»Hut ab!« – Schulgenossenschaft erhält Auszeichnung
Aus CONTRASTE Nr. 307 (April 2010, Seite 13)
GENOSSENSCHAFTSPREIS
»Hut ab!« – Schulgenossenschaft erhält Auszeichnung
Neun Genossenschaften aus Deutschland hatten sich um den
Genossenschaftspreis 2009 beworben. Darunter waren Wohngenossenschaften aus
Bonn, Wiesbaden, vom Niederrhein und aus Sachsen-Anhalt, eine
Konsumgenossenschaft aus Solingen, eine Energiegenossenschaft aus Freiburg,
eine Arbeitslosengenossenschaft aus Hannover, die Verlagsgenossenschaft der
»tageszeitung« in Berlin und die »Hut ab! Schulgenossenschaft eG« der
Joseph-Beuys-Gesamtschule in Düsseldorf. Letztere gewann den ersten Preis.
Bernd Wulf, Red. Genossenschaften # Der Bundesverein zur Förderung des
Genossenschaftsgedankens e.V. will dazu beitragen, dass die
Genossenschaftsidee in unserer Gesellschaft einen bedeutenderen Stellenwert
erhält. Wie keine andere Unternehmensform steht die Genossenschaft für
Demokratie und Mitverantwortung in der Wirtschaft. Sie soll relevanter
werden als bisher – gerade in der aktuellen Krise der
Kapitalgesellschaften.
Bereits zum dritten Mal hatte deshalb der Bundesverein (BzFdG) einen
bundesweiten Wettbewerb ausgeschrieben, um Beispiele vorbildlicher
Genossenschaftspraxis zu prämieren. In diesem Jahr ging es um die
Vermittlung genossenschaftlichen Gedankenguts: Gesucht wurden
Genossenschaften, die sich in besonderer Weise darum bemüht und verdient
gemacht haben, genossenschaftliche Werte mit ihren Mitgliedern zu
entwickeln, darzustellen und auszugestalten.
Erfahrungen sammeln
In der Humboldt-Universität in Berlin konnte jetzt die Schulgenossenschaft
den ersten Preis, der mit 2.500 Euro dotiert war, in Empfang nehmen. In der
Laudatio
gab Prof. Dr. Ringle von der Universität Hamburg folgende Begründung für
die Auszeichnung an die Hut ab! Schulgenossenschaft eG:
Die Schulgenossenschaft bietet ihren Mitgliedern die Chance zu
eigenverantwortlichem Denken und Handeln im Wirtschaftsleben, indem sie
Geschäftsideen und Problemlösungen in Schülerfirmen entwickeln lässt. Die
Einbindung in gemeinsam gestaltetes betriebliches Geschehen lässt Schüler
und Schülerinnen neue Erfahrungen gewinnen, Kompetenzen erwerben und das
»Wir-Gefühl« stärken. Durch den Umgang mit solidarischer Selbsthilfe
erhalten die Jugendlichen Gelegenheit, durch »Learning by doing« in die
Genossenschaftsidee hineinzuwachsen.
Plattform Schülerfirma
Im Kontakt mit den Abnehmern der genossenschaftlichen Dienstleistungen
werden genossenschaftliche Besonderheiten vermittelt. Durch Pressegespräche
und Veranstaltungen leisten die Schülerfirmen unter Einbeziehung der
Schulleitung Öffentlichkeitsarbeit für die Genossenschaftsidee. Für
ehemalige Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen sowie Eltern ist
die Genossenschaft eine Plattform, um mit der Schule verbunden zu bleiben
und über deren Entwicklung informiert zu werden.
Als erfolgreich etablierte »Lernwerkstatt« kann die Genossenschaft andere
Schuleinrichtungen dazu anregen, ebenfalls eine Schulgenossenschaft zu
gründen. Daran interessierten Schulen bietet die Schulgenossenschaft an,
sich in der Phase des Aufbaus von Schülerfirmen von ihr beraten zu lassen.
Die Gründung einer solchen Genossenschaft sollte im Interesse der Leitung
weiterer Schulen liegen. Sie verfolgen das Ziel, Qualität und Image durch
praktische Ergänzung wirtschaftsbezogener Unterrichtsinhalte zu stärken.
Werbeträger für Genossenschaften
Besonders beeindruckt war die Jury davon, dass junge Menschen, die noch
über viele Jahrzehnte Werbeträger für die Genossenschaftsidee sein können,
sich schon früh nicht nur mit dieser Idee vertraut machen, sondern sie in
ihrem schulischen Umfeld auch verwirklichen. So leistet jede Schülerfirma,
die in Anlehnung an die genossenschaftliche Rechtsform arbeitet, auf diesem
neuen Tätigkeitsfeld einen wertvollen Beitrag zur Förderung und
Zukunftssicherung des Genossenschaftsgedankens.
Nähere Informationen erhalten Sie beibHut ab! Schulgenossenschaft eG,
Siegburger Str. 149, 40591 Düsseldorf.
Email: info

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schulgenossenschaft.de
www.schulgenossenschaft.de
oder dem Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V.,
Mariannenstr. 48, 10997 Berlin.
Email: info

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genossenschaftsgedanke.de
www.genossenschaftsgedanke.de
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