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 <boellstiftung ät boell.de>1. May 2008 00:00

NEUES AUS DER PERIPHERIE - ZWEI DEBATTEN

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## Ersteller / Origin: boellstiftung ät boell.de
(Datum/Date): 30.04.08


www.boell.de Berlin, 30.4.2008

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E I N L A D U N G

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Theaterfestival "Brasil em Cena 2008" (21.-31.5)
NEUES AUS DER PERIPHERIE - ZWEI DEBATTEN

Zwei Begleitveranstaltungen der Heinrich-Boell-Stiftung zum Theaterfestiva
l
Mo, 26.5 und Do, 29.05
Theater Hebbel am Ufer /HAU 3,
Tempelhofer Ufer 10, Berlin
Eintritt frei

Gefahr und Gewalt sind harte Realitaet fuer die Favelabewohner. Doch die
Favela
ist mehr: Sie ist Lebensraum fuer mehr als 1,5 Millionen Menschen in Rio
de Janeiro,
Ort intensiver sozialer und kultureller Begegnungen. Ein Alltag, der fuer
die meisten
mit der Herausforderung verbunden ist, am staatsbuergerlichen, politischen
, sozialen
und kulturellen Leben teilnehmen zu koennen.

Montag, 26.5.,
WENN DIE FAVELA FUeR SICH SELBST SPRICHT - Stimmen der Peripherie
19.00 Uhr: Filmvorfuehrung,
20.15 Uhr: Vortraege und Diskussion
(auf Portugiesisch mit Simultanuebersetzung)

mit
LUCIANA BEZERRA, Filmemacherin, Regisseurin und Schauspielerin, Rio de
Janeiro

CHRISTIANE RAMALHO, Journalistin, Rio de Janeiro

Christiane Ramalho hat im Rahmen des Projekts "Viva Favela" mit einer
Gruppe von
Reportern und Fotografen aus den Favelas versucht, deren Blick und Stimme
staerker
in die etablierten Medien einzubringen. Ramalho und Luciana Bezerra
berichten auf
dieser Veranstaltung von ihren Initiativen, die menschlich und kulturell
reiche Seite der
Favelas zu dokumentieren und diskutieren das Beziehungs- und Abhaengigkeit
sgeflecht
zwischen den Favelas und dem Rest der Stadt.

Donnerstag, 29.5.,
MILIZEN IN RIO DE JANEIRO - eine neue Bedrohung fuer die Favelas
19.00 Uhr: Vortrag und Diskussion
(auf Portugiesisch mit Simultanuebersetzung)

mit
CAROLINA IOOTY DIAS, Mitautorin der Studie "Milizen in Rio de Janeiro"

Dramatisch hohe Mord- und Kriminalitaetsraten gehoeren ebenso zum Alltag
in
Rio de Janeiro wie regelmaessige Feuergefechte zwischen Drogengangs oder
die
Meldungen ueber Menschenrechtsverletzungen bei Polizeieinsaetzen in den
Favelas.
Seit mehr als zwei Jahren machen "neue" Akteure von sich reden:
Paramilitaerische
Gruppen, sogenannte "Milizen", die sich vor allem aus ehemaligen oder
aktiven
Polizisten, Feuerwehrleuten und Militaers rekrutieren und sich ueber
Schutzgelder
und die Kontrolle des lokalen Handels finanzieren. Wurde in der brasilianis
chen
Presse zunaechst betont, dass es den Milizen gelungen sei, die Drogengangs
zu
vertreiben, wird juengst ueber deren Verstrickung mit dem "organisierten
Verbrechen"
berichtet.

Die Heinrich-Boell-Stiftung hat beim "Laboratório de Análise da
Violência" der
staatlichen Universitaet Rio de Janeiro (UERJ) in Zusammenarbeit mit der
Menschenrechtsorganisation "Justiça Global" eine Studie zu den "Milizen
in
Rio de Janeiro" in Auftrag gegeben. Fuer diese Studie werden u. a.
Interviews
mit Bewohnern durchgefuehrt - ein hochsensibles Vorhaben.

Weitere Informationen rund um das Theaterfestival "Brasil em Cena 2008"
finden
Sie unter www.hebbel-am-ufer.de

Fachkontakt: Icíar Oquiñena, Tel. 030-285 34 326, Iciar ät boell.de

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