburg
zur Sperrzone erklären? Es muß nicht unbedingt wieder 25 Jahre dauern -
vielleicht reichen schon die nächsten 25 Sekunden...
Nicht abzuschätzen sind bisher die Folgekosten des ständig weiter
produzierten ATOM-MÜLLs. Denn es gibt bisher keinen wirklichen Plan für
die "Entsorgung" (ein "Neusprech"-Wort erfunden von der Atomindustrie!).
Denn es gibt keine "Entsorgungs-Parks" (s.o.). Jedes Kilo Strahlenmüll das
weiter produziert wird, ist ein unkalkulierbares (Kosten)Risiko!
Die klammheimliche "Entsorgungs"-Hoffnung der Atomindustrie ist die
"Transmutation", eine Abreicherung durch spezielle Verbrennung von
umweltschädlich wiederaufbereitetem Atommüll (MOX) während des Betriebs
der "Generation IV"-Atomkraftwerke, die NACH WIE VOR weitergeplant werden
(als Lieferanten für u.a. "sauberen" Wasserstoffund industrielle
Prozesswärme). Theoretisch soll der Kernmüll dann "NUR" noch ein
paarhundert Jahre strahlen... (also rückwärtsbetrachtet: vom Mittelalter
bis jetzt). Wir sollten das besser NICHT ausprobieren. Bisher ist
technisch ALLES, was die Atomindustrie produziert hat, im Desaster
geendet. Darum:
STOP A L L E R ATOMFABRIKEN S O F O R T - UM JEDEN PREIS !!!
Und natürlich ohne AKW-Strom vom Ausland zu kaufen. Das geht auch ohne
neue Kohlekraftwerke (z.B. Gas und Wasserkraft von Norwegen)!
Bei dem schweren (Nach)Erdbeben vom 7. April 2011, Stärke 7,1 [andere
Quellen 7,4] Richterskala bei Honshu, Japan, wurden im Fukushima
benachbarten (100km nördlich) AKW Onagawa zwei von drei externen
Energieversorgungsleitungen zerstört! Zeitweise kam es zum Ausfall der
Kühlung, die dann wiederhergestellt wurde. Außerdem soll es zu Rissen und
Lecks gekommen sein. Seitdem fanden weitere Beben bei Onagawa statt.
http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1602508/Auch-AKW-Onagawa-nach-neuem-Beben-mit-Leck.html
Am 11.04. kam es bei einem weiteren schweren Beben der Stärke 6,8 (Angabe
GFZ. Presse spricht von 7,0) im Küstenbereich nahe Fukushima erneut zu
einem (verlautbart) kurzen Ausfall der Stromversorgung. Am 12. und 13.4.
folgten weitere Beben um die Stärke 6 bei Honshu. Auch in den folgenden
Tagen bebte die Erde um die 6 auf der Richterskala, einmal mit Epizentrum
nahe Tokio. Jederzeit kann es noch größere (Nach)Beben geben! Zur Zeit
bebt die Erde dort nahezu permanent.
200.000 US-Soldaten, 160 Maschinen der Airforce und 20 Kriegsschiffe sind
aktuell von Seiten der USA wegen der Katastrophe in Japan im Einsatz, der
den Namen "Operation Tomodachi" (Operation Freund) trägt.
Wir gehen NICHT zur Tagesordnung über, aber die Katastrophe ist jetzt
grauenvoller Alltag und sie kann jeden Tag weiter eskalieren, sei es durch
neue schwere Erdbeben, sei es durch menschliches Versagen oder technische
Überforderung, die Probleme in den Griff zu bekommen. Viele Menschen
werden auf lange Zeit ihre Heimat verlieren und sehr viele auch ihre
Gesundheit oder ihr Leben. Auch die japanische Regierung hat am 12.4.
verlautbart, daß die Gegend um Fukushima1 "für lange Zeit" unbewohnbar sei
(vgl. interaktive Strahlungskarte der NYT oben). Man wolle nun eine neue
Öko-Stadt für 100.000 Menschen bauen... Mit dem 17.4. wurde von TEPCO
verkündet, daß man versuchen wolle, die Reaktoren in den kommenden Monaten
herunterzukühlen und dann "abzudecken" - also wahrscheinlich die
milliardenteure Sarkophag-"Lösung", die schon länger im Gespräch ist.
Am 21.4. wurde von der Japanischen Regierung endlich ein Umkreis von 20km
um Fukushima1 zum totalen Sperrbezirk erklärt - bei Geldstrafe von ca. 800
Euro. Diese 20km sind absolut unzureichend, denn offenbar liegen einige
"hot spots" sogar noch außerhalb der 30km-Zone.
update#4 wird voraussichtlich das letzte update DIESES Artikels sein, der
zunächst zum Ziel hatte, wichtige Grundinformationen v.a. für den
deutschsprachigen Raum zu erschließen (weitere Artikel zum übergreifenden
Thema Atom werden leider folgen müssen).
LPA (gegründet 1998 aus einer offenen Mailinglist) sieht sich nach wie vor
im Krieg gegen den unerklärten allgemeinen Desinformationskrieg, im Krieg
gegen Massenverdummung und mediale Gehirnwäsche. Unsere Ressourcen sind
sehr begrenzt, ja sogar ärmlich zu nennen. Wer unsere Arbeit unterstützen
will, kann dies tun, indem sie/er uns materiell bei unserer undankbaren
und zeitaufwändigen Arbeit den Rücken stärkt. Nicht zuletzt erspart uns
ein Equipment auf dem Stand der Technik Tage und manchmal Wochen an Arbeit
und macht uns unabhängiger von ständiger Improvisation. Reisekosten sind
zudem meist nicht aufbringbar. Es gibt keine bezahlten Mitarbeiter_innen.
Momentan arbeiten wir am unteren Rande unserer Möglichkeiten. Auch gibt es
aus Mangel an Mitteln und Arbeitsüberlastungsgründen immer noch keine
eigenständige LPA-info-Seite im wwweb - wir sind dennoch auf mehreren
websites präsent und wenden uns mit unseren Artikeln auch an die
Mainstream-Medien (die davon keinen merklichen Gebrauch machen).
Wer helfen will, die Situation von LPA zu verbessern und damit unsere
Stimme zu stärken, kann dies hier:
FDDA (Freunde der direkten Aktion), KontoNr. 489 767 107
BLZ 100 100 10, Postbank Berlin, Stichwort "LPAsupport"
http://www.schwarzrotbuch.de/lpa/
Und nun weiter im Text:
Etwas Strahlenkunde kann nicht schaden:
http://www.strahlentherapie.uni-bonn.de/strahlen_info.htm
Projekt zur Ausbreitung von Fukushima-Radionukleiden in der globalen
Atmosphäre (Video-Strömungs-Simulationen):
http://www.eurad.uni-koeln.de/
http://www.nytimes.com/packages/flash/newsgraphics/2011/0311-japan-earthquake-map/
[interaktive Übersichtskarte Katastrophengebiet]
Japan betreibt auch zwei der weltweit wenigen äußerst gefährlichen
Schnellen Brüter / fast breeder (deutsches stillgelegtes Pendant: Kalkar,
Frankreich "Superphenix"). Der erste japanische Brüter liegt in Monju und
wird mit MOX-Brennelementen gefahren. Der zweite ist der Forschungsreaktor
"Joyo" und liegt in Oarai (O-arai), Präfektur Ibaraki, einem Hafen-,
Fischer-, Bade- und Tourismusort von kaum 20.000 Seelen, 100 km von Tokio,
angrenzend zur Präfektur Fukushima! (d.h. nahbei des Epizentrums vom
11.04.2011) Der Reaktor hat bereits drei Kernwechsel hinter sich (Mark-I
bis -III).
http://en.wikipedia.org/wiki/Joyo_(nuclear_reactor)
Hier gehts zu den Oarai-Reaktoren:
http://www.town.oarai.lg.jp/~koushitsu/nuclear/info_g_1_8.html
Natürlich liegt Monju (andere Schreibweise Mon Shu) sehr malerisch an der
Meeresküste zur Festlandsseite Japans. Ein noch größerer Brüter ist
bereits in Planung, der bis 2025 von "Mitsubishi FBR Systems" gebaut
werden soll. FBR steht für "Fast Breeder Reactor". Bis 2050 will man die
volle kommerzielle Nutzung erreichen.
Von der Brüter-Technologie erhoffen Atom-Experten sich bis zu 3.000 Jahre
"sichere" Energieversorgung, da neues spaltbares Material "erbrütet" wird
und so von Natur-Uran unabhängig macht. Bezahlt wird das mit noch weniger
Sicherheit. Dieser Typ AKW kann nämlich schlimmstenfalls explodieren wie
eine ATOMBOMBE. Es gibt nach offiziellen Angaben eine Kooperation Monju's
mit dem deutschen FZK (Forschungs Zentrum Karlsruhe). Nach einem Unfall
ging Monju 1995 vom Netz und wurde 2010 wieder angefahren - wobei es
gleich wieder zu (mindestens) einem Vorfall kam:
http://www.jaea.go.jp/04/monju/EnglishSite/contents05/contents05.html
Geleaktes Video zum Leck im Sekundärkreislauf und Brand Monju's 1995:
http://dotsub.com/view/b9e64096-5ce9-483c-af46-e60f922ba824
MOX-Produktion in Japan:
http://www.jaea.go.jp/english/04/tokai-cycle/03.htm
Der neuste Coup der Katastrophen-Firma TOSHIBA sind Mini-Reaktoren
("22x16x11 Meter überirdisch, etwas größer unter der Erde") auf schneller
Neutronenbasis, super- "sicher" versteht sich. Geht alles gut, produzieren
diese Reaktoren Atom-Müll, der "nur" ein paarhundert Jahre strahlt statt
hunderttausende. Auf diese Weise soll als Brennstoff verwandtes Plutonium
(MOX) "transmutiert" werden.
Der 10-MW Reaktor "4S" ("Super Safe, Small and Simple") von Toshibas
Tochterfirma Westinghouse, soll 2012 im am Yukon gelegenen Örtchen
Galeana, Alaska (ehem. US-Air Force Base, 2000 ca. 675 Einwohner_innen)
kostenfrei aufgestellt werden, sozusagen als Demonstrationsobjekt. Läuft
alles wie geschmiert, will Toshiba weitere Meilerchen bis 50 MW u.a. in
andere Orte Alaskas und weltweit liefern, in denen die Energieversorgung
schwierig ist.
http://en.wikipedia.org/wiki/Toshiba_4S
http://en.wikipedia.org/wiki/Galena_Nuclear_Power_Plant
http://www.fastcompany.com/1594671/bill-gates-goes-nuclear-with-toshiba-tie-up
[Hier promoted Bill Gates (!) den 4S - die ersten 18 Minuten
Klima-Geschwalle könnt ihr Euch schenken, die letzten 3 auch. Wenn der
Reaktor so "sicher" ist wie MicroShit-Betriebssysteme, dann weiß ich schon
Bescheid...]
FUKUSHIMA:
Durch ein Interview mit einem der in Fukushima zur Bekämpfung des GAUs
eingesetzten Arbeiter wurde bald klar, daß TEPCO die Arbeiter teils nicht
einmal mit Dosimetern ausstattet. Das sind Meßgeräte, die sicherstellen,
daß Menschen sich keiner zu großen Strahlendosis aussetzen. Angeblich
seien 80% der Geräte bei dem Tsunami zerstört worden. Allerdings sollte
es, falls dies überhaupt der Wahrheit entspricht, in einem auch nach der
Katastrophe zu 80% funktionsfähigen Hightech-Wirtschaftsraum wie Japan
kein Problem sein, solche relativ unaufwendigen Geräte schnell zur
Verfügung zu stellen. Der Verdacht liegt nahe, daß die Arbeiter gar nicht
wissen SOLLTEN, welchen Dosen an Strahlung sie ausgesetzt werden. Dann
existiert nämlich auch kein Beweis, der zur Erfüllung von
Schadenersatzforderungen dienen könnte ... Andere Arbeiter lassen ihre
Dosimeter in den Unterkünften in der Hoffnung dann noch einen Tag oder ein
paar länger in der verseuchten Umgebung arbeiten zu "dürfen". Offenbar
haben sie kaum eine Ahnung davon, was ihnen passieren kann.
Wahrscheinlich finden die TEPCOs mittlerweile kaum noch Dumme, die sich
verheizen lassen wollen. Daher bieten sie nun anscheinend qualifizierteren
Arbeitern anderer Werke 3.500 USDollar pro Schicht als "Springer"...
berichteten japanische Zeitungen.
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/japans-strahlenproletariat/
Inzwischen kam auch heraus, daß Reaktor4 der Anlage Fukushima1 schon seit
Einbau schadhaft und in einer geheimen Aktion der Stahl-Druckbehälter
repariert worden war. Block4 war ja glücklicherweise zum Zeitpunkt des
Erdbebens und folgenden Tsunamis nicht am Netz. Der vor Jahrzehnten (1974)
daran leitend beteiligte HITACHI-Techniker hat nun ausgepackt. Er stellt
in Frage, ob der Druckbehälter standgehalten hätte, wäre er zum Zeitpunkt
der Naturkatastrophe in Betrieb gewesen und nennt ihn eine "Zeitbombe":
http://www.bloomberg.com/news/2011-03-23/fukushima-engineer-says-he-covered-up-flaw-at-shut-reactor.html
Übrigens war die HÖCHSTE Magnitude des Erdbebens im direkten Umfeld von
Fukushima lediglich 6,4 !!! Die AKW-Anlage selbst ist also "nur" von einem
Erdbeben MITTLERER Stärke getroffen worden, so wie es hier in D-Land auch
ohne weiteres stattfinden könnte und schon stattgefunden hat (allerdings
ohne Tsunami). Ein direkter Treffer (Epizentrum) eines Bebens der Stärke
um die 9 hätte zweifellos zum sofortigen GAU geführt.
http://maps.google.com/maps?q=http://im1.wecho.com/eq09.kml&z=8
Im Ausland wie Inland wird nun für die tod"sicheren" Thorium-Reaktoren
(D-Land: Jülich/Hamm-Uentrop) geworben, während die Kernschmelze in Japan
noch vor sich hinblubbert und tödlich emittiert:
http://www.telegraph.co.uk/finance/comment/ambroseevans_pritchard/8393984/Safe-nuclear-does-exist-and-China-is-leading-the-way-with-thorium.html
Kürzlich machte das Kernforschungszentrum (KFZ) Jülich auch wieder von
sich reden - zweieinhalbtausend Brennelementkugeln schienen spurlos
verschwunden:
http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitraege/2011/kw13/0402/brennelementkugeln_weg.jsp
Hierzu gibt es mittlerweile ein aufschlußreiches Dementi:
http://www.fz-juelich.de/sid_00577AED1FBD39FEB4181F636DBF0FEA/SharedDocs/Pressemitteilungen/UK/DE/2011/11-04-04avr_brennelemente.html
Zitat daraus: "Im Zwischenlager des Forschungszentrums Jülich lagern
derzeit in 152 Castorbehältern 288.161 intakte abgebrannte
Brennelementkugeln (plus 124 Absorberkugeln, die keinen Kernbrennstoff
enthalten) aus dem benachbarten Hochtemperaturreaktor der AVR GmbH." Die
AVR GmbH ist Tochter der "Energiewerke Nord" - ganz in Staatsbesitz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Energiewerke_Nord
http://www.ewn-gmbh.de/ewngruppe/avr/stilllegung-und-rueckbau.html?L=xxliqvnexsp
Betr. Reaktorbehälter des AVR: "Eine Zerlegung in seiner heutigen
Position, auch nach einer Abklingzeit von mehr als 60 Jahren, wäre nur mit
unangemessenem, hohem Aufwand möglich. Die Einlagerung in das Endlager
Konrad (sofern zu diesem Zeitpunkt noch in Betrieb) kommt, bedingt durch
den hohen C14 Gehalt [Carbon-14, Halbwertszeit 5730 Jahre. LPA] der
keramischen Einbauten, ebenfalls nicht in überschaubarer Zeit in Frage."
Das heißt "Endlagerung" des Atomforschungsmülls im Jülicher Wald unter
offenem Himmel für Generationen... unsere Ururenkel fechtens besser aus...
(mich packt die kalte Wut: meine Altvorderen kommen aus dieser schönen
Gegend!).
Wie wir zum Zweck der AKW-Akzeptanz manipuliert werden sollen, zeigt bspw.
folgendes Strategiepapier einer Beratungs-Agentur von 2008:
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Kommunikationskonzept_Kernernergie.pdf
http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=210452 [Hintergrund]
Statt nun konsequent auf die Abschaltung der Desaster-Technologie AKWs
hinzuarbeiten, werden von der EU erst mal die Verstrahlungs-Grenzwerte für
Lebensmittelimporte drastisch heraufgesetzt (Gesetz von 1987 für
Atomnotfälle), damit weiter alles im "grünen" Bereich ist:
http://www.sueddeutsche.de/politik/atomkatastrophe-in-japan-eu-schwaecht-grenzwerte-fuer-verstrahlte-lebensmittel-ab-1.1079258
Natürlich stecken auch wieder einmal deutsche Geldhäuser mit im SuperGAU:
Deutsche Bank und die WestLB sollen TEPCO Anleihen im dreistelligen
Millionenbereich gewährt haben. Mit der WestLB also mal wieder die
Steuerzahler_innen, die sich darüber hinaus wieder einmal von zig
öffentlichen Millionen verabschieden dürfen - denn die TEPCO-Aktie ist in
freiem Fall.
Spricht mensch im Zusammenhang von Fukushima1 von Tschernobyl, wird gerne
abgewiegelt - mensch solle mal nicht übertreiben.
"Der deutsche Atomexperte Helmut Hirsch hat für Greenpeace selbst
Modellrechnungen angestellt." Sein Fazit: "Das ist keine Übertreibung."
Immerhin befinden sich in Fukushima mindestens mehr als 2500 Tonnen Uran
und Plutonium, ein "gigantisches radioaktives Inventar, gut das 20-fache
von Tschernobyl", sagt Atomkritiker Schneider."
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,753586-2,00.html
Hier noch ein wichtiger Konferenztermin der internationalen Atomwirtschaft
zum Thema "Sicherheit" in Paris 2011. Der letzte Kongress fand 2010
ausgerechnet kurz vor der Karnevalssaison im Kölner Gürzenich statt, Thema
"Innovation in Nuclear Safety and Security" - einer der Hauptredner mit
dem Thema "Innovation and Safety - Necessity or Contradiction" war Uichiro
Yoshimura (Deputy Direktor Nuclear Safety Public Relations and Training
Division der OECD-NEA, Tel: +81 3 3501 5890, Fax: +81 3 3580 8434 -
yoshimura-uichiro

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meti.go.jp, Ministry of Economy, Trade and Industry -
METI, Tokio)... tä-tää_tä-tääää... näää wat hammer jelaaach... ! >:-(
nea

ä

t

oecd-nea.org
http://www.oecd-nea.org/general/links/
http://www.vtt.fi/proj/smirt20/presentations/2leadership_forum/yoshimura_smirt2.pdf
[...Prognose: 1.500 Atomreaktoren in 2050...!!!]
Von der EUROSAFE website sind viele wichtige Essentials downloadbar:
http://www.eurosafe-forum.org/
]
*****************************************ENDE update#4******
[ #3 Laut TEPCO, der japanischen Betreibergesellschaft von Fukushima1
soll die Flutwelle am AKW-Standort eine Höhe von 14-15 Metern gehabt und
damit die Schutzauslegung der Anlage um mindestens das Zweifache
übertroffen haben. Die Anzahl der gelagerten und im Einsatz befindlichen
Brennstäbe im Block3 wurde mit 1.500 nach oben korrigiert. Rund 500 davon
könnten mit PU-239 (hochgiftiges Schwermetall, Alpha-Strahler,
Halbwertszeit 24.110 Jahre) versetzte MOX-Brennstäbe sein.
Erdbebenforscher warnen vor weiteren bevorstehenden Beben, die die Stärke
von 7-8 haben können und erneut Gebäudeschäden verursachen, sowie Tsunamis
auslösen könnten (27.03. bereits Beben Stärke 6,5, bis 11.4. zwei weitere
im siebener Bereich). Die Erdbebenaktivität in der Region Honsu bleibt
seit dem ersten Beben dauerhaft realtiv hoch zwischen 4 und 6,5+
Richterskala.
Die Lage in Reaktor2 ist weiter unklar, eine "teilweise Kernschmelze" wird
am 28.3. konstatiert - es gibt dort eine sehr hohe Strahlenbelastung, die
Arbeiten so gut wie unmöglich macht. Das Containment war leck (8.4.: TEPCO
verlautbart vermutliche Leckage auch bei R1 und R3). Die Reaktoren 3 und 4
sind nach wie vor in bedenklichem Zustand. Dieser Zustand kann noch Monate
andauern. Die genaue Lage in ihnen ist unbekannt, da die Strahlung im
Inneren des Containments (Druckbehälters) zu hoch ist, daß mensch sich ein
Bild verschaffen könnte. Auch Roboter können dort nicht arbeiten, da durch
die Strahlung ihre Elektronik zerstört würde! Mehr als ein Dutzend
Arbeiter wurde inzwischen schwer verstrahlt - vermutlich handelt es sich
weitgehend um arme Gastarbeiter (es war in den vorhergehenden Jahren schon
die Praxis japanischer AKW-Betreiber, solche für gefährliche, schmutzige
Arbeiten anzuheuern). Das Abklingbecken in Reaktor4 wird inzwischen
effektiv mit (Süß)Wasser befüllt. Die vorhergehende Kühlung mit Meerwasser
war hochproblematisch: nach dem Verdampfen bleibt tonnenweise Salz etc.
zurück, das durch Verkrustungen der Brennstäbe wiederum zu neuen
(Kühl)Problemen führen kann, wie Richard Lahey, ehemaliger
Reaktorsicherheitschef des US-Konzerns General Electric, warnte. Das Salz
kann zudem die lebenswichtigen Pumpen beschädigen. Die negativen Prognosen
von Lahey und anderen scheinen sich nun (8.4.) zu bestätigen.
Reaktor3 gilt als der gefährlichste, wegen des in ihm vorhandenen
Plutoniums-239 (MOX-Brennelemente). Am 28.3. wurden Plutoniumfunde im
Boden der Anlage außerhalb der Blöcke vermeldet.
Damit sind vier Reaktorblöcke in weiterhin kaum kontrollierbarer Havarie -
eine schnelle Lösung der desaströsen Probleme scheint ausgeschlossen.
Merke: in Tschernobyl ist "nur" EIN Reaktorblock außer Kontrolle geraten;
allerdings kam es dort zusätzlich zu einem hochemittierenden
Graphit-Brand, was in Fukushima nicht geschehen kann, weil es sich nicht
um Graphit-Reaktoren handelt.
Trotz der Verseuchung und akuten Gefahr kehren verzweifelte Menschen aus
den Sammellagern schon wieder in die 20km-Zone der Vollevakuierung in ihre
Häuser zurück... (Stand 28.03.)
[#4 Laut Nachrichten vom 11.4. soll nun doch ein weiterer Kreis als 20km
um die Atomanlage Fukushima1 evakuiert werden, weil nach einem Monat schon
mehr als die zulässige Jahresstrahlendosis von der Bevölkerung empfangen
wird!]
Die USA betrachten längst eigentlich einen Evakuierungsraum von mindestens
80 Kilometern um die Atomanlage als notwendig. Realisiert sind nur 20 km,
der Bereich bis 30 km hat verschärfte Verhaltensvorschriften. Selbst die
wenigen bisher Evakuierten können offenbar nicht ausreichend mit
Lebensnotwendigem versorgt werden.
In den USA laufen 23 Atomanlagen mit dem selben GE-Mark1
Druckbehälter-Design wie in Fukushima. Bei New York steht ein AKW genau
auf einer Erdbebenspalte... die Millionenstädtestädte S.F. und L.A.
stehen in hoch erdbebengefährdetem Gebiet - zusammen mit Atomkraftwerken.
Dennoch setzt "der Reformer" Obama weiter auf Atom.
Meerwasser in hohem Maße, Trinkwasser und landwirtschaftliche Produkte
weit um die Anlage Fukushima1 sind hochradiaktiv mit u.a. Jod-131
(Halbwertszeit 8 Tage) und Caesium-137 (Halbwertszeit 30 Jahre)
kontaminiert und ungenießbar; die Meerestiere und Algen etc. werden
verseucht und sind somit ungenießbar. Milch aus der Umgebung von Daiichi
war anfangs schon mit 1510 Bq/kg kontaminiert (fünffacher jap. Grenzwert,
aktuelle Werte unbekannt). Selbst in Tokio war das Trinkwasser zeitweise
mit dem doppelten Grenzwert für Babynahrung belastet (am 25.3. wurde
vorerst Entwarnung gegeben). In der Stadt ging das in Flaschen abgefüllte
Trinkwasser aus.
In Tokio und anderen Landesteilen gibt es mittlerweile sich verstärkende
Demonstrationen gegen die Regierung (10.4. erstmals nach Medienangaben
5.000 Menschen in Tokio, [up#4] am 11.4. meldet die Kyodo Times etwa
15.000 Demonstrant_innen gegen AKWs bei "JR Koenji Station in Suginami
Ward" nur auf Grund eines Internetaufrufs...
http://search.japantimes.co.jp/mail/nn20110411a4.html), der Missmanagement
und Versagen betreff der zweifachen Katastrophe, sowie eine verharmlosende
Informationspolitik vorgeworfen wird. Das Leben in Tokio hat sich jedoch
anscheinend zunächst wieder weitgehend normalisiert - mensch wartet
weitgehend noch schicksalsergeben ab.
GREENPEACE hat die Fukushima1-Havarie am 25.3.2011 auf INES_7 hochgestuft,
die höchste Stufe auf der internationalen Atomkatastrophen-Skala. Das
heißt GAU. Ich teile aufgrund der bisherigen Faktenlage diese
Einschätzung. - [up#4] Erst am 12.04.2011 hat die Japanische Regierung
nachgezogen und den GAU unmittelbar von INES_5 auf INES_7 hochgestuft.
Schon am 28.03.2011 verlautbarte die Deutsche Bundesregierung, daß nach
ihrer Einschätzung eine Kernschmelze in den Reaktorblöcken 1, 2 und 3 von
Fukushima eingetreten ist. Für das Abklingbecken in Reaktor4 wird dies
vermutet. Das ist nun nichts wesentlich Neues, scheint aber die bisherigen
Annahmen von Wissenschaftlern zu bestätigen (Regierungen wissen meist mehr
als sie sagen und rücken nur das Unvermeidbare heraus).
Die Atomindustrie Deutschlands steuert hingegen unverdrossen mit schon
wieder angeblich "sicheren AKWs" weiter auf strahlende Zeiten zu. Sie
lanciert offenbar Gegeninformationskampagnen in konservativen Medien wie
bspw. Die WELT. Speerspitze ist anscheinend der Dresdener
Kerntechnikforscher, KTG-Vorstand für Kontakte zu Universitäten,
Hochschulen und Fachhochschulen, und Aufsichtsratsvorsitzende beim 1. FC
Union Berlin, Prof. Dr.-Ing. habil. Antonio Hurtado (Tel.: 0351-463
34472,
Fax: 0351-463 37161, antonio.hurtado

ä

t

tu-dresden.de ,
http://idw-online.de/pages/de/news221125 ):
http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article12871902/Gibt-es-sichere-Kernkraftwerke.html
http://www.kas.de/upload/dokumente/2009/06/TechnologienPraesentation_Hurtado.pdf
[AKW-Präsentation des Dresdener TU Atom-Prof. Hurtado]
http://www.kontec2011.de/ [06.-08.04.2011 Dresden]
http://www.kerntechnik.info/de/home.html [17. -19.5.2011 BerlinCC]
http://www.kerntechnik.info/fileadmin/user_upload/downloads/Fachsitzungen_2011.pdf
[Mi. 18.05. bis Do. 19.05.2011 "(ExKern)Forschungszentrum Jülich" bei
Aachen]
Das ursprünglich für den 31.03.2011 geplante Seminar "Langzeitbetrieb von
Kernkraftwerken" in Bonn wurde ohne nähere Begründung kurzfristig
abgesagt:
http://www.deutsche-aidn-inla.de/
Weitere Infos und Termine der Atomwirtschaft wie die AtomExpo_2011 hier:
http://www.ktg.org/ktg/de/veranstaltungen/aktuell.php?navid=11
RGL für LPA]
### Ende update #3 ###
Hier weiter zum laufend ergänzten ARTIKEL:
Es ist wieder passiert - und es wird wieder passieren!
Japanische Hightech-Atomkraftwerke sind besonders erdbebensicher gebaut,
so hat man uns jahrzehntelang erzählt. Jahrzehntelang haben wir gewarnt,
mittlerweile fast 40 Jahre lang, daß atomare Energieerzeugung letztendlich
keine in allen Aspekten beherrschbare Technologie ist und für
hunderttausende Jahre lebensgefährlichen Giftmüll produziert. Kaum 5.000
Jahre reicht das Gedächtnis der Menschheit zurück... manchmal nicht einmal
fünf.
Nun hat ein einziges schweres Erdbeben dazu geführt, daß gleich mehrere
der sechs japanischen Atommeiler in Fukushima1, einem der größten AKWs der
Welt, sich im Stadium eines unkontrollierbaren GAU, dem "Größten
Anzunehmenden Unfall", befinden. Zurückzuführen ist dies u.a. auch darauf,
dass aus Kostengründen versäumt wurde, in die Druckbehälter Notventile
einzubauen. Mindestens zwei Druckbehälter sind schon undicht. Mit ein paar
lächerlichen Löschspritzen -echter Hightech im Lande der Roboter!-
versuchte man der verfahrenen Lage Herr zu werden und ein paar arme
Feuerwehrleute wurden verheizt.
Gemeingefährliche Schlamperei und kriminelle Sparwirtschaft scheint in
Fukushima1 (und weiteren AKWs des Betreibers) an der Regel gewesen zu
sein. Sicherheitsinspektoren stellten erst kurz vor dem Erdbeben über 30
Fehler in der Anlage fest, kurz vor dem Tsunami, darunter auch eine
defekte Pumpe.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,752419,00.html
[#3] "In jedem AKW, [...] wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt
[!!!]elektrischer Leistung ungefähr die Radioaktivität einer
Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in den drei betroffenen
[Fukushima-]Reaktoren mit 460, 784 und 784 MW Leistung im Jahr in etwa die
kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 2028 Hiroshima-Bomben
entsteht. Dazu kommen die vielen, alten abgebrannten Brennelemente auf dem
Werksgelände." (Quelle BUND:
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/siedewasserreaktor-atomreaktor.html
)
In Fukushima lagert genügend frisches Brennmaterial um damit 15
Atomkraftwerke zu bestücken. Eine final unkontrollierbare Kernschmelze ist
wahrscheinlich in mehreren Blöcken eingetreten. Es ist schon wirklich
bizarr, dass einem AKW-Komnplex, der direkt am Wasser gelegen ist, das
Kühlwasser fehlt... und daß mensch es offenbar anfangs nicht schaffte,
welches in relevanten Mengen hinzupumpen. Hätte nicht innerhalb weniger
Tage ein provisorisches Rohrsystem zum nahen Meerwasser gelegt werden
können, um es noteinzuspeisen? Warum wurden keine von den existierenden,
weit leistungsfähigeren Pumpen herangeschafft? Das ganze
"Krisenmanagement" sieht ziemlich dilettantisch aus. Kürzliche
Untersuchungen des NDR zeigten, daß auch in Deutschland ähnlich
stümperhaft "vorgeplant" ist. Auch hierzulande würden wir alt aussehen,
passierte etwas!
Nach der weltweit gültigen Katastrophenstaffel INES wurde Fukushima1
inzwischen von unabhängigen Instituten auf INES_6 hochgestuft, das ist die
zweithöchste Kategorie. Greenpeace bewertet hingegen bereits mit INES_7.
Ein "Sarkophag" a la Tschernobyl ist im Gespräch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Bewertungsskala_für_nukleare_Ereignisse
Von TOSHIBA wurden drei der Fukushima1-Meiler gebaut (AP1000 design), drei
andere, darunter Block1, von den USA nach "GENERAL ELECTRIC Mark 1
containment design". Die GE-Container wurden schon 1971 von
US-Wissenschaftlern als unsicher kritisiert. Die Kritik wurde unterdrückt
und ignoriert.
#3
http://www.nirs.org/factsheets/bwrfact.htm
"Seit der Übernahme der US-Atomfirma "Westinghouse Nuclear" ist Toshiba
auch Eigentümer der Westinghouse Electric Germany GmbH in Mannheim. ..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Toshiba
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-03/19643454-erdbeben-stichwort-toshiba-016.htm
http://www.benzinga.com/news/11/03/930863/dangers-of-general-electrics-mark-1-reactors-known-for-40-years-ge
Ein BOYKOTT dieser Firmen sollte ebenso erfolgen, wie der aller anderen
AKW-Betreiber, -Hersteller und -Nutznießer.
http://www.cnic.jp/english/ [atomkritische site aus Japan]
Die Fukoshima1-Meiler sind offenbar teils auch mit schneller schmelzenden,
risikoreicheren Mischoxid-Brennelementen (MOX) aus Brennstabrecycling
bestückt (30-40% der Brennelemente eines Reaktorkerns in denen zu 7-8% das
tödlichste radioaktive Schwermetall-Gift Plutonium-239 verwendet wird,
Halbwertszeit 24.110 Jahre... das seltene Isotop Plutonium-242 ist sogar
mehr als zehnmal langlebiger.). Dem Anschein nach haben diese
MOX-Brennstäbe das Durchgehen des Blocks Nr. 3 in Fukushima1 beschleunigt
und um das Risiko massiver Putoniumfreisetzung angereichert. Von
kritischen Wissenschaftlern wird die Menge einer möglichen Freisetzung
radiaktiver Isotope aus MOX-Elementen als doppelt so hoch im Vergleich zu
üblichen Uranbrennstäben angesehen. Wie viele MOX-Brennstäbe im zeitweise
trockengelaufenen Hexenkessel des Abklingbeckens des mehrfach brennenden
Reaktor4 lagern (wo sie normalerweise fünf Jahre bleiben müssen, bevor sie
zwischen- oder endgelagert werden), ist völlig unklar. Im Becken sind auch
die wegen Wartungszwecken aus dem Reaktorkern entnommenen, im Betrieb
befindlichen neuen, sehr heissen Brennstäbe des Reaktor4.
"Aus physikalischen Gründen reduziert der Einsatz von MOX-Brennstoff die
Wirksamkeit der Steuerstäbe, macht den Reaktor instabiler und erhöht das
Risiko, dass ein Unfall zur Katastrophe wird."
http://www.robinwood.de/Atomtransporte.283.0.html
"MOX-Brennstäbe sind in rund der Hälfte der deutschen Atomreaktoren im
Einsatz." (Geenpeace)
http://nuclearstreet.com/nuclear_power_industry_news/b/nuclear_power_news/archive/2010/09/17/fukushima-to-restart-using-mox-fuel-for-first-time-091704.aspx
[#4] Die MOX-Brennstäbe in Fukoshima wurden aus Frankreich (La Hague) und
England (Sellafield) geliefert - siehe letzten link oben. Hinter der WAA
Sellafield versteckt sich ein Beinahe-GAU aus den 1950er Jahren: der
Atomunfall der zum Bau von Atombomben genutzten rein luftgekühlten
Graphitreaktoren von Winscale (das später in Sellafield umbenannt wurde!).
Der seinerzeit weltgrößte Atomunfall vom 10. Oktober 1957 wurde auf der
internationalen INES-Skala mit 5 bewertet - möglicherweise gibt das nicht
den wirklichen Umfang wieder. Eine Evakuierung erfolgte nicht. Mindestens
240 zusätzliche Krebserkrankungen gingen, so schätzen Wissenschaftler, von
dieser Freisetzung von Radioaktivität durch einen Uranbrand aus - das
scheint mir deutlich untertrieben. Ganz England wurde damals verseucht,
sowie große Teile Nordeuropas. Forscher schätzten 10/2007 die radioaktive
Freisetzung als doppelt so hoch ein, wie bisher angenommen. Bis zum Jahre
2037 scheint eine Entladung des Reaktors unmöglich.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/7030536.stm
Nach Dekontaminierung (?) des Geländes wurde dort die WWA Sellafield
errichtet, die bis heute dafür sorgt, daß die Nordirische See die
verseuchteste der Welt ist! Wenigstens 75kg Plutonium wurden bisher in die
See emittiert, jedes Jahr setzt Sellafield mindestens 5.000 Tera-Bequerel
frei...
Die Folgen der Fukushima-Katastrophe sind im dichtbesiedelten Japan
unvorstellbar - Hunderttausende sind schon auf der Flucht und können
möglicherweise nie mehr in ihre Heimat zurückkehren. Die Evakuierungszone
wird ständig ausgeweitet - Experten aus den USA halten mindestens 80 km
Sicherheitsabstand für notwendig. ZigMillionen Menschen sind bedroht,
alleine 39 Millionen im Großraum Tokio. Hochgiftige radioaktive Stoffe
werden durch Wind - und Wasserströmungen über den ganzen Erdball verteilt.
Ein größeres Desaster als das schon grauenerregende Tschernobyl, vor 25
Jahren in der Ukraine, droht und scheint kaum noch aufhaltbar.
Hochrechnungen sprechen von einem Tera-Bequerel Freisetzung pro Tag.
In einer Meldung dieser Tage hieß es, v.a. Wildschweine aus von
Tschernobyl-fallout betroffenen Gegenden Deutschlands seien immer noch zu
30% wegen zu hoher Strahlenbelastung mit Caesium 137 ungenießbar, ebenso
wie die Pilze, die sie dort im Wald fressen. Der SuperGAU verseucht die
Sau. Und die Sau wird sauber "entsorgt" - in die Tierkadaver-Verwertung.
http://www.frankenpost.de/nachrichten/hofrehau/rehau/art2452,1465276
Dabei wäre das Szenario in Japan voraussehbar gewesen: am 4. November 1952
hat ein ähnliches Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala vor der
Südostküste der nahegelegen russischen Halbinsel Kamtschatka
stattgefunden. Dem folgte ein Tsunami, der die Kleinstadt Sewero-Kurilsk
auf der benachbarten Kurilen-Insel Paramuschir gänzlich zerstörte.
Der nächste SuperGAU könnte übrigens in Mexico auf dem Programm stehen, wo
bei Laguna Verde, am erdbebengefährdeten Golf von Mexico, ein
Fukushima-baugleicher Reaktor als Zeitbombe steht...
http://amerika21.de/meldung/2011/03/25949/protest-atom-mexiko
Übrigens: wer den Medien nicht traut, kann die Welt-Erdbebenaktivität hier
(zurück)verfolgen - vor Japan, Ostküste von Honshu, bebt weiter
ununterbrochen der Seegrund bei Werten von 4,x bis 6,5 auf der
Richterskala:
http://geofon.gfz-potsdam.de/db/eqinfo.php
Und hier gibts die aktuellen Lage-Infos der Gesellschaft für Anlagen- und
Reaktorsicherheit (GRS mbH):
http://fukushima.grs.de/
[#3] Und hier den offiziellen Strahlungsmonitor:
http://www.bfs.de/de/ion/papiere/schauinsland.html
In Deutschland wird gebetsmühlenartig wiederholt (die alte Leier), daß
"unsere" Atomkraftwerke absolut sicher sind - todsicher. Das beweist ja
schon die Liste Dutzender kleiner, mittlerer und größerer "Störfälle"
innerhalb von Jahrzehnten, die teils erst mal unter den Teppich gekehrt
oder wenigstens bagatellisiert wurden. Erschreckende Details kommen teils
erst nun nach Jahrzehnten zum Vorschein. Rein schönrechnerisch gibt es ja
nur alle 100.000 Jahre eine Kernschmelze in Atomreaktoren - mittlerweile
haben wir weltweit schon mindestens vier davon.
Auch Tsunamis und gefährliche Erdbeben gäbe es in Deutschland nicht, so
hört mensch. Wirklich nicht? Schauen wir uns einmal die FAKTEN an:
Am 18. Oktober 1356 wurde die Stadt Basel in der Schweiz, nahe der
deutschen Grenze, von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 8 und
nachfolgenden Bränden fast völlig zerstört. Es gab nur deswegen nicht mehr
als rund 300 Tote, weil die meisten Menschen bei leichteren Vorbeben aus
der Stadt aufs offene Feld geflüchtet waren. Basel liegt, wie andere
nördlichere Städte, am tektonisch aktiven Rheingraben, der sich bis nach
Norddeutschland hinauf zieht.
Bei einem baselähnlichen Erdbeben bei Köln würde vom 600 Jahre lang
aufgetürmten Kölner Dom nicht viel übrig bleiben. Köln hat in historischer
Zeit aber schon zwei vernichtende Erdbeben erlebt: unter den Römern eines,
bei dem sich teils der Boden verflüssigte und noch eines hunderte Jahre
später. Dafür gibt es starke Indizien. Der Kölner Dom wurde auf den
antiken Ruinen errichtet.
Am 13. April 1992 erschütterte ein Erdbeben von 5,9 (nach anderen Quellen
bis 6,1) auf der Richterskala die deutsch-niederländische Grenzregion bei
Roermond. Das war vorerst das letzte größere Erdbeben in Deutschland mit
Gebäude- und Personenschäden. Aber es gab vorher andere Beben, sogar mit
Toten.
In der Vulkan-Eifel gibt es noch virulente Magmablasen, der hessische
Vogelsberg war einst der größte Vulkan Europas (zum Glück schon sehr, sehr
lange erloschen), aber die letzten Vulkane in Südfrankreich haben erst vor
3.000 Jahren das letzte Mal Feuer gespuckt. Erdgeschichtlich war das vor
ein paar Sekunden... . Menschen denken jedoch nicht in geologischen oder
auch nur historischen Zeiträumen, sondern nur so weit ihr kurzes
Gedächtnis reicht.
http://www.altbasel.ch/dossier/erdbeben.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbebengebiet_Kölner_Bucht
http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,7104926,00.html
http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/aktuell/presse/pressemitteilung_020908
Trotz der bekannten Erdbebengefährdung am Rheingraben wurden längs des
Rheins und an seinen Nebenflüssen (Neckar) Atomkraftwerke gebaut.
http://web.de/magazine/nachrichten/erdbeben/12374212-starkbeben-risiko-gefaehrdet-deutsche-akw.html
Aber es gibt neben möglichen (allzu)menschlichen Fehlleistungen,
Terroristen- und Cyberangriffen und zufälligen Flugzeugabstürzen nicht nur
Erdbebengefährdungen für AKWs. Seuchengefahren (Pandemien) könnten das
Personal der Kraftwerke ausschalten und so zu unkontrollierten AKWs
führen, die uns dann zusätzlich um die Ohren fliegen. So auch im
Kriegsfall bei direkten oder ABC-Angriffen. Zunehmend müssen wir mit
weiteren, nicht weniger schlimmen Gefahren rechnen, die die Erdbebengefahr
vergleichsweise harmlos erscheinen lassen: Sturmfluten an den Küsten,
reissende Flüsse die nach sintflutartigem Regen über die Ufer treten.
Hierzu gibt der von "kontraste" just veröffentlichte Geheimbericht der
Bundesregierung erschütternd klare Auskünfte. Nach diesen Einschätzungen,
dürfte KEIN EINZIGER deutscher Atom-Meiler länger am Netz bleiben.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_aktuell/media/ndraktuell4425.html
http://www.netzpolitik.org/2011/kontraste-leakt-akw-prufkatalog-der-bundesregierung/
[Kommentar, Video Kontraste, Paper-links]
http://www.netzpolitik.org/wp-upload/Internes-Papier-BMU-zu-SicherheitsÅberprÅfungen-AKW.pdf
Möglicherweise können auch überschwappende Seen zu Katastrophenszenarien
führen (z.B. am 16.11.1911 gab es in Konstanz am Bodensee ein schweres
Erdbeben mit Gebäudeschäden - da allerdings ohne Binnenseetsunami). Im
Jahre 1601 kam es jedoch nachweislich im Luzerner See (CH) zu einem
solchen Binnenseetsunami. Derartige Binnenseetsunamis können durch
erdbebenbedingte Landabbrüche ausgelöst werden, dort wo sich steile Ufer
befinden.
http://www.es.ucsc.edu/~ward/papers/Lucerne.pdf
http://earth.esa.int/workshops/ers97/papers/theilen/
Aber auch in Nord- und Ostsee kann es zu Tsunamis durch Landabbrüche in
Fjorden oder an Steilküsten kommen, bei denen Wellen von zehn Meter Höhe
und mehr entstehen können...
Die Geschichte lehrt uns, daß es scheinbar aus dem Nichts kommend
entsetzliche Katastrophen gab, die nur durch den Nebel der Zeit heute in
einem milderen Licht liegen oder häufig ganz vergessen sind und nur ab und
zu durch Indizien nachgewiesen werden. Nichts ist mächtiger als die
Naturgewalten. Die selbstgemachte Klimakatastrophe wird uns mit Sicherheit
vor Extrem-Wetterbedingungen stellen, wie sie die Welt seit
Menschengedenken nicht erlebt hat - ausgelegt sind unsere Bauten dafür
nicht.
Einen guten Überblick von der DEGB (
http://www.dgeb.org./ ) über die
tektonischen Gefährdungen in Deutschland bekommt mensch hier:
http://www.uni-weimar.de/projekte/dgeb/files/Erdbeben_in_Deutschland.pdf
"Schadensbeben der Stärke des Basel-Bebens von 1356 oder des
Friaul-Bebens1976 können auch in Deutschland stattfinden. "
Hier handelte es sich um Beben der Stärke 8-9 (EMS). Für den Aachener Raum
wird eine 10%-Überschreitens-Wahrscheinlichkeit der bisherigen Beben
innerhalb von 50 Jahren angegeben.
[#3] Ausgerechnet dort, nahe dem Epizentrum des Roermond-Bebens 1992,
steht zum Beispiel das "(Kern)Forschungszentrum Jülich" mit dem immer noch
strahlenden Wrack des 1978 havarierten ehemaligen Kugelhaufenreaktors, der
nach Ansicht von Fachleuten nur knapp an einem GAU vorbeischrammte.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,637916,00.html
http://www.seismo.uni-koeln.de/meldung/dueren/index.htm
[#4 - 250. Jahrestag des schweren Dürener Erdbebens vom 18. Februar 1756,
von dem auch Jülich betroffen war!]
"Das ebenfalls historisch nachgewiesene Beben mit Zentrum beim belgischen
Verviers im Jahre 1692 war stärker als das Dürener Erdbeben. Es hat in
Kent, im Süden Englands noch Schäden verursacht." (ebd.)
"Würde sich ein etwa gleich starkes Erdbeben wie das von 1756 heute an
gleicher Stelle ereignen, so wären die Auswirkungen in der Summe natürlich
deutlich gravierender als vor 250 Jahren. Allein im deutschen Teil des
Gebietes, das von Gebäudeschäden betroffen war (rote Linie in Abb. 2),
leben heute ca. 4.8 Millionen Menschen bei einer mittleren
Bevölkerungsdichte von fast 700 Einwohnern pro Quadratkilometer. Köln zum
Beispiel hatte 1750 weniger als 50.000 Einwohner also rundweg ein
Zwanzigstel der heutigen Bevölkerung." (ebd.)
"Allgemein üblich ist, dass in [Bau]Normen Bodenbewegungen berücksichtigt
werden, die durch Beben entstehen wie sie im Mittel einmal in (ca.) 500
Jahren auftreten. Bodenbewegungen durch seltenere Beben, die deutlich
stärker sein können als bei den ,500 Jahre-Beben', gehören also zum
Restrisiko. " (ebd.)
"An aktiven Plattengrenzen mit sehr hoher Aktivität, wie zum Beispiel
Kalifornien, Japan oder auch dem Mittelmeerraum, kann man davon ausgehen,
dass in einem halben Jahrtausend auch Beben passieren, die in Ihrer Stärke
nahe bei dem liegen, was tektonisch überhaupt möglich ist." (ebd.) [d.h.
Beben der Stärke 9-<10 Richterskala! Ereignisse darüber hinaus wurden
bisher noch nicht registriert und sind nach Stand der Wissenschaft
aufgrund der physikalischen Eigenschaften der Erdkruste angeblich
unwahrscheinlich. Das größte bisher aufgezeichnete Erdbeben war das
Erdbeben von Valdivia am 22. Mai 1960, also vor rund 50 Jahren, mit
folgendem pazifischen Tsunami und heftigen Vulkanausbrüchen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_Valdivia_1960
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,374695,00.html ]
"Das Bauen in den Erdbebenregionen der Bundesrepublik Deutschland wird
heute im Wesentlichen in der DIN4149 [...] geregelt."
Sonderregeln für den Bau von Atomkraftwerken sind unter KTA 2201 geregelt.
"Die Auslegung sonstiger Industriebauten ist zur Zeit [in Deutschland]
nicht verbindlich geregelt." [...]
"Eine Wiederholung des Bebens von 1978 bei Albstadt würde heute bereits
Kosten von ca. 0,5 Mrd. ¤verursachen. Bei einem Beben z.B. der Magnitude
6,4 mit Epizentrum nahe Köln könnten die versicherten Schäden nach Angaben
der Münchener Rückversicherung die Größenordnung von 20 bis 30 Mrd. ¤
erreichen." (DEGB. Zahlen vermutlich aktualisierungsbedürftig)
In einer Studie aus dem Jahre 1996 (!!) von Prof. Dr. Eckhard Grimmel
vom Institut für Geographie - Universität Hamburg, ist folgende
Einschätzung zu lesen:
"Das AKW Mülheim-Kärlich ist kein Einzelfall [als Risikomeiler]. Es ist
repräsentativ für alle deutschen Atomkraftwerke. Kein einziges ist
hinreichend gegen seismische Einwirkungen ausgelegt (Tab. 2). Denn im
Norddeutschen Tiefland ist mit einem maximalen Magnitudenwert von M = 6
bzw. I = 8 oder 9 und in den übrigen Gebieten, beson ders in der
Rhein-Riftzone, von M = 6,75 bzw. I = 10 oder 11 zu rechnen (Ahorner 1989,
S. 60/61)."
Offenbar hat bisher solche Warnungen kein Mensch an verantwortlicher
Stelle wirklich ernst genommen, egal von welcher regierenden Partei.
Bei der Erdbebenstation Bensberg im Rheinland, lassen sich interessante
Daten zu deutschen Erdbeben seit 1975 einsehen. Erfaßt sind auch weitere
europäische Beben, die in Bensberg registriert wurden:
http://www.seismo.uni-koeln.de/catalog/index.htm
Soviel zur seismischen Lage in D-Land. Nach diesen Daten und Fakten liegt
auf der Hand, daß auch hier gefährliche Beben stattfinden können und nicht
nur hinter den Alpen. Solche Beben können im übrigen auch unterirdische
Atommülllager beschädigen und unbrauchbar machen. Auch kleine Beben können
zu Erdbewegungen führen. Angebliche Sicherheitsbescheinungen durch
sogenannte Experten haben sich mehrfach als falsch bzw. gefaked erwiesen.
Das Endlager Salzstock Asse, einst unter Oberverwaltung der ausgebildeten
Physikerin Angela Merkel, wurde auch als sicher gepriesen und nur wenige
Jahre reichten, um diese Aussagen Lügen zu strafen. Dieses "Endlager" ist
völlig leck und die "Sanierung" = Räumung wird nach vorsichtigen
Schätzungen die SteuerzahlerInnen 3,5 Milliarden Euro kosten - auch weil
illegal hochradiaktiver Müll dort in unzureichend gesicherten Behältnissen
einfach ohne Kartografierung abgekippt wurde. Wieviel Solar- oder
Windenergieanlagen etc. ließen sich für 3,5 Mrd. ¤ bauen?!
Nun soll auch Gorleben wieder sicher geredet werden.
Die verbrecherische Dummheit und extrem kriminelle Energie der
Atomindustrie, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Deutschland
in dieses teure und gefährliche Atomabenteuer gebracht hat, ist kaum zu
toppen. Die atommüll-schwarzgelbe Regierung hat alle Register gezogen,
gegen den erklärten Willen der übergroßen Mehrheit der deutschen
Bevölkerung zu dekretieren und zu regieren. Es gehört schon einige Chuzpe
dazu, dies noch als Exportschlager Muster-Demokratie zu verkaufen. Den
Grünen und der SPD kann mensch mindestens Schlampigkeit bei der Abfassung
der Ausstiegsverträge aus der Atomtechnik vorwerfen - ohne diese
Schlampigkeit wäre keine Verlängerung der Laufzeiten für AKWs möglich
gewesen. Aber SchwarzGelb hat das Land sehenden Auges der Atom-Mafia zum
Fraß vorgeworfen - aus geld- und machtpolitischen Erwägungen. Mußte erst
ein Fukushima passieren, um die Notbremse zu ziehen? Und sicher soll bald
der Zug wieder mit Atomvolldampf weiter voranrollen. Ein paar kleine
Zugeständnisse - ein paar der schrottigsten Meiler vom Netz, evtl. nur
zeitweise - und dann wieder Atom-Business as usual. So hätten sie das
gerne. Die Hofschranzlerin der Atom-Mafia bietet sich als super
GAUleiterin an. Und die Atom-Mafia wirbt schon wieder mit "neuen"
"sicheren deutschen Kugelhaufenreaktoren".
http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article12871902/Gibt-es-sichere-Kernkraftwerke.html
http://www.kas.de/upload/dokumente/2009/06/TechnologienPraesentation_Hurtado.pdf
http://www.ewn-gmbh.de/ewngruppe/avr/internationale-projekte/consulting.html
Nicht zu vergessen ist jedoch, daß SPD-altKanzler Schmidt erst die
Atomkraft im wahrsten Sinne des Wortes in den 1970er Jahren vor Brokdorf,
Krümmel, Kalkar, Grohnde und anderswo durchgeprügelt hat. Unter seiner
Aegide waren bis zu 200 Atomkraftwerke in Deutschland in Planung! CDU-Kohl
mußte mit diesem "Kappes" nur noch weitermachen. Auch der "Genosse der
Bosse", ExKanzler Schroeder (SPD) profilierte sich ebenso als Handlanger
der Energiemonopolkonzerne wie sein Parteigenosse aus Nordrhein-Westfalen,
ExMinisterpräsident Clement. Das hindert doch tatsächlich ExMinister
Gabriel nicht daran, kürzlich zu posaunen, seine SPD kämpfe schon seit 30
Jahren gegen Atomkraftwerke. Hallo?! Warum haben wir bloß alle nichts
davon gemerkt?
Generationen von sehr begründet Demonstrierenden und Protestierenden haben
jahrzehntelang im Auftrag der Politik, der Energiekonzerne und deren
Zulieferwirtschaft den Bullenknüppel auf sich tanzen gespürt. Sie sind
rechtswidrig mißhandelt worden, haben insgesamt hohe Geldstrafen zahlen,
im Knast sitzen und haben tonnenweise Tränengas schlucken müssen. Wir alle
haben 40 Jahre mit den Risiken des schleichenden Giftes leben,
hochrisikoreiche Atomtransporte aushalten müssen und (nicht nur) z.B.
hunderte Kinder sind im Bereich von AKWs an Blutkrebs erkrankt und teils
nach irrsinnigen Leiden gestorben und sterben/leiden noch immer. Die
Atom-Mafia unterdrückt solche Meldungen und läßt sie von korrumpierten
"Wissenschaftlern" bestreiten.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,647087,00.html
ZigMilliarden Steuergelder sind für die Förderung der Atomenergie und
ihren Schutz verschleudert, (ob wir jemals eine Endabrechnung sehen?), die
heute zur dringend nötigen Energiewende fehlen, einer Wende, die schon vor
mindestens 25 Jahren hätte stattfinden müssen und können. Wäre all dieses
Geld und all dieser Aufwand in die Entwicklung und Installation
nachhaltiger Öko-Energie gesteckt worden, müssten wir uns heute über
NICHTS Sorgen machen (es sei denn um unsere dummen Nachbarn und möglichen
fallout von weit her). Statt dessen stecken wir bis zum Hals in der
strahlenden Scheiße. Danke Politik! Danke Wirtschaft!
Vielleicht hat man in den ersten Jahren des AKW-Baus auch bei den damals
ständigen oberirdischen Atombombenexplosionen (ca. 1200 A.-Tests
insgesamt) und ihrem zwangsläufigen weltweiten fallout gedacht, daß es eh
egal ist, ob noch ein wenig Radioaktivität von Atomkraftwerken hinzu
kommt. Auch der Wissensstand der Forscher war teils noch naiv und dürftig.
Viele Verantwortliche glaubten wirklich an saubere Energie aus AKWs. Aber
schon 1970 fertigte der US-Professor für Radiologie Ernest J. Sternglass
(*1923 in Berlin), bis dahin Atomkraftbefürworter, mit seinen
Student_inn_en eine Studie an, die auf die immensen Risiken der
radioaktiven Niedrigstrahlung hinwies. Er und seine wissenschaftlichen
UnterstützerInnen wurden darauf hin nachhaltig gemobt und geächtet, denn
er hielt den Atomkraftwerksbetreibern aufgrund stichhaltiger
wissenschaftlicher Beweise vor, sie seien "Babykiller". Zudem hatte
Sternglass erkennen müssen, daß die vorwiegende Motivation für den Bau von
Atomkraftwerken und -anlagen die militärische Nutzung ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_J._Sternglass
http://www.ratical.com/radiation/inetSeries/nwEJS.html
Alleine in Europa sind heute 195 Atomfabriken am Netz (EU 143) und 19
weitere im Bau. Geplant sind noch mehr, Endziel ist die Kernfusion. Eine
der Optionen mit der diese Giftküchen betrieben werden ist MOX,
Brennelemente, die Plutonium-239, das schlimmste auf diesem Planeten
künstlich erzeugte Gift (natürlich kommt es kaum vor), enthalten. Zig
Tonnen davon lagern im russischen Majak (Tscheljabinsk, Süd-Ural), einem
seit 1957 völlig verseuchten Gebiet, in dem sich die erste riesige, lange
vertuschte Atommüllkatastrophe ereignete. Damals wurden 23.000
Quadratkilometer auf Jahrtausende verseucht und teils unbewohnbar. Erst
1989 wurde der Unfall von der SU offiziell zugegeben. Atommüll wurde dort
einfach in die Landschaft verklappt, Menschen als Versuchskarnickel
mißbraucht. Das Gebiet ist ein Albtraum, aber ganz nach dem Geschmack der
Atomindustrie, die dort weiter lagert und produzieren läßt, auch im
Auftrag des Westens. Die USA lagern dort sogar (nichtwaffenfähiges)
Plutonium das zur Aufarbeitung in MOX-Brennstäben bestimmt ist...
http://de.wikipedia.org/wiki/Kyschtym-Unfall
http://vimeo.com/17432730 [Video "Verseuchtes Land"]
Und dennoch sollen weitere neue Katastrophenreaktoren in aller Welt gebaut
werden - alleine in den USA 33 unter unserem "Helden" Obama. Nicht nur das
ZK der VR China setzt verblendet auf die Desastertechnologie.
Seit die Energiekonzerne durch Inbesitznahme der kommunalen
Energieversorgung von Kommune und Staat eine Lizenz zum Gelddrucken
erhalten haben -denn Strom wird immer gebraucht- sind sie zu
Machtdinosauriern ausgewachsen, die alles unter sich platttrampeln was
ihnen in den Weg kommt, Machtkonglomerate die Politik, Medien und
Wissenschaft dreist manipulieren. Die einzige Möglichkeit ihnen
beizukommen ist, ihnen ohne Wenn und Aber die Energieerzeugung zu
entziehen, diese umweltfreundlich zu dezentralisieren und die Konzerne
entschädigungslos zu enteignen. Mit dem wiedergewonnenen Geld kann
versucht werden, die Schäden einer rücksichtslosen Ausbeutungswirtschaft
zu sanieren und endlich den Konzernen die politische Macht zu entreißen,
die sie durch ihre zusammengerafften Milliarden darstellen. Nur so ist
eine neue und freie Entwicklung gesellschaftlichen Lebens denkbar.
Die skrupellosen Bosse dieser Konzerne und ihre wissentlichen
HandlangerInnen gehören jedoch vor Gericht! Mord verjährt nicht. Wenn
gewußt wurde, daß der Tod von Menschen unvermeidlich und eingeplant war
-und Vieles deutet darauf hin- sind diese Männer Verbrecher, ähnlich der
Kriegsverbrecher, und sie müssen als solche behandelt werden.
Scheinbar "ökologische" Megaprojekte wie DESERTEC sind ebenso unnötig wie
schädlich, egal wie öko sie sich geben. Sie halten uns weiter in
Abhängigkeit von Staaten und Konzernen. Wir brauchen keine ultrateuren
Fernleitungen zu Solarkraftwerken in den afrikanischen Wüsten, um Strom
für Europa zu erzeugen (geplant nur ca. 15% des Gesamtbedarfs). Das
europäische Festland und seine vorgelagerten Küsten bieten genügend
Möglichkeiten zur flächendeckenden eigenen regenerativen Energieversorgung
nach dem Baukastenprinzip (Energiemix). Sinnvoller wäre dann schon eine
Verlagerung energieintensiver Industrien nach Afrika, hin zu dort solar
erzeugtem Strom, um den Menschen vor Ort faire Arbeitsmöglichkeiten und
einen ökologischen Wohlstand zu bieten, von dem alle in der Welt ihren
Nutzen hätten. Das würde dann auch die unsägliche "Festung Europa" endlich
überflüssig machen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
[#3] Im übrigen könnten wir anscheinend heute schon so viel Ökostrom von
Norwegen erhalten, daß sogar 60 Kernkraftwerke abgeschaltet werden könnten
und nicht nur 17 deutsche. Gewollt wird das aber nicht.
http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=6770834/1uxeb5l/index.html
Vor allem aber müssen die Völker der Welt davon überzeugt werden, den
anhaltenden atomaren Wahnsinn umgehend zu beenden und ALLE Atomkraftwerke
schnellstmöglich stillzulegen. Unsere Forderung war von Anbeginn: "Keine
AKWs hier und anderswo!" Schon der vorhandene strahlende Müll wird der
Menschheit auf Jahrzehntausende genug Probleme bereiten. Weiterer darf
nicht mehr angehäuft weden! Genug!!
Es muß nach mehr als einem halben Jahrhundert schwerwiegender Irrtümer,
Fehler und unglaublicher Skupellosigkeit im Umgang mit Natur und Menschen
endlich die Vernunft obsiegen! Die Katastrophe von Japan muß der Anfang
vom schnellstmöglichen Ende der Atomidiotie werden. Schon das wird langsam
genug gehen und noch mehr als genug Risiken beinhalten. Der Preis den wir,
und vor allem jetzt die japanischen Menschen dafür zahlen werden, ist
ohnehin schon viel zu hoch. Und das meine ich nicht einfach nur
finanziell.
Wir haben die verdammte Pflicht gegenüber allen Opfern der Atom-Politik
weltweit in Vergangenheit und Gegenwart und besonders gegenüber allen
kommenden Generationen, JETZT einen Schußstrich zu ziehen - wenigstens
dort, wo wir es beeinflussen können. Wenn wir das nicht tun, haben wir
unser Recht auf diesen Planeten verwirkt.
"Wir brauchen eine Anti-Atom-Revolution" (GWR)
R

ä

t

lf G. Landmesser für LPA Berlin
Keine Eintagsfliege:
http://www.graswurzel.net/349/atom.shtml
[up#4]
Und hier noch das finale PDF zum AtomGAUdi für Berlin
(Hahn-Meitner-Institut, 10MW-Reaktor zwischen Potsdam und Wannsee), aber
auch mit allgemein gültigen Regeln. Lesen lohnt, nicht nur für Wannseer_
und Potsdamer_innen in der brühmten zu entsiedelnden 20km-"Zone"...
http://www.helmholtz-berlin.de/media/media/oea/web/news/pdfs/hzb_notfall_brosch_15_final.pdf
Nötige Ergänzung dazu: in der April-Mai-2011 Ausgabe von "Der RABE RALF"
der Zeitung der GRÜNEn LIGA findet sich auch ein kritischer Artikel zum
ach so "sicheren" Berliner Mini-AKW. Die Ausgabe ist hier kostenlos als
PDF downloadbar:
http://www.grueneliga-berlin.de/?page_id=12718
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Übrigens: ATOMAUSSTIEG SELBER MACHEN !
http://www.transitiontown-friedrichshain-kreuzberg.de/so36/node/301