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Auswahl: [Menschenrechte Amerika]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>31. Jan 2012 20:25

Gefaehrlicher Kontakt: Neue Nahaufnahmen unkontaktierter Indianer


SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG

31. Januar 2012

Gefährlicher Kontakt: Neue Nahaufnahmen unkontaktierter Indianer

[2]Survival International hat neue Nahaufnahmen unkontaktierter
Indianer veröffentlicht, genau ein Jahr nachdem Luftaufnahmen eines
unkontaktierten Volkes in Brasilien um die Welt gingen. Die neuen
Bilder zeigen eine unkontaktierte Familie der [3]Mashco-Piro-Indianer
in Peru.
Links:
1. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8061
2. http://www.survivalinternational.de
3. http://www.survivalinternational.de/indigene/unkontaktierteperu

Die Mashco-Piro leben im Manú-Nationalpark im Südosten Perus. In den
vergangenen Monaten wurden ihre unkontaktierten Angehörigen vermehrt
gesichtet. Es wird vermutet, dass illegale Holzfäller im und um den
Park sowie tieffliegende Helikopter der naheliegenden Öl- und
Gasprojekte, die Indianer [4]aus ihrer Heimat im Wald treiben.
Links:
4. http://www.survivalinternational.de/artikel/3150-unkontaktierte-voelker-gefahren

Die Mashco-Piro sind eines von ungefähr [5]100 unkontaktierten Völkern
weltweit.
Links:
5. http://www.uncontactedtribes.org/where

Vor genau einem Jahr gingen die von Survival veröffentlichten
[6]Luftaufnahmen einer gesunden unkontaktierten Indianergemeinde aus
Brasilien um die Welt.
Links:
6. http://www.uncontactedtribes.org/fotosbrasilien

Die neuen Bilder sind die detailliertesten Aufnahmen, die es bisher von
unkontaktierten Indianern gibt.

Die Gefahr, die eine Kontaktaufnahme mit Völkern in freiwilliger
Isolation darstellt, wurde jedoch erst kürzlich durch den Tod des
Matsigenka-Indianers Nicolás "Shaco" Flores bestätigt.
Links:
7. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8061

Flores wurde in der Nähe des Manú-Nationalparks durch den Pfeil eines
unkontaktierten Indianers getötet. Er hatte seit fast 20 Jahren Essen
und kleine Geschenke für eine kleine Gruppe Mashco-Piro Indianer
ausgelegt.

Glenn Shepard, Anthropologe und Freund des Opfers, schrieb in [8]seinem
Blog und für [9]Anthropology News: "Shacos Tod ist eine Tragödie: Er
war ein freundlicher, mutiger und kluger Mann. Er glaubte, dass er den
Mashco-Piro helfen würde. Sogar bei diesem tragischen Zwischenfall,
haben die Mashco-Piro jedoch erneut ihren felsenfesten Wunsch
ausgedrückt, allein gelassen zu werden."
Links:
8. http://ethnoground.blogspot.com/2012/01/close-encounters-of-mashco-kind-fatal.html
9. http://www.anthropology-news.org/index.php/2012/01/26/close-encounters-of-the-mashco-kind

Beatriz Huertas, eine peruanische Expertin für unkontaktierte Völker,
beschrieb diesen Fall gegenüber Survival als sehr "ungewöhnlich,
komplex und extrem heikel".

"Es könnte jeden Moment zu Kontakt kommen," sagte Huertas. "Wir müssen
präventive Maßnahmen ergreifen und mit den lokalen Behörden so schnell
wie möglich einen Notfallplan erarbeiten, um sicher zu stellen, dass so
etwas nicht wieder passiert."

Survival schrieb bereits im vergangenen Jahr an SERNANP, Perus
Ministerium für Schutzgebiete, über besorgniserregende Berichte von
Touristen, welche am Flussufer Kleidung für Indianer zurücklassen. Ein
solcher Vorfall wurde in einem Video dokumentiert.
Links:
10. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8061

Das [11]Gebiet wurde daraufhin für Touristen geschlossen und eine
Warnung an lokale Bewohner herausgegeben.
Links:
11. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7806

Die Indianer-Behörde INDEPA plant die Einrichtung eines Wachpostens, um
sowohl die unkontaktierten Gruppen als auch die lokale Bevölkerung zu
schützen.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: "Diese Bilder belegen
noch einmal eindrücklich die Existenz unkontaktierter Völker. Es ist
nicht mehr akzeptabel für Regierungen, Unternehmern oder Anthropologen
[12]dies zu bestreiten. Der [13]erste Kontakt ist immer gefährlich und
oft tödlich - für die Unkontaktierten und für jene, die versuchen sie
zu kontaktieren. Der Wunsch der Gruppen, allein gelassen zu werden,
sollte respektiert werden."
Links:
12. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7596
13. http://www.survivalinternational.de/artikel/3145-kontaktaufnahme

Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8061
__________________________________________________________________

Für mehr Informationen und Bildmaterial, oder für die Verwendung des
angehängten Bildes, kontaktieren Sie bitte:
Linda Poppe
Tel.: (+49) (0)30 72 29 31 08
E-Mail: [15]presse ät survivalinternational.de
Links:
15. mailto:presse ät survivalinternational.de

Survival Deutschland
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
oder Alice Bayer (in London):
Tel.: (+44) (0) 20 7687 8710
E-Mail: [16]presse ät survivalinternational.de
Links:
16. mailto:presse ät survivalinternational.de

Survival International ist eine weltweit aktive
Nicht-Regierungsorganisation, die sich für die Rechte von indigenen
Völkern einsetzt.
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