Traeger des Alternativen Nobelpreises appellieren an Botswanas Regierung
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
3. September 2010
_Träger des Alternativen Nobelpreises appellieren an Botswanas Regierung _
Über 30 Preisträger des _Right Livelihood Award_ (auch als "Alternativer
Nobelpreis" bekannt) fordern in einem offenen Brief an Botswanas Präsident
Ian Khama dazu auf, den [2]indigenen Buschleuten Botswanas Zugang zu Wasser
zu gewähren.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6434
2.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute
Der Aufruf erscheint nur wenige Tage vor einem [3]Treffen der Preisträger in
Bonn zum 30. Jubiläum des Right Livelihood Award, und wenige Wochen nach
der Aufnahme von Wasser als Menschenrecht durch die Vereinten Nationen.
Links:
3.
http://www.kurswechseln.de/konferenz.html
_Repräsentanten von Survival International, ausgezeichnet mit dem
Alternativen Nobelpreis 1989, stehen zwischen dem 14.-19. September bei der
Konferenz in Bonn für Interviews zur Verfügung. Kontakt:
[4]presse ät survivalinternational.de oder (+49) (0) 30 72 29 31 08_
Links:
4. mailto:presse ät survivalinternational.de
In ihrem Brief beschreiben die Preisträger das Handeln der Regierung als
"unentschuldbar" und drängen darauf "den Buschleuten den [5]Zugang zu Wasser
auf ihrem Land zu erlauben und mit ihnen zusammen zu arbeiten, um eine
nachhaltige Zukunft für alle zu sichern (...) Ohne Zugang zu Wasser, ein
grundlegendes Menschenrecht müssen sie kämpfen, um ihre Lebensweise auf
ihrem angestammt Land aufrecht zu erhalten."
Links:
5.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/water#main
2002 wurden die Buschleute von der Regierung Botswanas von ihrem Land
vertrieben und in Lagern außerhalb des Reservats angesiedelt. Mit der Hilfe
von [6]Survival International brachten sie ihren Fall vor das Botswanas
Obersten Gerichtshof und erwirkten vier Jahre später eine
Grundsatzentscheidung: Das Gericht stellte das Recht der Buschleute auf ein
Leben im Reservat fest. 2005 wurde die Organisation der Buschleute, die
[7]First People of the Kalahari, für den Kampf um ihre Rechte mit dem
Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.
Links:
6.
http://www.survivalinternational.de
7.
http://www.iwant2gohome.org
Trotz der [8]Entscheidung des Obersten Gerichts von 2006, lehnt es die
Regierung ab den Buschleuten zu erlauben einen Brunnen in Betrieb zu nehmen,
der während der Vertreibungen 2002 von ihr versiegelt wurde. Um an Wasser zu
gelangen, müssen die Buschleute nun beschwerliche Reisen von bis zu mehreren
hundert Kilometern auf sich nehmen.
Links:
8.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/prozess#main
Im Gegensatz zur strikten Politik gegenüber den Buschleuten, wurden durch
die Regierung neue Brunnen für Wildtiere in dem Reservat gebohrt. Dem
Reiseunternehmen [9]Wilderness Safaris wurde zudem erlaubt, ein Luxus-Camp
mit Swimmingpool auf dem Land der Buschleute zu errichten. Gegenwärtig wird
auch diskutiert eine [10]Schürflizenz für eine Diamantenmine auf dem Land
der Buschleute auszugeben. Bedingung hierfür ist unter anderem, dass durch
das Diamantenunternehmen kein Wasser für die Buschleute bereitgestellt
werden darf.
Links:
9.
http://www.survivalinternational.de/about/wilderness-safaris
10.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6209
Im Juli hatte das Oberste Gericht den [11]Antrag der Buschleute auf eine
Nutzungserlaubnis für den Brunnen abgelehnt. Der Richter bestätigte die
Argumentation der Regierung, wonach, "die Buschleute die Unannehmlichkeiten,
die sie erleiden müssen, selbst zu verschulden haben."
Links:
11.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6258
Der Sprecher der Buschleute, Jumanda Gakelebone, sagte: "Wir sind allen
Preisträgern dankbar für ihre Hilfe. Khama sollte wissen, dass viele
Menschenrechtsaktivisten auf der ganzen Welt auf Botswana schauen."
_Text des offenen Briefes:_
_Sehr geehrter Präsident Khama,_
wir, die Unterzeichner, allesamt Preisträger des "Alternativen
Nobelpreises", sind in großer Sorge um das Wohlergehen unserer Freunde und
Mitpreisträger, der Buschleute der Central Kalahari Game Reserve. Ohne
Zugang zu Wasser, ein grundlegendes Menschenrecht, müssen sie kämpfen, um
ihre Lebensweise auf ihrem angestammten Land aufrecht zu erhalten.
Alles was die Buschleute wollen ist die Möglichkeit ein Bohrloch zu nutzen,
welches sie vor ihrer illegalen Vertreibung von ihrem Land nutzten. Ihnen
dies zu verweigern ist unentschuldbar.
Wir bitten Sie dringend, den Buschleuten den Zugang zu Wasser auf ihrem Land
zu erlauben und mit ihnen zusammen zu arbeiten, um eine nachhaltige Zukunft
für alle zu sichern. In den Worten von Roy Sesana: "Wir sind nicht für uns
hier. Wir sind füreinander da, für unsere Kinder und unsere Enkel."
Mit freundlichen Grüßen,
Ibrahim Abouleish (Ägypten)
Marcos Aran, International Baby Food Action Network (Mexiko)
András Biró/Hungarian Foundation for Self-Reliance (Ungarn)
Carmel Budiardjo (UK)
Tony Clarke (Kanada)
Erik Dammann/The Future in Our Hands (Norwegen)
Hans-Peter Duerr (Deutschland)
Samuel Epstein (USA)
Anwar Fazal (Malaysia)
Festival Internacional de Poesía de Medellín (Kolumbien)
Johan Galtung (Norwegen)
Wes Jackson/The Land Institute (USA)
Katarina Kruhonja (Kroatien)
Ida Kuklina/The Committee of Soldiers - Mothers of Russia (Russland)
Manfred Max-Neef (Chile)
Pat Mooney (Kanada)
Alice Tepper Marlin (USA)
Movement for the Survival of the Ogoni People (Nigeria)
Nicanor Perlas (Philippinen)
Raúl Montenegro (Argentinien)
Juan Pablo Orrego/ Grupo de Acción por el Biobío (Chile)
Kerala Sastra Sahitya Parishad (Indien)
Right Livelihood Award Foundation (Schweden)
Mycle Schneider (Frankreich)
Suciwati, wife of late Munir (Indonesien)
Hannumappa Sudarshan, VGKK (Indien)
Vesna Terselic (Kroatien)
Trident Ploughshares (UK)
John F. Charlewood Turner (UK)
Judit Vásárhelyi, on behalf of Duna Kör (Ungarn)
Alla Yaroshinskaya (Russland)
[12]Laden Sie hier den Brief herunter
Links:
12.
http://assets.survivalinternational.org/documents/420/100903_RLA_Letter_Botswana.pdf
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6434
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_E-Mail: _[14]presse ät survivalinternational.de
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14. mailto:presse ät survivalinternational.de
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