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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>12. Jan 2012 20:56

Castorlager: BI stellt Nachruestung in Frage


Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero ät bi-luechow-dannenberg.de


Pressemitteilung 12.01.12


Castorlager
BI stellt Nachrüstung in Frage

Über 11 Jahre hat es gedauert, bis nach dem Anschlag auf das World Trade
Center in New York das Bundesumweltministerium (BMU) reagiert, um die
atomaren Zwischenlager sicherheitstechnisch nachzurüsten. "Lange Zeit
wurde in Abrede gestellt, dass Zwischenlager mit ihrer hochradioaktiven
Fracht nicht terrorgeschützt seien", stellt die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) heraus. Mit großer Skepsis reagieren
die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und im Wendland nun auf die
Ankündigung des BMU, die Brennelement-Zwischenlager in Deutschland,
darunter die Zwischenlager Ahaus, Gorleben und Lubmin,
sicherheitstechnisch nachzurüsten. Medienberichten zufolge laufen für die
dezentralen Zwischenlager an den bayerischen AKW Gundremmingen und ISAR
II bereits konkrete Vorbereitungen für den Bau einer 10 Meter hohen
Stahlbetonmauer. Bereits im Herbst 2011 war bekannt geworden, dass für
die Atommüllager in Ahaus und Jülich gepanzerte Fahrzeuge und bewaffneter
Werksschutz geordert wurden, berichten die BI "Kein Atommüll in Ahaus"
und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

"Ist auch für das Zwischenlager in Gorleben der Bau einer 10 Meter hohen
Mauer geplant? Gibt es bereits Bauanträge der GNS?", fragt die BI.
Zugleich stellen die Gorleben-Gegner in Abrede, dass ein solcher
"Sichtschutzwall" und eine strenge Personenkontrolle ein wirksamer Schutz
vor terroristischen Angriffen seien. "Das BMU klammert mit dieser
Anweisung an die Betreiber der Zwischenlager wieder einmal die wirkliche
reale Gefahr durch einen gezielten Flugzeugabsturz aus, denn das würde
die oberirdische Lagerung der Castoren in den luftigen Hallen in Frage
stellen, auf der anderen Seite verweigerte das Landesumweltministerium
unter Verweis auf die besonderen Sicherungsmaßnahmen die Akteneinsicht,
wenn es um die erhöhten Strahlenwerte im Zwischenlager ging", beklagt BI-
Sprecher Wolfgang Ehmke.

Wolfgang Ehmke 0170 501 56 06
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