Nach Fukushima: Japan exportiert Atomanlagen in Schwellen- und Entwicklungslaender
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IPS - 20.01.2012
JAPAN
Nach Fukushima wird Handel mit Nuklearmaterial forciert - Aktivisten warnen
Von Suvendrini Kakuchi
Auch zehn Monate nach dem Supergau von Fukushima hat die japanische
Regierung alle Hände voll zu tun, um den Zorn der Bevölkerung zu
beschwichtigen. Denn noch immer tritt verstrahltes Wasser aus dem
havarierten Atommeiler aus. Zugleich setzt Tokio auf den verstärkten
Export von Nuklearanlagen für die zivile Nutzung. Lukrative
Vertragsabschlüsse erhofft man sich vor allem in energiehungrigen
Schwellen- und Entwicklungsländern.
Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit genehmigte der außenpolitische
Ausschuss des Parlaments im letzten Monat den Export japanischer
Atomanlagen nach Jordanien und Vietnam. Die Zustimmung zu ähnlichen
Geschäften etwa mit Bangladesch, Indien und der Türkei steht noch aus. In
diesen Ländern sollen japanische Unternehmen Atomkraftwerke bauen,
betreiben und verwalten.
Dazu erklärte Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda: "Japans
Spitzentechnologie wird in diesen Staaten dringend benötigt." Japan müsse
dort allerdings auch die Sicherheit der Atomkraftwerke verstärken,
betonte der Regierungschef.
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