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Auswahl: [Menschenrechte allgemein]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>8. Dec 2011 19:26

Tag der Menschenrechte: 10 vergessene Rechtsverletzungen an Indigenen


SURVIVAL INTERNATIONAL PRESSEMITTEILUNG

8. Dezember 2011

_Tag der Menschenrechte: 10 vergessene Rechtsverletzungen an Indigenen_

Zum Tag der Menschenrechte am Samstag, veröffentlicht [2]Survival
International 10 Menschenrechtsverletzungen an indigenen Völkern, um auf
ihr oft unbemerktes Leid aufmerksam zu machen.
Links:
1. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7937
2. http://www.survivalinternational.de

Mit der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor
63 Jahren, wurden erstmals auf internationaler Ebene jene Rechte
niedergeschrieben, auf die alle Menschen einen Anspruch haben.

Trotz der Erklärung sind systematische Rechtsverletzungen an indigenen
Völker oft unbemerkt geblieben und ereignen sich auch heute noch fernab
des öffentlichen Interesses.

Hier sind 10 Beispiele:
1. [3]Australiens Aboriginals erhielten erst 1965 das Stimmrecht. Es
dauerte weitere zwei Jahre, bis sie im nationalen Zensus
berücksichtig wurden.
2. Australiens "Gestohlene Generation": Kinder von Aboriginal und Torres
Strait Völkern wurden bis in die 1970er Jahre gewaltsam von ihren
Familien getrennt.
3. Der ausgestopfte Körper eines Angehörigen der Buschleute, genannt "El
Negro von Banyoles" wurde bis 1991 in einem spanischen Museum zur
Schau gestellt. Erst nach weitreichenden Protesten wurde er entfernt
und 2000 in Botswana beerdigt.
4. 2010 konnten Touristen in Botswana an einem Pool mitten in der
Kalahari-Wüste entspannen, während den indigenen Bewohnern des
Gebietes der [4]Zugang zu Wasser untersagt war. Das, obwohl die
Buschleute in einem historischen Gerichtsverfahren ihre Landrechte
gesichert hatten.
5. Ugandas [5]Batwa-"Pygmäen" haben nie Gorillas gejagt und wurden
dennoch unter dem Vorwand aus ihren Wäldern vertrieben, die Primaten
schützen zu wollen. Die Batwa sind jetzt Flüchtlinge in ihrem eigenen
Land.
6. Bewaffnete Männer [6]ermorden hochrangige Anführer indigener
Gemeinden in Brasilien und verbreiten Angst und Schrecken mit einer
Todesliste. Angeheuert von Viehzüchtern, sollen sie die Guarani daran
hindern wieder auf ihrem Land zu leben.
7. In Brasilien starb während der 1980er Jahre jeder fünfte
[7]Yanomami-Indianer durch Gewalt oder Krankheiten, bis
internationaler Druck die Regierung dazu brachte, Goldschürfer aus
dem indigenen Gebiet auszuweisen.
8. Bei Ausflügen auf Indiens Andamanen Inseln, die inzwischen als
"Menschensafaris" bekannt sind, behandeln Touristen die indigenen
[8]Jarawa wie Tiere, indem sie ihnen Essen zuwerfen.
9. "Potlatch", eine Tradition des Schenkens bei indigenen Völkern in
Kanada und in den USA, wurde 1884 mit dem Argument verboten, das
sie "zivilisierten Werten entgegenstehen" würde. Das Gesetz wurde
erst 1951 aufgehoben.
10. Unter Stalin wurden Schamanen in Sibirien verfolgt. In den 1980er
Jahren fürchteten manche, sie wären komplett verschwunden.
Links:
3. http://www.survivalinternational.de/indigene/aborigines
4. http://www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/water#main
5. http://www.survivalinternational.de/indigene/pygmaen
6. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7922
7. http://www.survivalinternational.de/yanomami
8. http://www.survivalinternational.de/indigene/jarawa

Einige der Fälle werden auch im Buch [10]"Tribal peoples for tomorrow's
world" von Survivals Direktor Stephen Corry besprochen, das [11]jetzt
erhältlich ist.
Links:
9. http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7937
10. http://www.survivalinternational.de/spenden/shop
11. http://www.amazon.com/s/ref=nb_sb_noss?url=search-alias%3Daps&field-keywords=tribal+peoples+for+tomorrow%27s+world&x=0&y=0

Corry sagte heute: "Einer der Gründe, warum Menschenrechtsverletzungen
noch heute begangen werden, hat damit zu tun, dass die Rechte aus
der UN-Erklärung nicht unmittelbar einklagbar sind. All jene die
diese Verbrechen ablehnen, sollten deshalb die [12]Ratifizierung
der ILO-Konvention 169 unterstützen, die rechtlich verbindlich ist.
Links:
12. http://www.survivalinternational.de/indigene/ilo

Lesen Sie diese Meldung online:
http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7937
_________________________________________________________________

_Für mehr Informationen und Bildmaterial, oder für die Verwendung des
angehängten Bildes, kontaktieren Sie bitte: _
Linda Poppe
_Tel.: _(+49) (0)30 72 29 31 08
_E-Mail: _[14]presse ätsurvivalinternational.de
Links:
14. mailto:presse ät survivalinternational.de

Survival Deutschland
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
oder Alice Bayer (in London):
_Tel.: _(+44) (0) 20 7687 8710
_E-Mail: _[15]presse ät survivalinternational.de
Links:
15. mailto:presse ät survivalinternational.de

Survival International ist eine weltweit aktive
Nicht-Regierungsorganisation, die sich für die Rechte von indigenen
Völkern einsetzt.
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