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Auswahl: [FIfF e.V.]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>11. Nov 2011 22:24

14.11., Podiumsdiskussion zum Thema Zivilklausel


Liebe FIfF-Mitglieder und FIfF-Interessierte,

seit längerem wird ja die Debatte um Zivilklauseln an Hochschulen und Forschungseinrichtungen wieder verstärkt geführt - auch FIfF-Mitglieder beteiligen sich an lokalen Diskussionen ebenso wie an Aktivitäten der bundesweiten Initiative.

Da das Thema von überregionaler Bedeutung ist, erlaube ich mir, die Information über eine kommenden Montag in Bremen stattfindende Podiumsdiskussion auch über die FIfF-L-Liste zu senden.

Viele Grüße,
Ralf E. Streibl


Anfang der weitergeleiteten E-Mail:
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
> liebe Kolleginnen und Kollegen,
>
> wie Sie vermutlich mitverfolgt haben wurde in den letzten Monaten des öfteren in den Bremer Medien und auch bundesweit berichtet, dass auch in Bremen eine Diskussion vor dem Hintergrund der sogenannten "Zivilklausel" (im Sinne der Selbstverpflichtung auf zivile Forschung und Entwicklung) stattfindet.
>
> Demnächst wird auch der akademische Senat der Universität sich erneut mit
dem Thema befassen. Im Vorfeld wurden mehrere Veranstaltungen hierzu
organisiert, die sich gleichermaßen an die Universitätsmitglieder als auch an
die Öffentlichkeit richten. Am Montag findet die nächste dieser
Veranstaltungen im Haus der Wissenschaft statt, wozu wir Sie sehr gerne
einladen möchten: >
> 14.11.2011, 19.00 Uhr, Haus der Wissenschaft (Olbers-Saal):
>
> "Zivilklauseln contra Rüstungsforschung an deutschen Hochschulen"
>
> auf dem Podium:
> Sören Böhrnsen (Bremen),
> Prof. Dr. Arnim von Gleich (FB4, Uni Bremen),
> Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski (FB3, Uni Bremen),
> Senta Pineau (Köln),
> Dietrich Schulze (Karlsruhe)
>
> Mit einer Zivilklausel kann eine wissenschaftliche Einrichtung erklären,
> keine Rüstungsforschung betreiben, sondern zur Entwicklung einer
> friedlichen Wissenschaft beitragen zu wollen. Seit Monaten wird an
> vielen deutschen Hochschulen mit einem bemerkenswerten Widerhall in den
> öffentlichen Medien über Zivilklauseln diskutiert. Allerdings ist die
> Zahl der Universitäten klein, die sich gegen Rüstungsforschung
> ausgesprochen haben, während wesentlich mehr Hochschulen
> militärische Projekte durchführen. Die Universität Bremen hat seit 1986
> eine Zivilklausel. Die Podiumsdiskussion dient der Bestandsaufnahme und
> der Auseinandersetzung darüber, welche Rolle Zivilklauseln an deutschen
> Hochschulen spielen, ob sie zeitgemäß sind und warum sie gerade jetzt so
> große Aufmerksamkeit genießen. Dabei soll die Zivilklausel der
> Universität Bremen beispielhaft einbezogen werden.
>
> Veranstalter:
> Universität Bremen in Kooperation mit der Bremischen Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung und dem Allgemeinen StudentInnenausschusses (AStA) der Universität Bremen.
>
> Organisation:
> Hans-Jörg Kreowski, Karl-Heinz-Rödiger, Ralf E. Streibl (FB3, Universität Bremen)
>
>
>
> Noch zwei Textpassagen zum Thema:
>
>> (1) Beschluss 5113 des Akademischen Senats der Universität Bremen, 14.5.1986 (Auszug):
>>
>> "... Der Akademische Senat lehnt jede Beteiligung von Wissenschaft und Forschung mit militärischer Nutzung bzw. Zielsetzung ab und fordert die Mitglieder der Universität auf, Forschungsthemen und -mittel abzulehnen, die Rüstungszwecken dienen können. ..."
>
>
>> (2) Leitziele der Universität Bremen (Auszug) - http://www.uni-bremen.de/universitaet/profil/leitziele.html:
>>
>> »(...) Lehrende und Lernende der Universität Bremen orientieren sich an den Grundwerten der Demokratie, Menschenrechte und sozialen Gerechtigkeit, die in vielen Bereichen auch Gegenstand von Forschung und Lehre sind. Sie werden sich auch künftig mit den Folgen der Wissenschaft in Wirtschaft, Politik und Kultur und mit den Möglichkeiten einer sozial- und umweltverträglichen Nutzung von Forschungsergebnissen (z.B. vorausschauende Technologie- und Wirtschaftspolitik, keine Rüstungsforschung) befassen. Die gesellschaftliche Verantwortung der Universität beginnt in der Region, d.h. mit dem Engagement für eine zukunftsfähige Entwicklung des Landes Bremen. Sie umfasst auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Unterentwicklung (Nord-Süd-Gefälle). (...)«
>
>
>
>
> Mit bestem Dank und mit freundlichen Grüßen
> Ralf E. Streibl
> (im Namen der Organisatoren)
> --
> Ralf E. Streibl
> Studienzentrum Informatik
> Universität Bremen - FB3
> Bibliothekstrasse 1
> D-28359 Bremen
> Tel. 0421 - 218-64341
> res ät informatik.uni-bremen.de
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