"Weihnachtsraetsel": Groesste Rentierherde der Welt dramatisch verkleinert
SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG
21. Dezember 2011
_`Weihnachtsrätsel': Größte Rentierherde der Welt dramatisch verkleinert_
Die weltweit größte Rentierherde im Osten Kanadas hat sich dramatisch
verkleinert. Lokale indigene Gemeinden glauben, dass große Industrieprojekte
in der Region daran Schuld tragen.
Links:
1.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7964
Die George River-Herde zählte einst zwischen 800.000 und 900.000 Tiere, und
ist nun auf 74.000 Tiere geschrumpft - ein Rückgang von bis zu 92%.
Die Herde weidet in der Tundra von Québec und Labrador. In den letzten
Jahrzehnten ist jedoch ein Großteil ihres Weidelands von einer Reihe großer
Industrieprojekte zerteilt worden. Der [2]Abbau von Eisenerz, die
Überflutung großer Gebiete für die Erzeugung von Wasserkraft und der Bau von
Straßen haben ihren Preis gefordert, sagen die Innu.
Links:
2.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7604
Rentiere sind ein zentraler Bestandteil der Kultur der lokalen Cree und
[4]Innu-Indigenen und sind in Nordamerika auch als Karibu bekannt.
Innu-Ältester und Anführer Georges-Ernest Gregoire sagte gegenüber
[5]Survival International: "Das Karibu [Rentier] ist sehr bedeutend für
unsere Kultur, unseren Glauben und unsere Gesellschaft als Jäger. Es lebt
seit Tausenden von Jahren auf unserem Heimatland Nitassinan [Québec-Labrador
Halbinsel]."
Links:
3.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7964
4.
http://www.survivalinternational.de/indigene/innu
5.
http://www.survivalinternational.de
"Aber all die gewaltigen industriellen "Entwicklungsprojekte", die unserem
Land in den letzten 40 Jahren aufgezwungen wurden, haben zusammen ohne
Zweifel Auswirkungen auf die Größe der Karibu-Herde. Deshalb brauchen wir
effektive Kontrolle über unser Gebiet und dessen Rohstoffe. Und deshalb
müssen wir auch als gleichwertige Partner an Entscheidungen beteiligt
werden, die unser Land und die dortigen Tiere beeinflussen."
Alex Andrew, ein weiterer Innu, sagte: "Unsere Ältesten sagen, dass die
Tiere als Erste die Folgen all dieser Schäden spüren werden. Der Kreislauf
der Nahrungskette wird unterbrochen und viele werden am Ende leiden."
"So viel Entwicklung - wie Wasserkraft, Bergbau, Straßen und Forstwirtschaft
- wird das Dilemma nur verstärken, welches das Überleben der Tiere bedroht."
Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: "Wenn wir
uns wirkliche Sorgen machen über die Auswirkungen, die wir auf die Natur
haben und sie auf uns, statt diese nur im Fernsehen zu beobachten, sollten
wir anfangen, auf indigene Völker zu hören. [6]Sie wissen, wovon sie reden.
Für die Innu sind Rentiere nicht nur für Weihnachten."
Links:
6.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7912
[7]Sehen Sie hier Survivals Bildergalerie über die Sámi Rentier-Hirten in
Skandinavien >>
Links:
7.
http://www.survivalinternational.de/bildergalerie/rentiere-sami
Lesen Sie diese Meldung online:
[8]
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/[9]7964
Links:
8.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7964
9.
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7964
_Hinweis an die Redaktion:_
Die neusten Erhebungen zur Größe der George River-Herde wurden [10]hier
veröffentlicht >>
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Links:
10.
http://www.releases.gov.nl.ca/releases/2011/env/0802n04.htm
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