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Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>20. Dec 2011 18:24

Gorleben wackelt und Roettgen trickst


.ausgestrahlt-Newsletter
20. Dezember 2011
es schreibt: Matthias Weyland

Lesen, Handeln und Weiterschicken!


Liebe Freundinnen und Freunde,

ein Jahr, in dem sich Anti-Atom-Ereignisse wie auch -Entscheidungen und
-Aktivitäten überschlagen haben, neigt sich dem Ende entgegen. Und es
geht spannend weiter: Die Bund-Länder-Gespräche zum geplanten
Endlagersuchgesetz gehen in ihre entscheidende Phase. Umweltminister
Röttgen versucht, den ungeeigneten Endlagerstandort Gorleben mit immer
neuen Tricks durchzusetzen und spricht plötzlich von "Baustopp" in
Gorleben. Dabei wurde dort bis vor einigen Tagen offiziell gar nicht
"gebaut", sondern nur "erkundet". Die Erkundungsarbeiten im Salzstock
gehen aber unvermindert weiter. Klar wird durch Röttgens Trick vor allem
eins: Gorleben wackelt - weil der öffentliche Druck wächst, den Standort
endgültig aufzugeben.

Doch nicht nur in Gorleben wird getäuscht und getrickst. Der Rückblick
auf die letzten Wochen zeigt einmal mehr, wie symptomatisch das für die
ganze Atombranche ist. Da behauptet die japanische Regierung, in
Fukushima sei der Zustand der sicheren Kaltabschaltung erreicht. Nicht
nur dass es zynisch ist, den Begriff für einen Katastrophenfall
einzusetzen - in den Reaktoren von Fukushima jedenfalls haben sich die
mehrere Tausend Grad heißen Kerne ins Betonfundament hineingefressen,
die Situation kann nach wie vor jederzeit kippen.

Es gibt aber auch gute Nachrichten, die uns positiv auf das neue Jahr
einstimmen. In 2011 hat der Anteil der Erneuerbaren Energien an der
Stromerzeugung den der Atomkraft mit nun 19,9 Prozent erstmals überholt.
Die Energiewende kommt, wenn wir sie nur lassen!

Etwas Ruhe und Erholung wünscht Matthias Weyland
und das ganze .ausgestrahlt-Team



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Inhalt
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1. Der Schein-Baustopp von Norbert Röttgen
2. Vier Wochen Gorleben-FreundInnen: Bist Du auch schon dabei?
3. Last-Minute-Geschenke nur noch heute
4. Über den .ausgestrahlt-Tellerrand
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1. Der Schein-Baustopp von Norbert Röttgen
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Umweltminister Norbert Röttgen musste auf den wachsenden Druck der
letzten Wochen reagieren, und hat dies mit einem neuen Trick getan. Mit
einem Ausbaustopp, der nur den weiteren Vortrieb von Stollen für die
Dauer der Gespräche zwischen Bund und Ländern vorübergehend aussetzt,
soll die Bevölkerung ruhig gehalten werden. Der Großteil der Arbeiten im
Salzstock geht jedoch unvermindert weiter, für die MitarbeiterInnen im
Erkundungsbergwerk hat sich der Arbeitsalltag durch den Ausbaustopp kaum
geändert. Genau wie auch der 9-Millionen-Auftrag für einen
Eignungsnachweis Gorlebens an die WissenschaftlerInnen aufrecht erhalten
wird, die schon Morsleben und die Asse für geeignet hielten. Unsere
Pressemitteilung dazu:

http://www.ausgestrahlt.de/presse.html#c9179


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2. Vier Wochen Gorleben-FreundInnen: Bist Du auch schon dabei?
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Vor vier Wochen haben wir das Projekt Gorleben-Freunde und Freundinnen
gestartet, um den öffentlichen Druck zu erhöhen, damit der ungeeignete
Standort endgültig vom Tisch kommt. Gerade jetzt, wo das
Gorleben-Projekt ins Wanken gerät und die Befürworter mit allen Tricks
versuchen, den Endlagerstandort durchzusetzen, braucht Gorleben viele
Freundinnen und Freunde. Mach mit und zeig Dein Gesicht:

http://www.gorleben-freunde.de/


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3. Last-Minute-Geschenke nur noch heute
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Für alle späten Geschenk-KäuferInnen: Wenn Du heute noch bestellst,
erhältst Du Deine Lieferung aus unserem Shop noch vor Weihnachten. Über
die Feiertage pausiert der Versand von Anti-Atom-Materialien, ab dem 4.
Januar wird wieder ausgeliefert:

http://www.shop.ausgestrahlt.de/shop/geschenke-fuer-weihnachten


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4. Über den .ausgestrahlt-Tellerrand
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Die "Rechtshilfe Gorleben" hat eine Studie zur Eignung des Endlagers
Gorleben in Auftrag gegeben. Dr. Ulrich Kleemann, bis 2010
Fachbereichsleiter beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), kommt zu dem
eindeutigen Schluss: Gorleben erfüllt nicht einmal die vom Arbeitskreis
Endlager (AKEnd) entwickelten Mindestkriterien:
http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/studien


Ein japanischer Journalist hat, ganz im Stil von Günter Wallraff, fünf
Wochen "undercover" als Leiharbeiter im AKW Fukushima gearbeitet:
http://taz.de/Atomkatastrophe-in-Japan/!83816


Und noch eine Studie: Die fortgesetzten Investitionen in Atomkraft sind
ein "signifikantes Hindernis" für die notwendige Wende hin zu einer
nachhaltigen Energiewirtschaft. Das ist die Kernaussage einer Studie der
Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema Atomkraft und Erneuerbare Energien:
http://www.boell.org/downloads/HBS-Frogatt_web.pdf
_______________________________________________

.ausgestrahlt ist eine Mitmachkampagne gegen Atomenergie.
http://www.ausgestrahlt.de

Eintragen, Austragen, Adressänderungen:
https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/ausgestrahltnews

Spenden für .ausgestrahlt:
https://www.ausgestrahlt.de/spenden
Oder direkt auf unser Spendenkonto 2009 306 400 bei der GLS-Bank (BLZ 430 609 67)
.ausgestrahlt ist vom Finanzamt Hamburg als gemeinnützig anerkannt.
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