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ots.e-mail <ots.e-mail ät presseportal.de>11. Aug 2010 20:25

Fadenscheinig - Israel und die UN-Untersuchung zur Gaza-Hilfsflotte


Neue Westfälische (Bielefeld): Israel und die UN-Untersuchung zur
Gaza-Hilfsflotte Fadenscheinig INDRA KLEY

Bielefeld (ots) - Bei jedem Ereignis, das einer Aufklärung bedarf,
bedient man sich einer simplen Methode: Es werden diejenigen befragt,
die dabei gewesen sind.

Die israelischen Soldaten, die beim Überfall auf die Gaza-Hilfsflotte
beteiligt waren, dürfen allerdings nicht von den Vereinten Nationen
"verhört" werden, fordert der israelische Ministerpräsident Benjamin
Netanjahu. Damit ist die Untersuchung des Vorfalls sinnlos. Das weiß auch
Netanjahu.
Um die Beteiligung Israels am Militäreinsatz doch noch umzukehren, setzt
er auf die angeblich mit UN-Generalsekretär Ban Ki Mun abgesprochene
Vereinbarung. Warum? Weil er eine unabhängige Aufklärung der blutigen
Ereignisse des 31. Mai zu fürchten scheint. Denn an deren Ende müsste
Israel eventuell eingestehen, nicht richtig und rechtens gehandelt zu
haben.
Diese Angst ist berechtigt, gibt es doch bereits in den eigenen Reihen
Unklarheiten darüber, welche Wahrheit öffentlich kommuniziert werden
soll. Während Netanjahu das Vorgehen vor dem israelischen
Untersuchungsausschuss verteidigte und die Verantwortung für die
Umsetzung der Marineoperation an die Streitkräfte abschob, widersprach
Verteidigungsminister Ehud Barak seinem Vorgesetzten an gleicher Stelle
in wesentlichen Punkten. Was sollen dann junge Soldaten den UN-Ermittlern
erzählen?

Originaltext: Neue Westfälische (Bielefeld)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/65487
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_65487.rss2

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten ät neue-westfaelische.de
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