CL Startseite
Termine
Über uns
Das /CL-Netz
KuNM e.V.
Uns unterstützen
Impressum
Teilnehmen
Anmelden
Schreiben
Angenehmer lesen
RSS
Kontakt
/CL bei G+
Links
/CL-Netz Online-Medien Radio Fernsehen Zeitungen & Zeitschriften Wissen Mehr Links
Auswahl: [Wirtschaft]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>21. Nov 2011 23:16

Grosszuegiges Geschenk: Konzerne werden bei Netzgebuehren entlastet


Lausitzer Rundschau: Großzügiges Geschenk Konzerne werden bei
Netzgebühren entlastet

Cottbus (ots) - Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben.
Erneuerbare Stromquellen müssen erst noch in großem Stil ausgebaut
und nutzbar gemacht werden. Dazu gehört auch die Erweiterung der
Netze. Die Gesamtkosten fließen zwangsläufig in den Strompreis ein.
Allerdings sollte es bei der ganzen Operation auch gerecht zugehen.
Diesen schönen Vorsatz hat die Bundesregierung klar missachtet.
Während Großkonzerne etwa in der Metall-, Chemie und
Baustoffindustrie kaum oder gar keine Netzgebühren zahlen, müssen
kleinere Unternehmen und private Verbraucher umso stärker bluten.
Warum eigentlich? Sicher, wenn die Stromkosten steigen, dann hat das
auch Einfluss auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher
Firmen. Dieser Umstand darf aber nicht als Totschlagargument
herhalten, um stromintensive Betriebe mit überzogenen Geschenken zu
bedenken. Immerhin sollen sie rückwirkend zum 1. Januar von den
Netzentgelten befreit werden.
Dabei haben die Energiefresser ihre Strom-Kontingente schon im Vorjahr
eingekauft. Zu einer Zeit also, als der Atomausstieg noch gar nicht
spruchreif war.
Hinzu kommt, dass, wer viel verbraucht, schon jetzt weitgehend von der
Ökosteuer und anderen Zusatzkosten verschont wird. Dieses Prinzip ist
grundsätzlich fragwürdig. Ebenso gut könnten Autofahrer fürs Benzin umso
weniger bezahlen, je mehr sie davon benötigen.
Absurd, nicht wahr?
Gänzlich unmissverständlich bleibt, warum die FDP diesem Gesetz
zugestimmt hat. Eine Partei, die sonst bei jeder Gelegenheit das Fähnlein
des Mittelstands hoch hält. Auch der muss die großzügige Geste gegenüber
den Konzernen mitfinanzieren.
Eine sinnvolle Verteilung der Lasten sieht anders aus.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik ät lr-online.de
Kommentare
Bisher keine Antworten oder Kommentare.
Auswahl: [Wirtschaft]