Antibiotika im Fleisch - Wir haben es satt!
Agrarpolitik
Donnerstag, 12. Januar 2012 - Abonnent/innen: 511.062
Vor einem Jahr waren es Dioxine im Tierfutter, jetzt sind es antibiotika-
resistente Keime im Hähnchenfleisch - erneut macht ein
Lebensmittelskandal deutlich, wo die Folgen von Massentierhaltung und
Agrarfabriken landen: auf unserem Teller.
Die EU-Kommission will dies ändern. Milliarden an Subventionen sollen nur
noch an Betriebe fließen, die ökologische und soziale Mindeststandards
einhalten. Zahlungen an industrielle Großbetriebe sollen gedeckelt
werden. Beides sind wichtige Schritte in Richtung einer nachhaltigen
Landwirtschaft, die gesunde Lebensmittel erzeugt.
Doch Landwirtschaftsministerin Aigner torpediert diese Pläne. Ihrer
Meinung nach soll alles beim Alten bleiben: Die höchsten Zahlungen an die
größten Betriebe ohne Rücksicht auf den Schutz von Tieren und Umwelt. In
diesem Jahr entscheidet sie in Brüssel über den Reformvorschlag der EU-
Kommission. Zum Auftakt der Verhandlungsrunde wollen wir der Ministerin
den Appell nächste Woche Freitag auf einer Veranstaltung im Rahmen der
"Grünen Woche" in Berlin überreichen. Noch 6.000 Unterschriften fehlen
bis zur 60.000er-Marke. Unterzeichnen Sie jetzt!
Unterzeichnen Sie unseren Appell an Ilse Aigner!
>
http://www.campact.de/agrar/sn2/signer
Gestern kündigte Aigner einige symbolische Maßnahmen an, um den Einsatz
von Antibiotika in der Tierhaltung zu beschränken. Doch vor grundlegenden
Veränderungen schreckt sie wieder einmal zurück: Massentierhaltung ist
nur durch die massive Verabreichung von Antibiotika möglich. Wer diese
bekämpfen will, muss endlich die Subventionierung von Megaställen
beenden.
Unsere Forderung nach einer grundlegend anderen Landwirtschaftspolitik
wollen wir am übernächsten Samstag, den 21. Januar in Berlin gemeinsam
mit vielen Bäuerinnen und Bauern auf die Straße tragen. Ein breites
Bündnis von Verbraucher-, Umwelt- , Bauern- und entwicklungspolitischen
Organisationen ruft zu einer bundesweiten Großdemonstration unter dem
Motto "Wir haben es satt!" auf. Kommen auch Sie zur Demo und fordern Sie
mit uns Bauernhöfe statt Agrarfabriken!
Unterzeichnen Sie unseren Appell!
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http://www.campact.de/agrar/sn2/signer
Demonstrieren Sie mit! Alle Infos zur Demo...
>
http://www.campact.de/agrar/demo
Setzen Sie ein Zeichen für gesundes Essen statt Massentierhaltung und
Gentechnik. Für eine nachhaltige Landwirtschaft statt ausgeräumter
Landstriche, Monokulturen und Megaställe. Ich würde mich freuen, Sie auf
der Demo am 21. Januar in Berlin zu sehen.
Was noch bei Campact geschieht, erfahren Sie wie immer im
Nachrichtenteil.
Mit herzlichen Grüßen
Astrid Goltz
1. Finanzkrise: FDP blockiert Finanztransaktionssteuer
Über 90.000 Menschen haben bereits unseren Appell an FDP-Chef Rösler
unterzeichnet, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der
Eurozone nicht länger zu blockieren. Rösler will der Steuer nur in der
ganzen EU zustimmen - wohlwissend, dass Großbritannien ihr niemals
zustimmen wird. Immerhin bekommt Rösler jetzt sogar Gegenwind aus der
eigenen Partei: So stellte sich gestern der schleswig-holsteinische
Spitzenkandidat der Liberalen, Wolfgang Kubicki, gegen Rösler.
Bis zur nächsten Sitzung des Bundeskabinetts am kommenden Mittwoch wollen
wir 100.000 Unterschriften beisammen haben - und diese mit einer
öffentlichen Aktion präsentieren.
Haben Sie unseren Appell schon unterzeichnet?
>
http://www.campact.de/finanzkrise/sn1/signer
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http://blog.campact.de/2012/01/spekulationssteuer-merkel-will-fdp-blockiert/
2. Vorratsdaten: Aktion beim Dreikönigstreffen der FDP
Bisher war die FDP ein wichtiges Bollwerk gegen die
Vorratsdatenspeicherung. Jetzt wollen Politiker aus Union und FDP
Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger umgehen und Ende Januar
einen Kompromiss aushandeln. Wir protestierten deshalb am 6.1. gegen die
Datensammelwut.
Lesen Sie mehr in unserem Blog...
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http://blog.campact.de/2012/01/flashmob-gegen-vorratsdaten/
3. Gorleben: Röttgen gerät unter Druck
Die Proteste gegen den Castor-Transport und ein Endlager in Gorleben
bringen die Politik unter Handlungszwang: Bei einem Treffen mit den
Ländern verkündete Bundesumweltminister Röttgen Ende letzten Jahres in
Berlin, dass es "keinen weiteren Ausbau des untertägigen Bergwerks" geben
solle.
Doch das bedeutet noch lange kein Aus für Gorleben: Zwar werden keine
neuen Stollen im Salzstock vorangetrieben, doch die waren sowieso erst
einmal nicht geplant. Die übrigen Untersuchungen zur Erkundung laufen
weiter. Und nach wie vor bleibt der völlig ungeeignete Salzstock als
mögliches Endlager mit im Topf.
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http://blog.campact.de/kampagnen/Atomkraft/
Bei .ausgestrahlt Gorleben-Freund/in werden...
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http://www.gorleben-freunde.de/
4. Flüchtlinge: Alle Jahre wieder - 40,90 Euro müssen reichen!
Ursula von der Leyen belässt 40.000 Flüchtlingskinder auch 2012 in
bitterster Armut. Die Bundesregierung hätte nach gesetzlichen Vorgaben
bis zum Jahreswechsel prüfen müssen, ob 40,90 Euro (20,45 Euro für
Kinder) im Monat zum Leben reichen. Es hat dazu aber nicht einmal
Konsultationen der zuständigen Ministerien gegeben.
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http://blog.campact.de/2011/12/alle-jahre-wieder-2045-euro-mussen-reichen/
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