Sabine Ellersick <S.ELLERSICKätNADESHDA.org>12. Nov 2011 23:16
[steuerflucht] Infodienst 29/11
**Infodienst der Kampagne StoppSteuerflucht Nr. 29/ 11
9.11. 2011
Redaktion: Detlev von Larcher
***nfos zu An- und Abbestellung am Ende der Mail*
1. Banken müssen zerlegt werden
2. Die Macht der Wirtschaftsbosse
3. Steuerpläne der Koalition umstritten
4. EZB und Staatsanleihen
5. Banken verschärfen Krise durch Anleiheverkäufe
6. Zentralbankebn sollten Staaten finanzieren
7. Crédit Suisse gibt Kundendaten heraus
*1. Wenn Bankenrettung zum Zwang wird*
Der ewige Fluch des "Too big to fail": Wissenschaftler warnen, dass die
Politik Großbanken überhaupt nicht pleitegehen lassen kann - weil die
Folgeschäden für den Rest der Wirtschaft einfach zu groß wären.
Neue Studien belegen, wie stark sich Wirtschaftsmacht bei wenigen
Managern und Unternehmern konzentriert. Der Kern des deutschen
Manager-Netzwerks ist seit fast 20 Jahren stabil. Sie kontrollieren die
mächtigsten Firmen.
Die Steuerpläne der schwarz-gelben Koalition bringen den Bürgern nur
eine Mini-Entlastung, reißen aber ein Milliardenloch in den
Bundeshaushalt. Das stößt nicht nur bei der Bundesbank auf Kritik.
Sollte die EZB Staatsanleihen von Krisenstaaten kaufen? Der belgische Ökonom
Paul de Grauwe entwickelt einen radikalen Plan: Die Notenbank solle auch auf
den Bondmärkten stets als "lender of last resort" agieren.
Die Geldhäuser bereinigen ihre Bestände. Dabei nehmen sie sogar Verluste in
Kauf, um vom Markt nicht mehr bestraft zu werden. Das belastet die ohnehin
gebeutelten Bonds noch mehr. Mitverantwortlich ist auch die Politik.
Die EZB soll nicht die Schulden von Staaten finanzieren, sagen Kritiker -
diese Scheinheiligen wollen aber in Wahrheit nur, dass Privatbanken weiter
als Mittler daran verdienen können. von Lucas Zeise
Die Kunden haben nun zwei Möglichkeiten. Entweder stimmen sie schriftlich der
Übergabe der Daten an die Schweizer Steuerbehörden zu, die sie dann an ihre
US-Kollegen weiterreicht. Oder sie können einen Schweizer Rechtsanwalt
beauftragen, die Datenübergabe anzufechten. Gemäß US-Recht müssen die Kunden
dann aber das Justizministerium über diesen Schritt informieren und damit die
eigene Identität preisgeben. (Reuters)
*Infodienst der Attac-Kampagne Stopp Steuerflucht*