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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>14. Oct 2011 22:18

BAYER-Werk Berkeley: Belegschaft erkaempft verbesserten Tarifvertrag


14. Oktober 2011

Coordination gegen BAYER-Gefahren


BAYER-Werk Berkeley: Belegschaft erkämpft verbesserten Tarifvertrag
420 Beschäftigte / landesweite Unterstützung / Tarifverträge nur für 14% der
US-Belegschaft

Die Belegschaft des amerikanischen BAYER-Werks in Berkeley hat nach
monatelanger Auseinandersetzung einen deutlich verbesserten Tarifvertrag
durchgesetzt. Neben jährlichen Gehalts-Steigerungen von 3,1% über einen
Zeitraum von vier Jahren wurde eine Sicherung der Arbeitsplätze sowie eine
Begrenzung der Krankenversicherungskosten auf 18% des Gehalts erreicht. Von
der Regelung profitieren 420 Mitarbeiter. Ein erstes Angebot von BAYER war
von der Belegschaft mit großer Mehrheit abgelehnt worden.

Donal Mahon von der Gewerkschaft International Longshore and Warehouse Union
(ILWU) in einer Stellungnahme: äBayer macht, so wie viele andere
Unternehmen, Milliardenumsätze û aber damit sie den Arbeitern davon einen
Teil abgeben, benötigt man gewerkschaftliche Organisation, Proteste sowie
Druck von außerhalb und innerhalb der Werke.ô Mit dem Bluter-Präparat
Kogenate, das ausschließlich in Berkeley hergestellt wurde, machte die Firma
im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

Vor der Einigung hatte es Solidaritäts-Aktionen in Werken in den ganzen USA
gegeben. An der Kampagne beteiligten sich die International Association of
Machinists (IAM), die International Chemical Workers Union (ICWU/UFCW), die
United Steelworkers sowie der Gewerkschafts-Dachverband AFL-CIO. Die
Coordination gegen BAYER-Gefahren kooperiert seit zwei Jahren mit der ILWU.

Die Fabrik in Berkeley gehört zu den letzten amerikanischen BAYER-Werken, in
denen die Gewerkschaften noch vertreten sind. Obwohl die Fabrik
hochprofitabel ist und die Stadt Berkeley noch vor zwei Jahren Subventionen
in Millionenhöhe gewährt hatte, drohte der Konzern kürzlich mit einer
Auslagerung der Produktion. Im benachbarten Werk Emeryville hatte BAYER vor
wenigen Monaten die Entlassung von 540 Arbeitern angekündigt.

Zahlreiche BAYER-Werke mit gewerkschaftlicher Organisierung sind in den
letzten Jahren geschlossen worden. Nur noch 14% der US-Belegschaft von BAYER
besitzen Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen û gegenüber 90% in
Europa.


weitere Informationen:
· Die Stellungnahme der ILWU
a.. Berkeley: Entlassungen bei BAYER USA trotz hoher Steuergeschenke
b.. Emeryville: Bayer entlässt 540 Arbeiter
c.. neue website: Bayer Workers United


Aktionstag in Berkeley am 17. August


Solidaritätsaktion in Boston


Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)
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Twitter: twitter.com/BayerGefahren
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www.facebook.com/pages/Coordination-gegen-BAYER-Gefahren-CBG/127538777294665

Tel 0211-333 911, Fax 0211-333 940

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Beirat
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Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler, Frankfurt/M.
Prof. Jürgen Junginger, Designer (i.R.), Krefeld
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Dr. Janis Schmelzer, Historiker, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln
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