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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>22. Jan 2012 00:19

Asse: Atommuell soll auf keinen Fall unten bleiben - Verfahren zieht sich hin

Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer
persönlichen Information.
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http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1657051/

Deutschlandfunk, 19.1.12


Atommüll soll auf keinen Fall unten bleiben
Verfahren um Asse-Endlager zieht sich hin

Von Susanne Schrammar

Das Atommüllendlager im Salzbergwerk Asse ist einsturzgefährdet und es
dringen unkontrollierbare Wassermengen ein. Die Menschen erwarten deshalb
ein klares Signal von Bundesumweltminister Norbert Röttgen für die
Rückholung des Atommülls. Doch bisher hat er sich nicht blicken lassen.

Mit einer Fackel in der Hand steht Manfred Kramer vor der Lindenhalle in
Wolfenbüttel. Auf seinem schwarzen Kapuzenpulli, auf den Buttons an
seiner Weste und sogar auf den selbst gestrickten schwarzen Handschuhen
steht ein gelbes "A" - A wie Asse. Manfred Kramer wohnt in unmittelbarer
Nachbarschaft von - wie Sigmar Gabriel sie nennt - Europas gefährlichster
Atomanlage: Dem Atommüllendlager im Salzbergwerk Asse, das durch Einsturz
gefährdet ist und in das ständig unkontrollierbar große Mengen Wasser
eindringen. An diesem Abend hat die örtliche Bürgerinitiative eine
Infoveranstaltung organisiert. Es geht um den Stand der geplanten
Rückholung der Atomabfälle - wieder einmal.

"Ich wohne 1265 Meter vom Schacht weg und habe nach den vielen Jahren,
Jahrzehnten jetzt wirklich die Schnauze voll. Jeder schiebt den Schwarzen
Peter weiter und keiner hat das Kreuz zu sagen: So, jetzt geht es an.
Seit zwei Jahren soll angebohrt werden, aber es passiert einfach nichts."

Rückblick: Im Januar 2010 beschließt das Bundesamt für Strahlenschutz,
das dem Bundesumweltministerium unterstellt ist, die eingelagerten
126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall aus der Asse
herauszuholen. Ein kompliziertes Unterfangen prognostizierten die
Behörden schon damals, doch unter den möglichen Lösungen, die einzige,
die eine Langzeitsicherheit gewährleisten könne.

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