Duesseldorfer CDU steht zur Hexenverbrennung
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Heise, 31.10.11
Düsseldorf steht zur Hexenverbrennung
Örtliche CDU möchte verbrannte Frauen nicht rehabilitieren
Halloween-Enthusiasten und Freunden der Akupunktur sei empfohlen, sich in
Düsseldorf heute in Mäßigung zu üben, denn das dortige Rathaus bekennt
sich offenbar zur Hexenverbrennung und Wahrheitsfindung durch die
sogenannte "Nadelprobe". Während es andernorts üblich ist, Justizopfer
auch der Hexenverbrennung posthum zu rehabilitierten, lehnt
Kulturdezernent Hans-Georg Lohe (CDU) einen entsprechenden Antrag im Fall
zweier 1738 exekutierter Frauen ab.
Die Minderjährige Frau Helena Curtens aus dem Stadtteil Gerresheim war im
Alter von 14 Jahren in den Verdacht von Geistersichtungen geraten und
wurde schließlich der Eigenschaft als Hexe überführt. Bei einer
Leibesvisitation soll eine schmerzunempfindliche Stelle auf der Haut
gefunden worden sein, die nicht blutete, als mit einer Nadel hinein
gestochen wurde. Dies wertete man als Indiz für ein "Teufelsmal", was die
Verdächtige zum Geständnis bewog, Besuche des Teufels zu empfangen. Deren
ebenfalls der Hexerei überführte Nachbarin Frau Agnes Olmans war erst
unter der Folter geständig. Sie hatte der Frau Curtens eine
naturheilkundliche Schmerzsalbe zur Verfügung gestellt und soll ihr die
Furcht vor dem Teufel genommen haben.
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