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Dieter Heiser <contraste ät online.de>8. Mar 2009 00:19

Interview zur 6. Akademie für linke MedienmacherInnen

Aus CONTRASTE Nr. 291 (Januar 2009, Seite 3)

INTERVIEW ZUR 6. AKADEMIE FÜR LINKE MEDIENMACHERiNNEN

»Netze knüpfen« – Linke Themen besser in die Öffentlichkeit bringen

CONTRASTE: Seit wann gibt es die Linke Medienakademie?

Bernd Hüttner: Die Medienakademie entstand aus Kursangeboten für
Zeitungsprojekte der Linkspartei und ihres Umfeldes. 2008 ist der
Quantensprung. Die Akademie fand erstmals in Kooperation mit der (Rosa
Luxemburg Stiftung) RLS statt, zum anderen nahmen 300 Menschen teil. Für
2009 rechnen wir mit noch mehr Interesse.

? Ihr sprecht also jetzt das gesamte linke Spektrum an?

Ja, die politische Debatte wird in den Medien geführt. Aber
gesellschaftlicher Druck braucht Prozesse von unten. Der entsteht aus
Diskussion und Organisierung an den realen Orten, an denen Menschen
zusammen kommen. Das ist in Initiativen und Parteien, in Verbänden,
Gewerkschaften und Kirchen, im Stadtteil. Wer sich hier engagiert, braucht
auch ein mediales Sprachrohr. Unser Ziel, das wir in Teilen auch schon
erreichen, ist es Menschen, aus Gewerkschaften, politischen Initiativen,
der Zivilgesellschaft, aus lokalen Onlineprojekten oder freien Radios
anzusprechen. Wir verstehen die Akademie für linke Medienmacher/innen als
einen Ort für diejenigen, die für eine demokratische, soziale und
solidarische Republik eintreten und dafür Medienarbeit als Feld politischen
Handelns ansehen. Dieses Jahr konnten wir – mit diesem Impuls – neben dem
bisherigen Partner Neues Deutschland – die taz als Medienpartner gewinnen.

? Was erwartet die Teilnehmer am ersten Märzwochenende?

Kurz gesagt bieten wir Weiterbildung, Diskussionen und Networking. Das
bedeutet preiswerte Weiterbildung auf höherem Niveau, ebenso wie
Einführungen für Starter. Wichtig ist uns auch die politische Diskussion
sowie das Networking mit und unter Gleichgesinnten. Wir sind dafür, die
Obama-Kampagne macht das mehr als deutlich, die Möglichkeiten des digitalen
Zeitalters verstärkt zu nutzen, sich also nicht nur auf gedruckte Produkte
zu konzentrieren. Ich freue mich besonders auf Bascha Mika von der taz, die
ja die einzige leitende Redakteurin einer überregionalen Zeitung in
Deutschland ist.

? Wie geht es weiter?

Wir werden die Akademie als größten Treffpunkt linker und alternativer
Medienschaffender etablieren und das Workshopangebot für Jugendliche und
Studierende gezielt erweitern.

Vielen Dank für das Gespräch.

Bernd Hüttner ist seit 2008 an der Linken Medienakademie beteiligt. Die
Fragen für CONTRASTE stellte Klaus-Dieter Heiser, Berlin.
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monatliches Sprachrohr und Diskussionsforum.

Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
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ChefIn für ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugründungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhänge.

Des weiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nützliche Infos über Seminare, Veranstaltungen und
Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und
ein Spiegel dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen
Berichte, Diskussionen und Dokumentationen erfolgt
undogmatisch und unabhängig. Die RedakteurInnen sind selbst
in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
ehrenamtlich und aus Engagement.

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