Proteste bei internationaler Tourismusmesse in Madrid
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
24. Januar 2011
_Proteste bei internationaler Tourismusmesse in Madrid_
Besucher der internationalen Tourismusmesse FITUR in Madrid wurden am
Samstag von Demonstranten der Menschenrechtsorganisation [2]Survival
International begrüßt, die einen [3]Boykott von Reisen nach Botswana
fordern.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6893
2.
http://www.survivalinternational.de
3.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6514
Die Demonstranten lehnen die Behandlung der [4]Gana und Gwi "Buschleute"
durch die Regierung Botswanas ab. Sie protestierten neben dem Stand von
Botswanas Tourismusorganisation. Mit Schildern forderten sie "Botswanas
Tourismus boykottieren" und "Rettet die Buschleute".
Links:
4.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute
Survival hat zu einem Boykott von Reisen nach Botswana und Diamanten aus
Botswana aufgerufen, solange die indigene Bevölkerung nicht in Frieden auf
ihrem angestammten Land im Central Kalahari Game Reserve (CKGR) leben kann.
Sie werden seit über 13 Jahren von der Regierung Botswanas verfolgt. 2002
wurden sie gewaltsam von ihrem Land vertrieben um Platz für den [5]Abbau von
Diamanten zu schaffen. ...
Links:
5.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/diamanten#main
Im Dezember 2006 entschied [6]das Oberste Gericht Botswanas in einer
Grundsatzentscheidung, dass die Vertreibung durch die Regierung illegal und
verfassungswidrig war und die Buschleute das Recht zur Rückkehr auf ihr Land
haben. Vier Jahre später macht die Regierung den Indigenen jedoch das Leben
im Reservat immer noch unmöglich, indem sie ihnen das Jagen und den
[7]Zugang zu ihrer Wasserquelle untersagt: einen Brunnen der versiegelt
wurde um die Buschleute von ihrem Land zu vertreiben.
Links:
6.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/prozess#main
7.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/water#main
Momentan [8]klagen die Buschleute erneut vor Gericht um Zugang zu dem
Brunnen zu erhalten. Die Regierung fördert währenddessen den Tourismus im
Reservat und hat dem [9]Reiseanbieter Wilderness Safaris die Eröffnung einer
Luxus-Safari-Lodge auf dem Land der Buschleute erlaubt - inklusive
Swimmingpool.
Links:
8.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6836
9.
http://www.survivalinternational.org/ueber/wilderness-safaris
Die Behandlung der Buschleute durch die Regierung wurde unter anderem von
der Afrikanischen Menschenrechtskommission ACHPR heftig kritisiert. Der UN
Sonderberichterstatter für indigene Völker hat die Bedingungen unter denen
die Buschleute aufgrund des Wassermangels leben als [10]"hart und
lebensbedrohlich" beschrieben.
Links:
10.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/5767
Ein Sprecher von [11]Survival International, der an dem Protest teilnahm,
sagte: "Keiner, dem Menschenrechte etwas bedeuten, sollte nach Botswana
reisen. Jene, die es doch tun, sollten wissen, dass sie eine Regierung
unterstützen die von der Zerstörung der letzten als Jäger lebenden
Buschleute im südlichen Afrika profitiert. Sobald die Buschleute mit
Fairness und Menschlichkeit behandelt werden - und nicht früher - werden wir
unsere Kampagne beenden, ein für allemal."
Links:
11.
http://www.survivalinternational.de
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6893
_________________________________________________________________
_Für mehr Informationen und Bildmaterial, oder für die Verwendung des
angehängten Bildes, kontaktieren Sie bitte: _
Linda Poppe
_Tel.: _(+49) (0)30 72 29 31 08
_E-Mail: _[13]presse ät survivalinternational.de
Links:
13. mailto:presse ät survivalinternational.de
Survival Deutschland
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
oder Alice Bayer (in London):
_Tel.: _(+44) (0) 20 7687 8710
_E-Mail: _[14]presse ät survivalinternational.de
Links:
14. mailto:presse ät survivalinternational.de
Survival International ist eine weltweit aktive
Nicht-Regierungsorganisation, die sich für die Rechte von indigenen Völkern
einsetzt.