Indiens Premierminister unterstuetzt kontroverse Vedanta Mine
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
30. Juni 2010
_Indiens Premierminister unterstützt kontroverse Vedanta Mine_
Völlig überraschend hat sich der indische Premierminister Dr. Manmohan Singh
in das Genehmigungsverfahren für ein [1]weltweit umstrittenes Bergbauprojekt
eingeschaltet.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/indigene/dongria/sacredmountain#main
In einem Schreiben fordert Singh Indiens Ministerium für Umwelt und Wälder
dazu auf, die von [2]Vedanta Resources beantragte Mine auf den Niyamgiri
Bergen in Odisha zu genehmigen. Ohne offizielle Freigabe seitens der Behörde
kann das Bergbauprojekt nicht in Betrieb genommen werden.
Links:
2.
http://www.survivalinternational.de/about/vedanta
Die Mine wird verheerende Folgen für das indigene Volk der [3]Dongria Kondh
haben, welches in dem Gebiet lebt. Ein Angehöriger der Dongria wandte sich
an [4]Survival International und erklärte, "dass nur die Reichen von der
Mine profitieren. Wir dagegen werden zu Bettlern, während sich Vedanta durch
der Zerstörung unseres Berges und unserer Wälder bereichert." Die Dongria
Kondh wurden als das "echte Avatar-Volk" bekannt, da ihre Notlage viele
Parallelen zu der fiktiven Geschichte der Na#vi in James Camerons
Blockbuster aufweist.
Links:
3.
http://www.survivalinternational.de/indigene/dongria
4.
http://www.survivalinternational.de
Bereits Anfang des Jahres [5]beauftragte das Umweltministerium ein
Expertenteam mit der Überprüfung des Vorhabens von Vedanta. Dieses kam zu
dem Schluss, dass die Niyamgiri-Mine zur "Vernichtung der Dongria Kondh" als
indigene Gruppe führen könnte und warnte vor solch einem Ausgang.
Links:
5.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/5774
Das an der britischen Börse dotierte FTSE 100 Unternehmen Vedanta ist zur
Mehrheit im Besitz des Milliardärs [6]Anil Agarwal.
Links:
6.
http://www.survivalinternational.de/about/anilagarwal
Das Ministerium hat ein weiteres Expertenteam beauftragt Untersuchungen
durchzuführen. Berichten zufolge wird das Umweltministerium danach seine
Entscheidung bekannt geben. Dies wird aller Voraussicht nach mit der
Hauptversammlung Vedantas zusammenfallen, die am 28. Juli in London
abgehalten wird.
Im letzten Jahr [7]verurteilte die britische Regierung Vedantas Haltung und
ließ verlauten, dass Vedanta "die Rechte der Dongria Kondh nicht
respektiere" und dass "eine Änderung der Unternehmensstrategie
unerlässlich" sei. Aufgrund menschenrechtlicher Bedenken veräußerten einige
angesehene Investoren ihre Aktien - darunter die Church of England, die
norwegische Regierung und der Joseph Rowntree Charitable Trust.
Links:
7.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/5143
Survivals Direktor Stephen Corry fordert: "Der Premierminister sollte die
Rechte der verwundbarsten indischen Bürger schützen und nicht der
Verwirklichung eines Projektes beisteuern, welches laut Regierungsexperten
genau diese Bevölkerungsruppe zu zerstören droht."
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6154
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