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ots.e-mail <ots.e-mail ät presseportal.de>20. Aug 2009 21:13

Frauen in Afghanistan - Keine Wahl


WAZ: Frauen in Afghanistan - Keine Wahl. Kommentar von Gudrun Büscher

Essen (ots) - Zum zweiten Mal hatten die Menschen in Afghanistan
die Wahl. Das ist ein demokratischer Fortschritt. Immerhin. Er
offenbart, dass es in diesem Land mutige Menschen gibt, die sich von
den Taliban und anderen Extremisten nicht einschüchtern lassen,
obwohl sie wissen, dass die Wahl allein nicht viel bewirken kann -
vor allem für die Frauen nicht.

Ja, die mit westlicher Hilfe ausgearbeitete afghanische Verfassung
garantiert Männern und Frauen vor dem Gesetz die gleichen Rechte.
Aber sie ist ein Stück Papier. Mit der Lebenswirklichkeit der Frauen
hat sie nichts zu tun. Der vom Westen gestützte Karsai war schon fünf
Jahre Präsident, als das neue Familienrecht Gestalt annahm. Seit
Anfang des Jahres ist es Frauen nicht mehr erlaubt, das Haus ohne
Erlaubnis des Mannes oder Vaters zu verlassen. Die meisten
Afghaninnen, die weder lesen noch schreiben können, leben ein Leben
unter der Burka - im Verborgenen. Vom Vater oder Bruder häufig schon
vor der Pubertät mit einem Unbekannten zwangsverheiratet zu werden,
ist in Afghanistan kein Einzelschicksal. Eine Wahl haben die meisten
Frauen nicht.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion ät waz.de
Kommentare

Re: Frauen in Afghanistan - Keine Wahl

ahmad hussein annan <ann_2006 ät hotmail.de> am 14. Sep 2009 00:23 Uhr ( Kommentieren | Drucken | Download | Quelltext )

Am anfang der liberalen Revolution waren Frauen und Sklaven nicht
Wahlberechtigt, was mit dem Konzept Aristoteles ganz uebereinstimmt. Im
laufe der entwicklung wurden Waehler in den USA kulturell getestet, um
feststellen zu koennen, ob sie ueberhaupt Wahlfaehig sind. Spaeter wurde
betonnt; dass Wahlbeteiligung ein Selbstbestimmungsrecht sei, und soll
jedem per Verfassung garantiert werden. Trotzdem; blieb es aber ad factum;
dass informierte Waehler das Ziel und der Sinn jeder Demokratie sei. Daher
um Frauen eine aktive und nuetzliche beteiligung garantieren zu koennen,
Schulen und Universitaeten muessen zur Hilfe gerufen werden.

Sabine Ellersick schrieb am 20.08.09:

>
> WAZ: Frauen in Afghanistan - Keine Wahl. Kommentar von Gudrun Büscher
>
> Essen (ots) - Zum zweiten Mal hatten die Menschen in Afghanistan
> die Wahl. Das ist ein demokratischer Fortschritt. Immerhin. Er
> offenbart, dass es in diesem Land mutige Menschen gibt, die sich von
> den Taliban und anderen Extremisten nicht einschüchtern lassen,
> obwohl sie wissen, dass die Wahl allein nicht viel bewirken kann -
> vor allem für die Frauen nicht.
>
> Ja, die mit westlicher Hilfe ausgearbeitete afghanische Verfassung
> garantiert Männern und Frauen vor dem Gesetz die gleichen Rechte.
> Aber sie ist ein Stück Papier. Mit der Lebenswirklichkeit der Frauen
> hat sie nichts zu tun. Der vom Westen gestützte Karsai war schon fünf
> Jahre Präsident, als das neue Familienrecht Gestalt annahm. Seit
> Anfang des Jahres ist es Frauen nicht mehr erlaubt, das Haus ohne
> Erlaubnis des Mannes oder Vaters zu verlassen. Die meisten
> Afghaninnen, die weder lesen noch schreiben können, leben ein Leben
> unter der Burka - im Verborgenen. Vom Vater oder Bruder häufig schon
> vor der Pubertät mit einem Unbekannten zwangsverheiratet zu werden,
> ist in Afghanistan kein Einzelschicksal. Eine Wahl haben die meisten
> Frauen nicht.
>
> Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
> Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903
> Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2
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