Indien: Polizei in "Menschensafaris" auf Andamanen verwickelt
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
9. Januar 2012
_Indien: Polizei in "Menschensafaris" auf Andamanen verwickelt
Die britische Zeitung [2]The Observer hat neue Beweise über die Beteiligung
der Polizei an "Menschensafaris" auf Indiens Andamanen Inseln
veröffentlicht.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8003
2.
http://www.guardian.co.uk/world/2012/jan/07/andaman-islands-tribe-tourism-threat
Die skandalösen "Safaris" wurden 2010 von [3]Survival International
aufgedeckt. Touristen werden auf einer illegalen Straße in das Reservat der
indigenen Jarawa gebracht, wo Reiseanbieter und Taxifahrer die [4]Jarawa
mit Keksen und Süßigkeiten "anlocken".
Links:
3.
http://www.survivalinternational.de
4.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6097
Dem _Observer_ liegt nun [5]ein Video vor, das zeigt, wie ein Polizist einer
Gruppe von [6]Jarawa-Frauen befiehlt vor Touristen zu tanzen. Zuvor soll der
Polizist mit rund 240 Euro bestochen worden sein, um die Touristen in das
Reservat zu bringen.
Links:
5.
http://www.guardian.co.uk/world/video/2012/jan/07/andaman-islanders-human-safari-video?intcmp=239
6.
http://www.survivalinternational.de/indigene/jarawa
"Die Reise durch das Gebiet der Indigenen war wie eine Safari. Wir sind
durch dichten Regenwald gefahren und haben wilde Tiere gesucht, die Jarawa
um genau zu sein," beschrieb ein Tourist eine der Touren.
In den vergangen Wochen hat die Insel-Verwaltung erneut eine Schließung der
[8]illegalen Straße abgelehnt. Zum ersten Mal wurden jedoch auch Pläne
vorgestellt, die eine alternative Route zu Wasser vorsehen, mit der ein
Großteil des Jarawa-Reservates umfahren werden könnte.
Links:
7.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8003
8.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6194
Survival International hat [9]Touristen aufgefordert die Straße zu
boykottieren, deren Schließung von Indiens Oberstem Gericht bereits 2002
angeordnet wurde. Zusammen mit der lokalen Organisation SEARCH hat Survival
Flugblätter an ankommende Touristen verteilt, die vor den Gefahren der
Straße für die Jarawa warnen.
Links:
9.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7398
"Die Jarawa sind keine Zirkuspferde, die auf Befehl Kunststücke aufführen
müssen," sagte Stephen Corry, Direktor von Survival International heute.
"Diese Geschichte stinkt nach Kolonialismus und den abscheulichen und
erniedrigenden Menschenschauen der Vergangenheit. Offensichtlich hat sich
die Meinung einiger Menschen gegenüber indigenen Völkern kein bisschen
verändert."
Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8003
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