China: Angriffe auf Schulen
China: Angriffe auf Schulen.
17.05.10
Es muss der Kern des Problems angegangen werden, die kapitalistische und imperialistische Gesellschaftsordnung, weltweit!
Von Reinhold Schramm
Juristikprofessor Li Yunlong erklärte, die Angreifer waren arbeitslose Männer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. "Strengere Strafen nützen nichts, da diese Leute keine Angst vor dem Tod haben, was sich auch darin zeigte, dass manche der Attentäter später auch Suizid begingen. Ihre Motive sind die Rache an der Gesellschaft und dem Offenlegen sozialer Probleme wie Arbeitslosigkeit und ungerechter Verteilung des Wohlstandes", erklärte Li Yunlong, der an der Jiangxi Provinzakademie der Sozialwissenschaften tätig ist. [1]
Der Gini-Koeffizient, der die Verteilung von Wohlstand in der Gesellschaft misst, liegt gegenwärtig in China bei 0,47; die kritische Grenze bei 0,4.
Li Shi, Professor für Armutsstudien, sagte, dass das Einkommen der reichsten zehn Prozent bereits 23 mal so hoch war, wie das der ärmsten zehn Prozent (bereits 2007). Die Differenz betrug 1989 noch das 7,3-fache.
Im Jahr 2009 lag das durchschnittliche Monatseinkommen auf dem Land bei 48 Euro, in der Stadt bei 159 Euro (Währungsumrechnung).
Laut staatl. Statistikamt liegt die Zahl der Wanderarbeiter bei 230 Millionen; davon 167 Mio. in der Stadt, ohne gesicherten Aufenthaltsstatus - und die Mehrheit (80%+) auch ohne soziale Absicherung (- analog auch nicht für ihre Kinder).
Die Einkommen von Vorständen* - auch in Staatsbetrieben - fallen um mehr als 128 Mal höher aus als das Mindesteinkommen (*soziale Basis für Porsche und BMW-'Familie Quandt').
Die hohe Korruptions- und Verbrechensrate in der antikommunistischen spezial- und sozialdemokratischen Regierungspartei, in der kapitalistischen Wirtschaft und im Staatsapparat, der hohe Anteil "illegaler Einkünfte", verschärfen die Situation zwischen Arm und Reich zusätzlich. Bereits vor der offiziellen Finanz- und Wirtschaftskrise, nach einer wissenschaftlichen Studie in der VR China (und 'nicht vom "Central Intelligence Agency") aus dem Jahr 2007 zufolge wurden alleine in diesem Jahr 4,8 Billionen Yuan (rund 480 Milliarden Euro!) am Fiskus vorbei unterschlagen.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2000, gehörten 75 Prozent der "versteckten Einkünfte" zur hohen Einkommenskategorie. Diese unterschlagenen 'Einkünfte und Einkommen' fallen besonders hoch bei kapitalistischen und imperialistischen (nationalen und internationalen) Handelsmonopolen aus; dazu zählen elektronische Informationen, Öl, Finanzen und Tabak; aber auch Branchen wie Immobilienhandel, Wertpapierhandel und Kohleminen etc.
Quelle: [1] Tageszeitung China Daily / China.org.cn - am 16.05.2010.
Wen Jiabao möchte Auslöser für Angriffe auf Schulen angehen.
http://german.china.org.cn/fokus/2010-05/16/content_200511284.htm
Empfehlung:
Renate Dillmann: China. Ein Lehrstück über alten und neuen Imperialismus, einen sozialistischen Gegenentwurf und seine Fehler, die Geburt einer kapitalistischen Gesellschaft und den Aufstieg einer neuen Großmacht. [Imperialismus]
VSA: Verlag Hamburg 2009.
Quelle: scharf-links, 17.5.10
http://www.scharf-links.de/44.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=10305&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=acc7ff661e
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