Der Castor kommt, die Grundrechte gehen
X-tausendmal quer
Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft
Pressemitteilung
13. November 2011
"Der Castor kommt, die Grundrechte gehen"
* Bundesregierung vertritt die Interessen von Konzernen, nicht die der
Bevölkerung
* Atomkraftgegner lassen sich von Versammlungsverbot nicht einschüchtern
Zur von der Polizeidirektion Lüneburg erlassenen Einschränkung des
Versammlungsrechts erklärt Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von
X-tausendmal quer:
"Der Castor kommt, die Grundrechte gehen. Um den Atommüll-Transport nach
Gorleben zu bringen, weiß sich die Bundesregierung nicht mehr anders zu
helfen, als Grundrechte einzuschränken. Sie lässt jegliche Demonstration
in der Nähe des Transports verbieten. Damit offenbart die Regierung mehr
denn je, wessen Interessen sie tatsächlich vertritt: Nicht etwa die der
Bevölkerung, die die strahlende Fracht nach Gorleben aus guten Gründen
ablehnt, sondern die der Atomkonzerne. Deutlich wird auch: Das
Endlager-Projekt in Gorleben ist nur durchsetzbar, wenn dafür Grundwerte
unserer Demokratie umgangen werden.
Doch wir lassen uns nicht einschüchtern: Auch ein Versammlungsverbot
wird uns nicht davon abhalten, entschieden gegen die unverantwortliche
Politik der Bundesregierung zu protestieren. Wenn der Castor-Transport
Richtung Gorleben rollt, werden wir seinen Weg mit einer gewaltfreien
Sitzblockade versperren. Dass im maroden Salzstock in Gorleben Atommüll
verklappt werden soll, können wir nicht zulassen. Unsere Verantwortung
gegenüber kommenden Generationen gebietet uns, nicht wegzuschauen,
sondern entschlossenen Widerstand gegen das Endlager in Gorleben zu
leisten."
Für Rückfragen:
Luise Neumann-Cosel, 0171-215 54 82
X-tausendmal quer ist eine bundesweite Anti-Atom-Initiative, die eine
große gewaltfreie Sitzblockade gegen den Castor-Transport nach Gorleben
organisiert.
http://www.x-tausendmalquer.de/
Online-Akkreditierung für Info-SMS-Dienst während des Castor-Transports:
http://bit.ly/a5BXnA