Reiseunternehmen erhaelt Preis trotz Missachtung von Menschenrechten
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
16. September 2010
_Reiseunternehmen erhält Preis trotz Missachtung von Menschenrechten_
Der umstrittene Reiseanbieter [2]Wilderness Safaris hat den Tourismuspreis
_World Savers Award_ erhalten. Das Unternehmen hatte Kontroverse ausgelöst,
als es ein Luxus-Camp mit Swimmingpool auf dem Land der Kalahari Buschleute
errichtete, welche seit Jahren um ihr Recht auf Wasserversorgung kämpfen.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6466
2.
http://www.survivalinternational.de/about/wilderness-safaris
Wilderness Safaris betreibt seit 2009 ein Camp im Central Kalahari Game
Reserve in Botswana, ohne die [3]indigenen Buschleute zu dem Vorhaben auf
ihrem Land befragt zu haben. Teil der Anlage sind auch eine Bar und ein
Swimmingpool für Gäste. Den Buschleuten selbst wird in ihrem Reservat die
[4]Nutzung eines Brunnens untersagt, auf den sie zur Wasserversorgung
angewiesen sind.
Links:
3.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute
4.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/water#main
Auf Kritik von [5]Survival International reagierte Wilderness Safaris mit
der Aussage, dass es den Indigenen in dem Reservat kein Wasser zur Verfügung
stellen könne: Wilderness "ist kein Wasserversorger und sein Geschäftsmodell
ist nicht robust genug um diese Verantwortung zu übernehmen." Dennoch baute
das Unternehmen erst kürzlich Wasserpumpen für Wildtiere in Simbabwe und gab
an, es sei "erfreulich zu sehen, wie sie ihren Durst an dem neuen Wasser
stillen."
Links:
5.
http://www.survivalinternational.de
Die Regierung Botswanas untersagt den Buschleuten die Nutzung eines
Brunnens, der versiegelt wurde als sie die Buschleute 2002 aus ihrem
Reservat vertrieb. 2006 bestätigte der Oberste Gerichtshof das [6]Recht der
Buschleute in dem Reservat leben zu dürfen. Dennoch [7]untersagt die
Regierung ihnen den Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen und zwingt sie so,
lange Strecken zurückzulegen, um Wasser von außerhalb des Reservates zu
beschaffen.
Links:
6.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/prozess#main
7.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6258
Der Neffe des Präsidenten Botswanas und sein persönlicher Anwalt sitzen im
Vorstand von Wilderness Safaris.
Wilderness Safaris gewann einen Preis in der Kategorie Gesundheit und wird
im Oktober auf [8]Condé Nast Travelers World Savers Kongress in Singapur
geehrt werden.
Links:
8.
http://www.concierge.com/cntraveler/articles/502993
"Reiseanbietern darf es nicht länger erlaubt sein, die Rechte indigener
Völker, auf deren Land sie Hotels und Camps bauen, mit Füßen zu treten. Es
ist nicht gut genug die Verantwortung auf Regierungen abzuwälzen als ob es
nichts mit Unternehmen zu tun hätte: dies sind die Argumente die seit
Jahrzehnten benutzt werden um indigenen Völker ihre Lebensgrundlage zu
nehmen. Tourismus hat keinen Platz an Orten wie dem Reservat der Buschleute
in Botswana, während die Buschleute gegen ihren Willen von dort vertrieben
werden," sagte Stephen Corry, Direktor von Survival.
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6466
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