Ueber 1000 Menschen blockieren seit 13:30 Uhr in Gorleben Zufahrt zum Zwischenlager
X-tausendmal quer
Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft
Pressemitteilung
27. November 2011; 17:30 Uhr
* Über 1000 Menschen blockieren seit 13:30 Uhr in Gorleben Zufahrt zum
Zwischenlager
* "Gewaltfrei dem Unrecht entgegensetzen"
Gorleben. Gegen 13:30 Uhr am Sonntag haben über 1000 Atomkraftgegner/innen
mit der Initiative X-tausendmal quer in Gorleben die
Castor-Transportstrecke auf ihrem letzten entscheidenden Abschnitt vor dem
Ortseingang Gorleben blockiert. Dort muss der Castor durch, um ins
Zwischenlager Gorleben gebracht zu werden.
Die Blockier/innen sind entschlossen nicht freiwillig zu weichen und haben
sich in Aktionstrainings auf die Blockade vorbereitet
Nach dem Durchzug von Regen richten sich die Blockierer/innen jetzt auf
die Nacht ein. Essen, Toiletten, Planen und Decken sind eingetroffen.
Hinkommen zur Blockade auch mit Autos sei möglich, heißt es von
X-tausendmal quer.
Die Polizei habe zwar bereits die dritte Aufforderung zum Verlasssen der
Straße erteilt, der aber von den Atomkraftgegner/innen nicht gefolgt
wurde. Derzeit gebe es keine Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende
Räumung. "Der Transport des Strahlenmülls ist ein massives Unrecht, dem
wir uns gewaltfrei entgegensetzen müssen", erklärte Luise Neumann-Cosel,
Pressesprecherin von X-tausendmal quer, die in der Blockade vor Ort ist.
Wer mit X-tausendmal quer blockiert, hat sich auf einen Aktionskonsens
verpflichtet. Dazu gehört, auf jede Gewalt zu verzichten, keine Menschen
zu verletzen und die einzelnen PolizistInnen als Menschen achten, auch
wenn ihr Handeln kritisierbar ist. "Wer sich diesem Aktionskonsens
anschließt, ist herzlich zu unserer Sitzblockade eingeladen. Wir sind
gekommen, um zu bleiben, und wir können jede Unterstützung gebrauchen.
Bringt Eure Schlafsäcke mit!", sagte Luise Neumann-Cosel.
Schon seit Donnerstag konnten Interessierte im Camp von X-tausendmal quer
in Gedelitz Bezugsgruppen gründen und an Aktionstrainings teilnehmen. Die
Aktionstrainings wird es auch an der Straße in Gorleben. Die Blockierer
üben, wie eine Räumung vonstatten geht. Thema sind auch Gefühle wie Angst
und Wut. Deeskalation wird gezielt trainiert.
Die Initiative X-tausendmal quer blockierte 1997 zum ersten Mal einen
Castortransport. Damals saßen 9.000 Menschen auf der Straße in Dannenberg
gleich am Anfang der Straßenstrecke. Vergangenes Jahr wurde die Straße
vorm Zwischenlager 46 Stunden blockiert.
Der Aktionskonsens:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=117
Für Rückfragen:
Luise Neumann-Cosel, Tel. 0171 - 215 54 82
Julia von Staden, Tel. : 0179-910 30 59
Pressebüro in Dannenberg, Tel. 05861 - 9835730