Ein neuer Satellitenstaat (Belgien von Spaltung bedroht)
Newsletter vom 14.01.2011 - Ein neuer Satellitenstaat
BRÜSSEL/BERLIN (Eigener Bericht) - Deutsche Leitmedien dringen auf
eine Entscheidung über die Parzellierung Belgiens durch Abspaltung der
Provinz Flandern. Dem belgischen Staat weine "längst niemand mehr eine
Träne nach", heißt es in einer führenden deutschen Tageszeitung. Die
Bemühungen der flämischen Nationalisten um "Eigenstaatlichkeit" seien
gerechtfertigt und sinnvoll. Im Ausland wird prognostiziert, das
möglicherweise neu entstehende Staatsgebilde Flandern werde ein
"Satellitenstaat" Deutschlands sein. Tatsächlich ist Flandern
ökonomisch eng an die Bundesrepublik angebunden und sucht die
Anlehnung seit einiger Zeit zu intensivieren. Zuletzt hielt die
Universität Antwerpen ein "Deutschland-Jahr" ab, um ihre
Zusammenarbeit mit in Flandern tätigen deutschen Unternehmen
auszubauen. Unklar ist, was mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft
(DG) Ostbelgiens geschehen wird. Ihr Ministerpräsident hält einen
Anschluss an Deutschland für möglich. Politisch hat er die Kooperation
der DG mit der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren deutlich
vertieft; dies begünstigt Anschlusspläne.
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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57983