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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>2. Feb 2010 21:46

Aethiopien begeht Genozid, aber Eritrea wird sanktioniert


Äthiopien begeht Genozid, aber Eritrea wird sanktioniert

31.01.10

Von Thomas C. MOUNTAIN, übersetzt von Einar Schlereth

Der UN-Sicherheitsrat hat es wieder getan am Horn von Afrika. Äthiopien hat Genozid im äthiopischen Ogaden-Gebiet begangen, und als Antwort hat der UN-Sicherheitsrat in einer geschlossenen Sitzung Sanktionen erteilt gegen . Eritrea.

In der bizarren Welt des UN-Sicherheitsrates wird schwarz zu weiß, oben zu unten und richtig zu falsch. Äthiopien kann seine Nachbarn überfallen (Eritrea im Jahr 2000, Somalia 2006), Wahlen stehlen (2005, als die äthiopischen Truppen über 500 Demonstranten niederschossen und 50 000 einsperrten) und Menschenrechtsverbrechen gegen sein eigenes Volk begehen, einschließlich ethnischer Säuberung im westlichen Äthiopien und wirklichen Genozid im Ogaden, aber es wird nicht angetastet .

Eritrea kann helfen, Frieden im Sudan herzustellen, einschließlich in dem östlichen Sudan, im Nord-Süd-Bürgerkrieg und jetzt in Darfur und erhält zum Dank Sanktionen vom UN-Sicherheitsrat. Welches sind die Anklagen gegen Eritrea? Unterstützung des Terrorismus in Somalia durch Lieferung von Waffen an den Al Shahab Somali Widerstand.

Als jemand, der viele Stunden mit dem Somali-Widerstand bei einem Cappuccino in der Lobby des ehemaligen Imperial Hotel hier in Asmara zugebracht hat (ich habe es in Friedenshotel umbenannt, denn es scheint, als ob alle Friedensabkommen am Horn von Afrika hier verhandelt worden sind), kann aus unmittelbarer Erfahrung sagen, dass die einzige Widerstandsorganisation, der ich niemals vorgestellt wurde, die Al Shahab-Führung ist. Natürlich sind die Beweise für derlei Anklagen so gut wie nicht vorhanden oder gar lachhaft. Zum Beispiel ist das UN "Monitoring Committee" (Überwachungskomitee) für Somalia die Hauptquelle für die Anklagen, dass Eritrea Waffen an die Al Shahab geliefert hat. Es macht nichts, dass eben dieses "Komitee" auch einen weithin lächerlich gemachten Bericht herausgegeben hat, dass die Somali Jihad-Kämpfer an der Seite der Hisbollah im Israel-Hisbollah Krieg von 2006 gefochten hätten. Selbst israelische Sicherheitsoffiziere haben herzlich darüber gelacht.

Hingegen hat Dumusani Khumalo, Südafrikas Botschafter bei der UNO und Vorsitzender des UN-Sonderkomitees für Somalia gerade einen Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass zumindest 80% der in Somalia vorhandenen Waffen aus Äthiopien kamen oder Waffen waren, die von den USA und anderen westlichen Ländern der sogenannten "Somalia Übergangsregierung geschenkt" wurden und dann auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden, häufig an den Widerstand. So viel zur Durchsetzung des UN-Waffenembargos gegen Somalia. Nur ein weiterer Fall von erworbener Amnesie für die "Verdreher", die hier in Ost-Afrika für westliche Medien arbeiten.

Vor ein paar Jahren hat das "Sonder-Überwachungskomitee für Somalia", alias die CIA, einen Bericht herausgebracht, dass Schiffsladungen mit Waffen in Somalia via den Asmara-Flughafen hier in Eritrea ankämen, und man lieferte sogar die Registrierungsnummer des Flugzeuges. Aber als nur ein wenig Nachforschung angestellt wurde, stellte es sich heraus, dass das in Frage stehende Flugzeug auf den Namen eines bekannten russischen Waffenhändlers registriert war mit einer langen Geschichte seiner Arbeit für . die CIA!

Niemand hat sich die Mühe gemacht zu erklären, wie Eritrea in der Lage wäre, Schiffsladungen mit Waffen an all den Schiffen, die im Indischen Ozean im Einsatz sind, um die Piraterie zu verhindern, vorbeizuschmuggeln. Niemand war in der Lage zu erklären, wie Eritrea in der Lage wäre, Waffen an dem französischen und amerikanischen Militär in Djibouti vorbeizuschmuggeln, mit all ihrer Satelliten-Technologie und Intel-Systemen rund um die Uhr. Niemand war in der Lage zu erklären, wie Schiffsladungen mit Waffen von Eritrea an die Al Schabab jemals abgefangen wurden. Aber die westlichen Medien brauchen ja auch nichts zu erklären, sondern müssen nur berichten, was ihnen die CIA erzählt, um dann zur nächsten Story überzugehen.

Für jemanden mit einer langen Geschichte im Gepäck am Horn von Afrika kommt diese neueste Verdrehung der Wirklichkeit durch den UN-Sicherheitsrat nicht als eine Überraschung. Die UNO hat ihre eigene Charta so oft in Angelegenheiten, die das Horn von Afrika angehen, verletzt, dass man es nicht mehr zählen kann. Dieser neueste schändliche Akt ist nur ein weiterer in einer langen, beschämenden Reihe, die zurückgeht auf die Auslieferung der ehemaligen italienischen Kolonie Eritrea durch die UNO/USA an den damaligen US-Polizisten Haile Selassie und sein Regime in Äthiopien, wobei man auf die Unabhängigkeit Eritreas pfiff.

Wir hier in Eritrea sind so weit zu erwarten, dass keine gute Tat nicht bestraft wird, und dass die Herstellung von Frieden am Horn von Afrika in Widerspruch steht zu der imperialen Politik der USA. Die USA wollen NICHT Frieden in Afrika, sondern das Gegenteil. Mit dem Frieden könnten starke, nationalistische Regierungen auftauchen, und wie könnten dann die USA und ihre westlichen Verbrechens-Verbündeten Afrikas Rohmaterialien nach Belieben rauben und plündern, wenn es so weit käme?

Ein gutes Beispiel ist, wie die Anglo-Amerikanische-Bergbau-Gesellschaft eine der größten Goldminen der Welt in Tansania betreibt, wofür die Tansanier kolossale 5% Lizenzgebühr bekommen. Ganz richtig, für jede 1000 $ pro Unze verkauften tansanischen Goldes erhält die Anglo-American 950 $ und Tansania erhält gerade mal 50 $. Das ist keine Partnerschaft, das ist Diebstahl.

Man vergleiche dies mit Eritrea, wo die kanadische Gesellschaft Nevsun später in diesem Jahr die Bisha Goldmine in Betrieb nehmen wird. Eritrea wird 40% der Profite erhalten und Nevsun 60%. Das sollte allen eine gute Vorstellung davon geben, warum die USA und ihre westlichen Kapos wild entschlossen sind, Eritrea zu zerstören oder es zumindest in die Knie zu zwingen und unsere Stiefel zu lecken. Afrika ist so ziemlich der einzige Platz in der Welt, den der West ohne jede Einschränkung ausbeuten kann, und ohne Afrikas Reichtum wird es zunehmend unmöglich für die westlichen Länder, ihren aufgeblähten Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

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Quelle: Online Journal-Ethiopia commits genocide and Eritrea gets sanctioned


Originalartikel veröffentlicht am 20.1.2010

Über den Autor

Einar Schlereth ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem internationalen Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9891&lg=de


Quelle: scharf-links, 31.1.10
http://www.scharf-links.de/44.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=8607&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=0c8667cd9a
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