Pressemitteilung des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung: Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte Berücksichtigung behinderter Heimkinder
Pressemitteilung Nr. 33/2011
08. Juli 2011
Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte
Berücksichtigung behinderter Heimkinder
"Es ist zu begrüßen, dass der Deutsche Bundestag das an Kindern und
Jugendlichen in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Kinder- und
Jugendpsychiatrie verübte Unrecht ausdrücklich verurteilt, ihr Leid erkennt
und Regelungen zur Wiedergutmachung fordert", betonte der
Behindertenbeauftragte der Bundesregierung anlässlich des gestrigen
Beschlusses des Deutschen Bundestages über den fraktionsübergreifenden
Antrag zur Wiedergutmachung des Unrechts an Heimkindern von 1949 bis 1975.
Noch im Abschlussbericht des ,Runden Tisches' sei das Schicksal vieler
Menschen in Heimen der Behindertenhilfe nur in einer Fußnote erwähnt worden,
so der Behindertenbeauftragte. Er verwies darauf, dass es bei diesem
Beschluss aber nicht bleiben dürfe. "Wenn die Situation eintreten sollte,
dass ehemaligen Heimkindern eine Unterstützung versagt wird, weil sie in
einer Einrichtung der Behindertenhilfe waren, wäre dies absolut inakzeptabel",
verdeutlichte der Behindertenbeauftragte. Es komme jetzt entscheidend darauf
an, dass die Verantwortlichen Regelungen träfen, die behinderte Heimkinder
gegenüber anderen ehemaligen Heimkindern nicht benachteiligen, betonte
Hubert Hüppe.
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