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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>27. Jan 2012 22:20

Bilanz der Windkraftnutzung 2011 - Bayern endlich besser


Medienerklärung


Bilanz der Windkraftnutzung 2011

Bayern endlich besser


Im großen Flächenland Bayern wurden im Jahr 2011 immerhin 75 neue
Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamtleistung von 164,5 MW (164.500 kW)
aufgebaut. Im Jahr zuvor waren es nur 25 neue WEA gewesen. Deutsches
Schlusslicht beim Ausbau der Windenergie ist jetzt Baden-Württem-berg.

Nach gerade vom Deutschen Windenergie Institut (DEWI) in Wilhelmshaven
veröffentlichten Zahlen konnten die Windunternehmer im Jahr 2011 endlich
auch in Bayern mehr investieren. Mit den 75 neuen Anlagen arbeiten jetzt
insgesamt 486 WEA mit zusammen 683,6 MW in Bayern.

Nachdem jahrelang Bayern und Baden-Württemberg die unrühmlichen
Schlusslichter bei der Windkraftnutzung in Deutschland waren, liegt jetzt
Baden-Württem-berg alleine hinten. Dort wurden im Jahr 2011 nur 9 neue WEA
mit 17 MW errichtet. Insgesamt hat damit Baden-Württemberg 378 Anlagen mit
einer Gesamtleistung von 486 MW.

Leuchtendes Vorbild unter den küstenfernen Bundesländern ist
Rheinland-Pfalz. Es hat weniger als ein Drittel (28 %) der Fläche Bayerns
aber dennoch viel mehr Windkraftwerke. Ende 2011 waren es schon 1177
Anlagen. 112 wurden im letzten Jahr errichtet. Im Schnitt steht alle 17
Quadratkilometer eine WEA in Rheinland-Pfalz. Würde im sogar etwas weniger
dicht besiedelten Bayern genauso gut die Windkraft genutzt, hätten wir 4180
Windkraftwerke. Baden-Württemberg hätte 2.100 Anlagen.

Nach neusten Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen der deutschen
Wirtschaft wurden im Jahr 2011 in Deutschland 46,5 Milliarden
Kilowattstunden Windstrom erzeugt. Dies deckte etwa neun Prozent des
Nettostrombedarfs unseres Landes und wurde für Preise zwischen 6 und 9,5
Cent je Kilowattstunde eingespeist.

Nachdem die Fukushima-Katastrophe in unserem Land ein Umdenken ausgelöst
hat, muß jetzt auch investiert werden! Genügend Unternehmen und Kapital
stehen bereit. Es hapert an der Regional- und Landesplanung. Die bisherigen
Regionalpläne sind Windverhinderungspläne. Sie müssen schnellstens auch mit
sanftem Druck von oben überarbeitet werden. Wenn nur zwei Prozent der
Landesfläche für die Windkraftnutzung überplant werden - davon wird dann
nicht ein Mal ein Promille mit Bauwerken versehen - können wir auch in
Baden-Württemberg und Bayern rund 20 - 30 Prozent unseres Strombedarfs
umweltfreundlich aus der Windkraft gewinnen. Und diese Anlagen ermöglichen
den Bewohnern der Region selber an der Stromversorgung zu verdienen.
Arbeitseinkommen, Gewinne, Gewerbesteuern und Pachten können in der Region
bleiben. Bei Atom-, Kohle-, Gas- und Ölkraftwerken verdienen überwiegend
andere.


Raimund Kamm (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager
und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm

www.atommuell-lager.de
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