Gentechnikgegner riss Pflanzen aus - freigesprochen
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Ostsee-Zeitung / dpa, 6.12.11
Gentechnikgegner riss Pflanzen aus - freigesprochen
Das Ausreißen von gentechnisch veränderten Kartoffelpflanzen bleibt für
einen Gentechnikgegner aus Brandenburg ohne strafrechtliche Folgen. Das
Amtsgericht in Waren sprach den 36-Jährigen aus Biesenthal (Kreis Barnim)
am Dienstag vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei. Das Feld sei nicht
so weit eingefriedet gewesen, dass ein widerrechtliches Betreten
erkennbar war, sagte Richter Michael Kasberg in der Urteilsbegründung.
Der Vorfall hatte sich im Juli 2010 bei Bütow (Kreis Mecklenburgische
Seenplatte) ereignet.
Dort fand der bundesweit einzige Anbau der gentechnisch veränderten
Stärkekartoffel Amflora statt, gegen den immer wieder Gentechnik-Gegner
aus allen Teilen Deutschlands protestierten. Die Stärkekartoffel wurde im
Auftrag der BASF-Tochter Plant Science (Limburgerhof) angebaut. Die EU
hatte den kommerziellen Anbau Anfang 2010 trotz des Widerstandes von
Umweltschützern genehmigt. Zum Erntebeginn reiste sogar der damalige
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) an. 2011 wurden keine
Amflora-Kartoffeln bei Bütow mehr angebaut.
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