ANARCHISTISCHE BIBLIOTHEK IN WIEN ERÖFFNET
Aus CONTRASTE Nr. 310/311 (Sommer 2010, Seite 6)
ANARCHISTISCHE BIBLIOTHEK IN WIEN ERÖFFNET
Redaktion Heidelberg # Am 1. Mai eröffnete in Wien eine anarchistische
Bibliothek samt Archiv. Seitdem können die BesucherInnen nicht nur in den
zahlreich vorhandenen Büchern schmökern, sondern auch anarchistische
Zeitschriften des letzten Jahrhunderts einsehen. Mag man sich noch viele
Bücher über Antiquariate besorgen können, so ist der Zeitschriftenbestand
an den wichtigsten anarchistischen / anarchosyndikalistischen Zeitschriften
für Wien einzigartig. Die Bibliothek ist jeden Montag zwischen 18 und 20
Uhr geöffnet und über einen eigenen Eingang in der Lerchenfelder Straße
124-126, im Hof 3. Tür 1a zu erreichen. Weitere Besuchstermine können über
info(at)a-bibliothek.org vereinbart werden. Auf der Homepage
[www.a-bibliothek.org] sind zudem digitalisierte Dokumente der historischen
anarchistischen Bewegung online. Neben den kompletten Ausgaben (!) der
Zeitschriften »Zukunft« (1880-1884) und »Wohlstand für alle« (1907-1914)
findet sich hier z.B. die »Soziale Revolution«, die Frontzeitung der
deutschsprachigen AnarchosyndikalistInnen im spanischen Bürgerkrieg
1936-1939.
Die Bibliothek befindet sich in den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten der
»Schenke«, einem neuen Projekt in Wien mit Umsonstladen, Cafe, einem
wertkritischen Büro u.v.m. Die Schenke möchte »einen offenen Raum für alle
schaffen, die sich gegenseitig beschenken wollen. Dinge können gebracht und
mitgenommen werden, ohne dass Geld beteiligt ist.«
Weitere Projekte mit libertärem (Buch)Bestand
in Wien:
# Bibliothek von unten:
www.bibliothek-vonunten.org
# Das Archiv der sozialen Bewegungen / Wien:
www.bibliothek-vonunten.org/Archiv.htm
# Bibliothek im Ernst-Kirchweger-Haus (EKH):
www.med-user.net/~ekh/
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CONTRASTE ist die einzige überregionale Monatszeitung für
Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als monatliches
Sprachrohr und Diskussionsforum.
Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen Lebensbereichen
breit macht, wird hier regelmäßig aus dem Land der gelebten Utopien
berichtet: über Arbeiten ohne ChefIn für ein selbstbestimmtes Leben,
alternatives Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugründungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele andere
selbstorganisierte und selbstverwaltete Zusammenhänge.
Des weiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt, nützliche Infos
über Seminare, Veranstaltungen und Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.
CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und ein Spiegel
dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen Berichte, Diskussionen und
Dokumentationen erfolgt undogmatisch und unabhängig. Die RedakteurInnen
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