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Auswahl: [Fairer Handel]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>19. Dec 2011 21:39

Oeko-fair: Newsletter Nr. 4 Dezember 2011


Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke? Besonders flott geht das
Bestellen ja mit dem Smartphone. Immer mehr Verbraucher nutzen diese
Möglichkeit, wie ein Studie von eBay und der VERBRAUCHER INITIATIVE
ergeben hat. Vor allem Bücher lassen sich so auf dem Weg zur Arbeit noch
schnell besorgen. Weniger schnell kaufen, sondern sorgfältig prüfen
sollten Sie Ihren Weihnachtsbaum. Der BUND hat auf fast der Hälfte der
angebotenen Bäume Pestizide gefunden. Mehr zu diesen und anderen Themen
finden Sie in diesem Newsletter.

Mit den besten Wünschen für schöne Feiertage und einen guten Rutsch

Saphir Robert
für das Team von www.oeko-fair.de


-------Termine--------------------------------------------------------

One World Award - Bewerbungsschluss
Datum: 31. Dezember 2011
Ort: Bundesweit
Weitere Informationen:
www.one-world-award.com/index.html

Naturschutztage am Bodensee
Datum: 5. Januar - 8. Januar 2012
Ort: Radolfzell
Weitere Informationen:
www.naturschutztage.de/index.html

Fairtrade Award - Bewerbungsschluss
Datum: 15. Januar 2012
Ort: Bundesweit
Weitere Informationen:
www.fairtrade-deutschland.de

Stunde der Wintervögel
Datum: 6. Januar - 8. Januar 2012
Ort: Bundesweit
Weitere Informationen:
www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundederwintervoegel/


-- Themenüberblick ---------------------------------------------------

1. Geschenke kaufen mit dem Smartphone

2. Belastete Weihnachtsbäume

3. Zahl der Ökobauern wächst

4. Wasserversorgung in Asien in Gefahr

5. Thunfisch und Makrelen vom Aussterben bedroht

6. Fisch essen mit gutem Gewissen

7. Undeutliches Ende

8. Spitzenplätze bleiben leer

9. Mit dem Fahrrad nach Rio


--Themen -------------------------------------------------------------

1. Geschenke kaufen mit dem Smartphone

Ein Drittel der Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer planen, in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke mit ihrem mobilen Endgerät einzukaufen. Unter den 30- bis 49-Jährigen werden das sogar fast 40 Prozent tun. Dies ergab die von der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. und dem weltweiten Online-Marktplatz eBay gemeinsam durchgeführte Smart Shopping Studie 2011. Diese repräsentative Verbraucherumfrage zeigt, dass sich Mobile Commerce zunehmend als Einkaufskanal etabliert. Danach stehen beim mobilen Weihnachtsshopping vor allem Bücher auf der Geschenkeliste. Es folgen elektronische Medien und Unterhaltungselektronik.
www.verbraucher.org/verbraucher.php/cat/53/


2. Belastete Weihnachtsbäume

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat in sechs von 15 getesteten Weihnachtstannen und -fichten teils verbotene Pestizide gefunden. Er fordert daher die Pflanzenschutzbehörden in den Ländern und Landkreisen auf, verstärkt ihrer Kontrollpflicht nachzukommen. Verbrauchern empfiehlt der Umweltverband, Weihnachtsbäume am besten direkt beim Förster oder aus lokaler und regionaler Aufzucht zu kaufen, vorzugsweise gekennzeichnet mit dem Bioland-, Neuland-, Naturland oder dem FSC-Siegel.
http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-weihnachtsbaumtester-finden-in-fast-der-haelfte-der-baeume-teils-verbotene-pestizide/


3.Zahl der Ökobauern wächst

Die Zahl der Ökobauern in Deutschland wächst langsam, aber stetig. Inzwischen werden 991.000 Hektar Land von rund 22.000 Betrieben nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Damit hat sich die Zahl der Ökobetriebe in der Landwirtschaft seit 1999 verdoppelt. Den größten Anteil an Biobauern gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Baden-Württemberg und Brandenburg.
http://www.oekolandbau.de/service/oekolandbau-in-zahlen/oekoflaeche-und-anzahl-betriebe/


4. Wasserversorgung in Asien in Gefahr

Das Eis im Himalaya schmilzt schneller als bisher angenommen. Das haben Forscher des nepalesischen Instituts "International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) mit mehreren Studien belegt. Demnach hat sich vor allem die Eisdecke in Bhutan und Nepal verringert, um bis zu 22 Prozent. Damit ist die Wasserversorgung für insgesamt 1,3 Milliarden Menschen in Gefahr und mit ihnen 25.000 Tier- und Pflanzenarten.
www.icimod.org/?q=5934


5. Thunfische und Makrelen vom Aussterben bedroht

In ein paar Jahren könnten Thunfische und Markelen ausgestorben sein. Zu diesem Schluss kommen Forscher der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS). Ihrer Studie zufolge sind beide Arten sind stark überfischt. Danach hat die Zahl der Makrelen um mehr als 50 Prozent abgenommen, obwohl diese sich rasch vermehren. Der Bestand der langlebigeren Thunfische schrumpfte sogar um mehr als 60 Prozent. Um zu verhindern, dass das Ökosystem Meer insgesamt durch den Rückgang der Tiere Schaden erleidet, brauchen die Bestände Zeit um sich zu regenerieren, so die Forscher. Sie fordern außerdem ein genaueres Zählverfahren für Fischpopulationen und eine stärkere Regulierung der Fischerei. www.pnas.org/content/early/2011/11/30/1107743108


6. Fisch essen mit gutem Gewissen

An Weihnachten Fisch zu essen gehört für viele noch zur Tradition. Angesichts der überfischten Meere und der zerstörten Meeresböden stellt sich allerdings die Frage: Welchen Fisch kann ich noch essen? Antworten gibt der WWF-Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte. Danach sind Ostseedorsch, Karpfen und Sprotte noch akzeptabel, auf Rotbarsch, Schwertfisch und tropische Garnelen sollten Verbraucher besser verzichten.Der Ratgeber ist auch als kostenfreie App für Smartphones und iPhones erhältlich.
www.wwf.de/themen/meere-kuesten/fischerei-und-fischzucht/jeder-kann-handeln/neu-fischratgeber/


7. Undeutliches Ende

Mit einem Kompromiss ist am Wochenende die Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban zu Ende gegangen. Danach soll der 1997 im japanischen Kyoto geschlossene Klimaschutzvertrag, dessen erste Phase 2012 endet, fortgeführt werden. Außerdem wurde ein Grüner Klimafonds (GCF) beschlossen, durch den Hilfsgelder an Entwicklungsländer fließen sollen. Während Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel das Ergebnis begrüßte, kritisierten Umweltverbände und Hilfsorganisationen den Vertrag als "Greenwashing" und "fragwürdig in Form und Inhalt".
www.oeko-fair.de/aktuell/undeutliches-ende


8. Spitzenplätze bleiben leer

Kein Land hat in den vergangenen Monaten genug getan, um den Klimawandel zu bremsen. Deshalb haben die Organisation Germanwatch und das Climate Action Network Europe diesmal die ersten drei Plätze ihres jährlichen Klimaschutz-Index frei gelassen. Dahinter folgen Schweden, Großbritannien und Deutschland. Iran, China, Russland, Kanada und USA bekamen die Note "sehr schlecht". Als einziges Land dieser Gruppe erhielt China immerhin eine gute Politikbewertung. Ein Lob erhielt Deutschland für den Atomausstieg und seine vergleichsweise hohen Klimaschutzziele.
www.germanwatch.org/ksi


9. Mit dem Fahrrad nach Rio

Erst gute 1000 Kilometer Fahrrad fahren, dann mit dem Katamaran nach Rio de Janeiro segeln: Von Januar bis Juni 2012 findet der Global Ride to Rio statt. Passionierte Radfahrer fahren in dieser Zeit von München an die französische Atlantikküste und von dort ab April mit dem Katamaran nach Rio. Kann man auch in Etappen mitmachen. Ziel ist, auf das Fahrradfahren als nachhaltige Mobilitätsform aufmerksam zu machen. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom internationalen Klima-Kommunikationsprojekt "Arch of ideas".
http://ict.udlap.mx/projects/global_ride_to_rio/


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Amtsgericht Bonn - VR 5202, Vorsitzender: Dieter Schaper, Geschäftsführer: Georg Abel
Redaktion: Saphir Robert, Georg Abel (V.i.S.d.P.)

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