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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>30. Jun 2008 18:34

Fuenfhundert Abgeordnete fordern Weltparlament

MEDIENMITTEILUNG

Montag 30. Juni 2008


*Fünfhundert Abgeordnete fordern Weltparlament*

Berlin. Über 500 Parlamentsmitglieder aus mehr als 80 Ländern haben sich
einer internationalen Kampagne für die Einrichtung einer
Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen, abgekürzt UNPA,
angeschlossen. "Diese positive Resonanz zeigt, dass gewählte Abgeordnete
die Notwendigkeit einer Volksvertretung auf Weltebene sehen und jetzt
auch aktiv werden wollen", sagte *Andreas Bummel*, Leiter des
Sekretariats der UNPA-Kampagne in Berlin.

Die Parlamentarier sind davon überzeugt, dass es für eine Lösung der
ökonomischen und ökologischen Probleme der Welt erforderlich ist, dass
"die Menschen und Völker der Erde in gemeinsamer Anstrengung
zusammenwirken". Ein gemeinsamer Aufruf der Abgeordneten empfiehlt
"demokratische Mitwirkung und Repräsentation schrittweise auch auf der
globalen Ebene umzusetzen". "Das Mittel, um dies zu erreichen, ist ein
gewähltes Gremium bei der UNO", so *Fernando Iglesias*, Abgeordneter aus
Argentinien und Mitglied des Lateinamerikanischen Parlaments.

Die Kommission für Politische Angelegenheiten des Lateinamerikanischen
Parlaments hat sich Mitte des Monats in einer Deklaration für den
Vorschlag ausgesprochen. Unterstützung gibt es zudem vom Europäischen
Parlament, von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, vom Pan-
Afrikanischen Parlament und dem Auswärtigen Ausschuss des kanadischen
Unterhauses. "Die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei der
UNO wäre ein wichtiger Schritt, um die UNO näher an die Bürger der Welt
zu bringen", kommentierte der Präsident der Parlamentarischen Versammlung
des Europarates, *Luís Maria de Puig*.

"Ein Parlament bei der UNO würde das UN-System stärker in die
Verantwortung nehmen und dafür sorgen, dass stärker auf die kollektiven
Bedürfnisse und Rechte der Bürger dieser Welt eingegangen wird", sagte
der kanadische Senator *Roméo Dallaire*, ehemals Kommandeur der UN-
Mission in Rwanda, UNAMIR.

"Über gewählte Vertreter würde die neue Versammlung den gewöhnlichen
Menschen in internationalen Fragen eine Stimme geben. Das würde eine neue
Dynamik in die UNO bringen. Vielen Regierungen wäre das vielleicht nicht
unrecht", so *Amadi Bethel*, Abgeordneter der Regierungspartei im
nigerianischen Repräsentantenhaus.

"Die breite Unterstützung, der der Aufruf von gewählten Volksvertretern
in aller Welt bekommen hat ist ein wichtiger Meilenstein. Wir werden nun
unsere Bemühungen verstärken, auch die Parlamente selbst an Bord zu
bekommen", erklärte die belgische Senatorin und ehemalige
Parlamentssprecherin *Anne-Marie Lizin*.

Eine UNPA könnte zunächst ohne Reform der UN-Charta als beratendes Organ
eingerichtet werden. Anfangs könnte sie aus nationalen und regionalen
Abgeordneten bestehen und später direkt gewählt werden.

FÜR KONTAKTDATEN UND WEITERE INFORMATIONEN BITTE HERUNTERLADEN:
Englisch: http://www.unpacampaign.org/documents/en/200806release.pdf
Deutsch: http://www.unpacampaign.org/documents/de/200806release.pdf
Spanisch: http://www.unpacampaign.org/documents/es/200806release.pdf
Französisch: http://www.unpacampaign.org/documents/fr/200806release.pdf

Kampagne für ein Parlament bei den Vereinten Nationen
International Secretariat: c/o Committee for a Democratic U.N.
Erkelenzdamm 59-61, 10999 Berlin, Germany
Phone +49 [0]6131-627 8376
Fax +49 [0]1803-551 800 539
contact ät unpacampaign.org
www.unpacampaign.org
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