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Auswahl: [Robin Wood e.V.]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>29. Oct 2008 20:25

ROBIN WOOD fordert Absage an Gorleben als Endlager-Standort


2008-10-29

ROBIN WOOD fordert Absage an Gorleben als Endlager-Standort
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http://www.robinwood.de/german/presse/index-081029.htm


Vor dem morgen in Berlin beginnenden Endlager-Symposium kritisiert ROBIN
WOOD, dass das Bundesumweltministerium zwar zu einem offenen Dialog über
ein atomares Endlager einlädt, zugleich aber nichts dagegen unternimmt,
dass Gorleben zum Endlager-Standort wird. Die von Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel formulierten Sicherheitsanforderungen an ein Endlager
machen eine Einlagerung in Gorleben sogar wahrscheinlicher. Kommende
Woche wird zudem der nächste CASTOR-Transport mit hochradioaktivem Müll
ins Wendland rollen. ROBIN WOOD ruft dazu auf, die Proteste gegen diesen
unsinnigen und gefährlichen Transport und für den Ausstieg aus der
Atomenergie zu unterstützen.

ROBIN WOOD fordert Absage an Gorleben als Endlager-Standort Vor dem
morgen in Berlin beginnenden Endlager-Symposium kritisiert ROBIN WOOD,
dass das Bundesumweltministerium zwar zu einem offenen Dialog über ein
atomares Endlager einlädt, zugleich aber nichts dagegen unternimmt, dass
Gorleben zum Endlager-Standort wird. Die von Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel formulierten Sicherheitsanforderungen an ein Endlager machen eine
Einlagerung in Gorleben sogar wahrscheinlicher. Kommende Woche wird zudem
der nächste CASTOR-Transport mit hochradioaktivem Müll ins Wendland
rollen. ROBIN WOOD ruft dazu auf, die Proteste gegen diesen unsinnigen
und gefährlichen Transport und für den Ausstieg aus der Atomenergie zu
unterstützen.

Bislang setzt sich das Bundesumweltministerium (BMU) nach eigenem
Bekunden für eine ergebnisoffene, vergleichende Standortsuche ein.
Tatsächlich findet diese Suche bislang jedoch nicht statt. Und in der
Stellungnahme des BMU "Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle", das ab morgen bei dem Symposium
in Berlin diskutiert wird, ist ein Standortvergleich noch nicht einmal
zwingend vorgeschrieben.

Außerdem schwächen das BMU und Umweltminister Gabriel die bisherigen
Sicherheitsanforderungen an ein Endlager, indem sie feststellen, dass es
vor allem auf den "einschlusswirksamen Gebirgsbereich" als geologische
Barriere ankomme. Damit wird die sicherheitstechnische Bedeutung des
Deckgebirges verringert. Auf diese Weise räumt das BMU ein hartes
Argument gegen den Standort Gorleben aus dem Weg, denn ein geschlossenes
Deckgebirge - das hat die Erkundung von Gorleben gezeigt - ist über dem
dortigen Salzstock nicht vorhanden.

"Wer derart wichtige Sicherheitskriterien wie das Deckgebirge einfach
aufgibt, stärkt entscheidend diejenigen, die Gorleben schon immer zur
Atommüllhalde machen wollten", so Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN
WOOD.

Zu den klaren Befürwortern von Gorleben als atomares Endlager zählt auch
Gabriels Kabinettskollege, Wirtschaftsminister Michael Glos. Sein
Ministerium verbreitet seit diesem Monat eine neue Publikation über das
"Endlagerprojekt Gorleben". Darin wird behauptet, die Endlagerfrage in
Deutschland sei "technisch gelöst", ein neues Auswahlverfahren sei "nicht
begründbar" und alle Erkundungsergebnisse sprächen dafür, dass "der
Salzstock Gorleben für die sichere Endlagerung geeignet" sei.

"CDU und Atomwirtschaft haben sich klar pro Gorleben positioniert. Wenn
Umweltminister Gabriel so schwach dagegen hält und nicht einmal eine
ergebnisoffene Standortsuche vorschreibt, wird eine Atommüllkippe in Gorleben
immer wahrscheinlicher. Umso wichtiger ist ein breiter gesellschaftlicher
Protest gegen den anstehenden CASTOR-Transport ins Wendland."

Voraussichtlich am Freitag kommender Woche wird der nächste Atommüll-
Transport vom französischen La Hague aus Richtung Wendland starten. ROBIN
WOOD ruft dazu auf, sich an den vielfältigen Protesten gegen den
Transport und die Demonstration am Samstag, den 8. November in Gorleben
zu beteiligen.


Kontakt:
Dirk Seifert, ROBIN WOOD-Energiereferent, Tel. 040 / 380 892 21,
energie ät robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22,
presse ät robinwood.de


Weitere Infos und Demo-Aufruf unter: http://www.robinwood.de/energie
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