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"ulli" <u.unger ät nadeshda.org>28. Oct 2011 13:09

Pressemitteilung des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung: Verbrechen der Nazis an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen niemals vergessen - Antrag für Erinnerung und Information im Kulturausschuss beschlossen


Pressemitteilung Nr. 43/2011

28. Oktober 2011
Verbrechen der Nazis an Menschen mit Behinderungen und psychischen
Erkrankungen niemals vergessen - Antrag für Erinnerung und Information im
Kulturausschuss beschlossen
Der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages hat mit seiner
Unterstützung für einen fraktionsübergreifenden Antrag zum Verbrechen der
Nazis an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen ein
wichtiges Signal gegen das Vergessen gesetzt", so der Beauftragte der
Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe. Er
verwies darauf, dass während der Zeit der Nazi-Diktatur hunderttausende
Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in ganz Europa
systematisch erfasst, für medizinische Versuche missbraucht,
zwangssterilisiert und ermordet wurden. "Sie waren die ersten Opfer des
Gewaltregimes der Nationalsozialisten. Wegbereiter des Terrors gegen
behinderte und psychisch erkrankte Menschen war ein Gedankengut, das
zwischen lebensunwerten und lebenswerten Menschen unterschied", betonte
Hubert Hüppe und verwies auf eine Unterstützung der Eugenik in Wissenschaft,
Politik und Gesellschaft, die sich weit vor dem Beginn der Nazi-Diktatur in
Deutschland verbreitete. Der beschlossene Antrag greife diesen Aspekt auf,
indem er neben einem würdigen zentralen Ort der Erinnerung in der
Tiergartenstraße 4 in Berlin fordere, über die Nazi-Verbrechen zu
informieren und bestehende Defizite in der Aufarbeitung und Erforschung des
Unrechts öffentlich aufzugreifen, erläuterte der Behindertenbeauftragte.
"Jetzt kommt es darauf an, den Antrag zusammen mit den Betroffenen und ihren
Verbänden in diesem Sinne umzusetzen und der Information neben dem Gedenken
breiten Raum zu verschaffen", verdeutlichte Hubert Hüppe.

Herausgeber
Beauftragter der Bundesregierung
für die Belange behinderter Menschen
E-Mail presse ät behindertenbeauftragter.de
Internet www.behindertenbeauftragter.de
Telefon 030 18 527 2723
Adresse Mauerstraße 53
10117 Berlin





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