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ots.e-mail <ots.e-mail ät presseportal.de>24. Sep 2009 20:00

Eklat bei UN-Vollversammlung - Trauriges Welttheater


Lausitzer Rundschau: Eklat bei UN-Vollversammlung Trauriges
Welttheater

Cottbus (ots) - Zuerst kam der seit Jahrzehnten mit brutalem
Terror regierende lybische Revolutionsführer Gaddafi und dann der
iranische Wahlfälscher Ahmadinedschad, um dem Westen die Leviten zu
lesen. Die Vereinten Nationen wurden wieder einmal zur Bühne eines
absurden Theaters. Männer, die ihren eigenen Völkern die freie
Entscheidung verweigern, verlangen von demokratisch gewählten
Regierenden sofortige Umkehr. Und sie fordern absurderweise Rechte
ein.
Natürlich ist weder der Sicherheitsrat noch die Vollversammlung der
Weltorganisation in New York hinreichend legitimiert. In dem
wichtigsten Gremium, dem Sicherheitsrat, haben fünf der Siegermächte
des letzten Weltkriegs das letzte Sagen, ohne dass es dafür noch eine
nachvollziehbare Begründung gibt. In der Vollversammlung hat auch die
letzte Zwergenrepublik das gleiche Gewicht wie China mit seinen
1,3 Milliarden Menschen. Aber so unvollkommen dies alles auch
erscheinen mag, so viel mehr legitimiert sind diese Institutionen
allemal, wenn man sie mit den Herrschaftsstrukturen vergleicht, die
einem Gaddafi oder Ahmadinedschad die Möglichkeit bieten, auf der
Welttribüne zu erscheinen.
Der iranische Präsident hat mit seinen Hassreden gegen Israel erneut
ein Beispiel dafür geliefert, dass ein Regime wie das der Mullahs in
Teheran nur überlebt, wenn es Feindbilder aufbaut.

Der selbst ernannte Prophet aus Nordafrika will mit seinem Appell an
die Weltöffentlichkeit von den ganz privaten Rachefeldzügen ablenken,
mit denen andere Länder wie jetzt die Schweiz überzogen werden. So
sind die wirklich ernst zu nehmenden Lehren aus dieser Sitzungswoche
in New York eine Mahnung. Man muss solche Machthaber notgedrungen
reden lassen, und man wird zuweilen auch nicht umhinkommen, mit ihnen
zu reden. Aber man sollte dabei keinen Moment vergessen, dass sie
kein Recht haben, tatsächlich für die Menschen in ihren eigenen
Ländern oder gar für die Menschheit insgesamt zu reden.

Insofern hat das traurige Welttheater der UN doch eine wichtige
Funktion. Es zeigt uns immer wieder aufs Neue, welch ungeheures
Privileg die Menschen genießen, die nicht unter der Knute der
Diktatur zu leben haben.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik ät lr-online.de
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