Tourismus in Botswana: Survival fordert Boykott
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
27. September 2010
_Tourismus in Botswana: Survival fordert Boykott _
[1]
[2]Survival International, die Menschenrechtsorganisation für indigene
Völker, ruft Touristen zum Boykott gegen Botswana auf. Hintergrund ist die
brutale Verfolgung der indigenen Kalahari Buschleute durch die Regierung.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6514
2.
http://www.survivalinternational.de
Der Aufruf fällt auf den Welttourismustag am 27. September, an dem Botswana
mit "kultureller Vielfalt und freundlichen Menschen" um Besucher wirbt.
Die Regierung Botswana versucht seit über 31 Jahren die [3]Buschleute, die
ersten Bewohner des Landes, von ihrem angestammten Land im Central Kalahari
Game Reserve zu vertreiben. Einige der Buschleute wurden wiederholt aus
ihrer Heimat im Reservat in Umsiedlungslagern gebracht.
Links:
3.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute
Obwohl die indigenen Buschleute ihren [4]Anspruch auf Rückkehr in das
Reservat rechtlich durchsetzen konnten, versucht die Regierung sie durch
Lebensmittelverknappung zu vertreiben: Den Buschleuten wird der [5]Zugang zu
Wasser (sie dürfen ihren bisherigen Brunnen nicht länger nutzen) und Essen
(sie dürfen nicht jagen) versagt.
Links:
4.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/prozess#main%20
5.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/water#main
Botswanas Regierung wurde [6]von den Vereinten Nationen kritisiert - der UN
Sonderbeauftragte für indigene Völker fand, dass die Buschleute "harten und
lebensbedrohlichen Bedingungen ausgesetzt" sind. Auch die
Menschenrechtskommission der Afrikanischen Union kritisierte Botswanas
Politik.
Links:
6.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/5767
Während die Regierung den Buschleuten Essen und Wasser versagt, fördert sie
den Tourismus in dem Reservat - [7]Wilderness Safaris hat ein Luxusressort
mit Schwimmingpool eröffnet - und wird voraussichtlich eine [8]Lizenz zum
Diamantenabbau in einer der Gemeinden der Buschleute vergeben.
Links:
7.
http://www.survivalinternational.de/about/wilderness-safaris
8.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/diamanten#main
Botswanas Präsident Ian Khama, Vorstandsmitglied der Naturschutzorganisation
Conservation International und mit persönlichen Beziehungen zu Wilderness
Safaris, hat die Lebensweise der Buschleute als [9]"archaischen Fantasie"
beschrieben. Andy, Payne, Geschäftsführer von Wilderness Safaris sagte:
"Jedes Mitglied der Buschleute das ein Glas Wasser will, kann ein Glas
Wasser bekommen."
Links:
9.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/4032
Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: "Es ist offensichtlich, dass
Botswanas Präsident den Buschleuten nie verziehen hat, dass sie auf ihr
angestammtes Land zurückgekehrt sind. Nun stellt er sicher, dass sie
unaufhörlich belästigt werden. In der Zwischenzeit sitz er im Vorstand von
Conservation International und das Land erhält Applaus für seine
Naturschutz- und Tourismusindustrie. Touristen müssen sich entscheiden, ob
sie wirklich die Zerstörung von Afrikas Buschleuten unterstützen wollen."
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6514
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