Botswanas Praesident aeussert sich rassistisch ueber Kalahari Buschleute
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
13. Dezember 2010
_Botswanas Präsident äußert sich rassistisch über Kalahari Buschleute_
Botswanas Präsident hat die [2]Buschleute der Kalahari am Freitag
überraschend als "urzeitlich," "primitiv" und "zurückgeblieben" beschrieben.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6763
2.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute
Bei einer Rede vor der größten Diamantenmine Botswanas, warf Präsident Khama
den Buschleuten vor, ein "Leben von Zurückgebliebenheit,""ein primitives
Leben von Entbehrungen neben den Tieren" und einen "urzeitlichen Lebensstil
aus einer längst vergangene Ära des Elends und der Erniedrigung" zu führen.
Khama warf zudem [3]Survival International vor, "eine Kampagne aus Lügen und
Desinformation zu führen" und bezeichnete die Menschenrechtsorganisation als
"Straßenräuber." Seine Kommentare folgten einem [4]Aufruf von Survival,
Botswanas Tourismus- und Diamantenindustrie aufgrund der Behandlung der
Buschleute zu boykottieren. Präsident Khama ist Vorstandsmitglied der US
Naturschutzorganisation [5]Conservation International.
Links:
3.
http://www.survivalinternational.de
4.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6644
5.
http://www.conservation.org
2002, während Khama Vizepräsident war, vertrieb die Regierung Botswanas die
Buschleute gewaltsam von ihrem angestammten Land; diese Maßnahme wurde
später von Botswanas Oberstem Gerichtshof als [6]unrechtmäßig und
verfassungswidrig bezeichnet. Das Gericht sprach den Buschleuten das Recht
zu, auf ihrem angestammten Land zu leben.
Links:
6.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/prozess#main
Trotz der Gerichtsentscheidung hindert Khamas Regierung die Indigenen
weiterhin daran auf ihrem Land zu leben. Sie hat ihnen den [7]Zugang zu
einem Brunnen untersagt auf den die Buschleute angewiesen sind und dennoch
dem Reiseunternehmen [8]Wilderness Safaris die Genehmigung für eine
Luxus-Lodge mit Pool auf dem Land der Gana Buschleute erteilt. Mehr als
25.000 Menschen aus aller Welt haben inzwischen [9]Survivals Petition
unterzeichnet, in der Wilderness Safaris aufgerufen wird die Lodge vom Land
der Buschleute zu entfernen.
Links:
7.
http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/water#main
8.
http://www.survivalinternational.de/ueber/wilderness-safaris
9.
http://www.survivalinternational.de/wilderness
Während die Buschleute erneut [10]gerichtliche Hilfe suchen um Zugang zu
ihrem Brunnen zu erlangen, verhandelt die Regierung mit dem Unternehmen Gem
Diamonds über eine Lizenz zum Diamantenabbau auf dem Land der Buschleute.
Links:
10.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6425
Khama hatte schon einmal den Lebensstil der Buschleute als "archaische
Fantasie" bezeichnet, eine Ansicht die von [11]vielen Mitgliedern seiner
Regierung geteilt wird. Botswanas Minister für Tourismus und Umwelt sagte
letzten Monat in einem Interview mit der BBC, dass er sich nicht vorstellen
kann, "dass Sie ihresgleichen zusehen wollen würden, wie sie aus freier Wahl
im finsteren Mittelalter am Ende der Welt leben, während Sie wissen, dass
die Welt sich weiter entwickelt hat und so technologisch geworden ist." Der
Vizepräsident äußerte sich mit der Frage, warum die Buschleute "weiterhin
mit Flora und Fauna leben müssen," wenn es doch "bessere Dinge im Leben zu
genießen gibt, wie etwa Cadillac zu fahren."
Links:
11.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6670
Survivals Direktor Stephen Corry sagte: "Viele Staaten haben Gesetze um
Menschen davon abzuhalten, andere Menschen und ihren Lebensstil zu
beleidigen. Es gibt hier böse Echos von Überlegenheit gegenüber einem
anderen Volk, die in einer modernen Demokratie keinen Platz haben. Es ist
Khamas Denken das "zurückgeblieben" ist, nicht die Buschleute."
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http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6763
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