Fwd: news: 10.12.2009
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*HPG bekennt sich zur Aktion in Tokat*
BEHD?NAN ? Das Hauptquartier der Volksverteidigungskräfte HPG, bekannte
sich zu der Aktion in Tokat, bei der 7 Soldaten, darunter ein
Stabsunteroffizier starben und drei Soldaten verletzt wurden. Die HPG
erklärte, dass der Angriff von einer Einheit, die zum Regionalkommando
Dersim gehört, auf eigene Initiative durchgeführt wurde. Die Aktion sei
ausdrücklich nicht auf Befehl des Hauptquartiers durchgeführt worden,
sondern aus Eigeninitiative; in dem Anspruch eine Aktion gegen die
andauernden Morde durch den türkischen Staat und die Verschlechterung
der Haftbedingungen von Abdullah Öcalan zu machen. Dieses Recht auf
Eigeninitiative wird jeder Einheit angesichts der aktuellen Lage von der
HPG zugebilligt.
Die HPG erklärte, dass dies eine Vergeltungsaktion war: ?Der türkische
Staat hat gegen unsere Einheiten, die auf Entscheidung unserer Bewegung
sich in einer Position der Inaktivität befinden, die Operationen mit
Vernichtungsabsicht verstärkt und die Unterdrückung der Bevölkerung, die
Ausgrenzung der demokratischen Institutionen und die Angriffe auf
unseren Vorsitzenden Öcalan haben, nicht abgenommenen, sondern zugenommen.
Im Zusammenhang mit den Operationen gegen unsere Guerilla der letzten
Zeit in Gabar und Cudi, der Ermordung des jugendlichen Aktivisten Ayd?n
Erdem in Amed und der auf unsere Führung angewandten
Vernichtungspolitik, hat obwohl das Hauptquartier keinerlei Befehl
gegeben hat, eine unserer Einheiten, die dem Regionalkommando Dersim
angehört, auf Eigeninitiative am 7. Dezember im Sazak Gebiet im Kreis
Tokat eine Vergeltungsaktion gegen eine Soldateneinheit durchgeführt,
bei der 1 Stabsunteroffizier und 6 Soldaten getötet und 3 Soldaten
verletzt wurden.
Die ganze Inaktivitätsphase lang haben unsere Einheiten den Angriffen
des Systems der türkischen Republik mit Geduld und Sensibilität
gegenübergestanden. Aber man soll zur Kenntnis nehmen, dass die
legitimen Verteidigungskräfte des kurdischen Volkes sehr aufmerksam die
Situation ihrer Führung [Abdullah Öcalan] und die staatlichen Morde
verfolgen und diesbezüglich sehr sensibel sind. Jede unserer Einheiten
hat das Recht zu diesen Angelegenheiten, also zu unserer Führung und den
Gefallenen, Eigeninitiativ zu handeln.?
Quelle: ANF, 10.12.2009, ISKU
*Polizei greift kurdische Großdemo in Wan an*
Um gegen die Verschlechterung der Haftbedingungen von Abdullah Öcalan
und die zunehmende Unterdrückungspolitik des türkischen Staates zu
protestieren, versammelten sich heute in Wan mehr als 50.000 Menschen.
Der riesige Demonstrationszug zog in Richtung Stadtzentrum. Die
Menschenmenge trug Bilder von Abdullah Öcalan und dem am Sonntag in
Diyarbak?r von der Polizei erschossenen Studenten Ayd?n Erdem. Sie
riefen Parolen wie: ?Die Behandlung von Öcalan bedeutet Krieg, wir
brauchen Frieden!? Es nahmen auch Abgeordnete der DTP und der
DTP-Bürgermeister von Wan teil.
Die Polizei griff die Demonstration mit Gasgranaten und Wasserwerfern
an. Im Tiefflug kreisten Kampfhubschrauber über der Demonstration. Die
DemonstrantInnen erwiderten den Angriff mit Steinen und Molotowcocktails.
Ein Demonstrant wurde von einem Panzer angefahren und schwer verletzt.
Mit zwei gebrochenen Beinen kam er in Krankenhaus.
Der DTP-Abgeordnete aus Wan, Özdal Üçer, der ebenfalls an der
Demonstration teilnahm, sagte, dass die Demonstration selbst sehr
besonnen war: ?Die Polizisten griffen einen friedlichen
Demonstrationszug an. Sie schossen mit Gasgranaten, schlugen Menschen
und verletzten Viele. Für die Eskalation sind alleine die
Sicherheitskräfte verantwortlich. Die Sicherheitskräfte haben provokativ
gehandelt.? Die Kämpfe in der Stadt dauern zur Stunde an.
Quelle: ANF, 10.12.2009, ISKU
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