Einflusskampf in Westafrika
Newsletter vom 12.01.2012 - Einflusskampf in Westafrika
OUAGADOUGOU/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit neuen Entwicklungsgeldern
für Burkina Faso setzt die Bundesregierung ihre gegen Frankreich
gerichtete Einflussarbeit in Westafrika fort. Dies ist das Ergebnis
von Regierungsverhandlungen in der burkinischen Hauptstadt
Ouagadougou, die kurz vor dem Jahreswechsel zu Ende gingen. Die
Vertiefung der bilateralen Beziehungen zu Burkina Faso insbesondere
auf dem sogenannten Sicherheitssektor ist Bestandteil der Berliner
Pläne, den deutschen Einfluss in den ehemaligen Pariser Kolonien in
Westafrika zu vergrößern. Damit forciert die Bundesregierung den
Konkurrenzkampf mit Frankreich, das bislang nicht nur in Burkina Faso,
sondern in der gesamten westafrikanischen Frankophonie eine
dominierende Stellung innehat. Bereits 2004 hat das Auswärtige Amt in
dem damals von ihm entwickelten "Aktionsplan Zivile Krisenprävention"
die rohstoffreiche Region Westafrika als ein Schwerpunktgebiet seiner
"krisenpräventiven" Tätigkeit definiert. Burkina Faso kommt dabei eine
besondere Rolle zu, da das Land sich mit langjähriger
Vermittlertätigkeit in westafrikanischen Konflikten eine politisch
starke Stellung erarbeitet hat - nicht zuletzt mit Folgen für den
Bürgerkrieg in Côte d'Ivoire, der vor rund einem Jahr blutig
eskalierte.
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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58238