Pressemitteilung des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung: Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderung im Wohnbereich wird teilweise weiter gefördert
Pressemitteilung Nr. 45/2011
24. November 2011
Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderung im Wohnbereich wird
teilweise weiter gefördert
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau wird in 2012 ein Darlehen für
barrierearme Umbauten anbieten, das sich an ihr bisheriges Programm
"Altersgerecht Umbauen" anlehnt, allerdings mit einer geänderten
Zinsvergünstigung. Darauf weist der Beauftragte der Bundesregierung für die
Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe hin. "Diese Entscheidung der
Kreditanstalt ist ein erster Schritt, um den positiven Weg
weiterzuverfolgen, der mit den auslaufenden Bundesmitteln zum barrierefreien
und -armen Wohnen eingeschlagen wurde. Weitere Schritte müssen folgen",
betonte Hubert Hüppe und verwies auf 60.000 Wohnungen und Einfamilienhäuser,
die mithilfe von Bundesmitteln seit April 2009 zu barrierearmen
Wohneinheiten umgebaut werden konnten. Die Unterstützung mit Bundesmitteln
laufe planmäßig Ende 2011 aus. Es sei allerdings erreicht worden, dass das
Programm "Altersgerecht Umbauen" nach dem Willen des Haushaltsausschusses
des Deutschen Bundestages im Haushaltsplan ohne den Zusatz "Abwicklung"
verbleiben soll, wenn auch zunächst ohne Mittel. Dies gäbe einen
Anknüpfungspunkt, um das Thema zukünftig wieder auf den Tisch zu bringen, so
der Beauftragte. "Der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum ist weiter sehr hoch
und wächst stetig. Derzeit gibt es weniger als 600.000 barrierearme
Wohnungen, in den nächsten Jahren wird es aber allein etwa 2,5 Millionen
Haushalte mit mobilitätseingeschränkten Senioren geben, die auf barrierearme
Wohnungen angewiesen sind. Der demographische Wandel darf nicht ignoriert
werden. Hinzu kommen viele jüngere Menschen mit Behinderungen, die
barrierefreien Wohnraum vergeblich suchen. Wer ein Wohnen von Menschen mit
Behinderung in den eigenen vier Wänden unterstützt und teure
Heimunterbringungen vermeiden möchte, der muss Barrierefreiheit in der
Wohnung und im Wohnumfeld vorantreiben", betonte der Beauftragte.
Herausgeber
Beauftragter der Bundesregierung
für die Belange behinderter Menschen
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