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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>11. Jan 2012 18:12

BI fordert von Bund-Laender-Arbeitsgruppe das Ende der vorlaeufigen Sicherheitsanalyse und Einstellung aller Arbeiten unter Tage


Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero ät bi-luechow-dannenberg.de


Pressemitteilung 11.01.12


BI Umweltschutz fordert von Bund-Länder-Arbeitsgruppe das Ende der
vorläufigen Sicherheitsanalyse und die Einstellung aller Arbeiten unter
Tage

Morgen kommt die Bund-Länder-Gruppe in Berlin zu ihrem nächsten
Arbeitsgespräch zusammen, um über den Neustart der Endlagersuche zu
reden. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) fordert
Transparenz. "Was wird in Gorleben derzeit gemacht? Gibt es Bohrungen, um
Gasvorkommen aufzuspüren? Welchen Wert hat ein Baustopp, der keiner
ist?"fragt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Darüber hinaus rückt die BI das" wichtigste Instrument zur Durchsetzung
Gorlebens", die vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben (vSG) in den
Fokus. Fast 9 Mio. Euro stellt der Bundesumweltminister Norbert Röttgen
(CDU) dafür bereit. Seit 1. Juni 2010 arbeiten die Gesellschaft für
Reaktorsicherheit (GRS), die Bundesanstalt für Geowissenschaften und
Rohstoffe (BGR) und die Tochter der Deutschen Gesellschaft zum Bau und
Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE), die DBE Tec, im Verbund mit
anderen Unternehmen an der Planreife des Salzstocks Gorleben, darauf
verweisen die Gorleben-Gegner. Die Arbeiten an der vsG sollen am 30. Juni
2013 beendet sein.

"Die Wahl der Institute und der Persönlichkeiten belegt, dass Röttgen
trotz anderslautender Berichte nicht nur an Gorleben als Endlagerstandort
festhält, sondern diesen auch favorisiert", sagte BI-Sprecher Wolfgang
Ehmke. Die BGR habe in einem vorgeschalteten Projekt bereits behauptet,
dass aus dem Salinar keine Gründe gegen Gorleben sprächen.

Quelle:
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Endlagerung/Endlagerstandorte/Gorleben/gorleben_inhalt.html

Die DBE, die zu 75 Prozent in den Händen der Nuklearwirtschaft und in
Gorleben mit dem Ausbau beauftragt ist und daran verdiene, sei parteilich
wie auch der Chef der "nuclear safety engineering international (nse)
GmbH", eine eigens für die Analyse geschaffene Firma von Bruno Thomauske.
Bereits 2004 hatte Bruno Thomauske in der Zeitschrift "Atomwirtschaft"
eindeutig erklärt, dass zur Eignungsbewertung keine weiteren
Erkundungsarbeiten mehr notwendig seien: "Der Eignungsnachweis, ob der
Standort für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle geeignet ist,
könnte schon heute erfolgen." (zitiert nach BT-Drucksache 17/6639 der
Fraktion Die Grünen). "Wer keine Vorfestlegung auf Gorleben will, muss
Gorleben und die vSG aufgeben. Die geologischen K.O.-Kriterien werden von
den an der vSG beteiligten Institutionen geleugnet oder klein geredet,
das ist kein faires wissenschaftsorientiertes Verfahren, sondern ein
Machtpoker", so Ehmke.

Die Gorleben-Gegner fordern von den Oppositionsparteien, sich im Rahmen
des nächsten Bund-Länder-Gesprächs nicht über den Tisch ziehen zu lassen:
"Es müssen als erster Schritt in Richtung Ausstieg aus Gorleben alle
Arbeiten in Gorleben und die Weiterarbeit an der vorläufigen
Sicherheitsanalyse eingestellt werden. Statt 9 Mio. Euro für die
Planreife Gorlebens auszugeben, sollte das Geld in eine
lagerübergreifende Atommülldebatte fließen." Ein Parteienkonsens, so
Ehmke, sei weit entfernt von einem gesellschaftlichen Konsens.

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
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