Ihre Briefe retten Leben
Hallo
"Es fühlt sich gut an, wieder bei meinen Freunden zu sein und mit ihnen
und meiner Familie Zeit verbringen zu können". Jabbar Savalan aus
Aserbaidschan konnte sein Glück kaum fassen, als er kurz nach seiner
Freilassung am 26. Dezember 2011 mit Amnesty International sprach. Der
20-jährige Student war im Mai 2011 inhaftiert und zu zweieinhalb Jahren
Haft verurteilt worden, weil er auf Facebook zu Protesten gegen die
Regierung aufgerufen hatte.
Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt haben sich zwischen dem 3.
und 17. Dezember 2011 im Rahmen des "Amnesty-Briefmarathon" für Jabbar
und andere Menschen in Gefahr mit Briefen, E-Mails, Faxen, SMS und
Postkarten eingesetzt. Unter dem Motto "Shine a Light" hat Amnesty
International außerdem weltweit mit Aufsehen erregenden Aktionen auf das
Schicksal von Menschen in Gefahr aufmerksam gemacht. In vielen Städten
auf der ganzen Welt wurden Portraits der Briefmarathon-Fälle an Hauswände
projiziert. Die schönsten Eindrücke haben wir für Sie in diesem Video
zusammengefasst:
http://www.youtube.com/watch?v=buyyJyMQGQI
Die Anzahl der verschickten Appelle ist in den vergangenen Jahren stetig
gestiegen und noch nie zuvor wurden so viele Briefe verschickt wie 2011:
Über 1,1 Millionen Appelle, das sind fast doppelt so viele wie im Jahr
2010 (636.000)! Rund 28.000 davon wurden aus Deutschland verschickt.
Unter dem Motto "Dein Brief kann Leben retten" beteiligten sich auch
dieses Mal wieder Amnesty-Gruppen aus der ganzen Bundesrepublik an der
Aktion und konnten viele Menschen mobilisieren, sich mit ihrer
Unterschrift für Jabbar Savalan und weitere politische Gefangene
einzusetzen: Beispielsweise für Jean-Claude Roger Mbede aus Kamerun, der
zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, nur weil er angeblich homosexuell
ist. Oder für Fatima Hussein Badi aus dem Jemen, die in einem unfairen
Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt wurde, weil sie ihren Ehemann
umgebracht haben soll.
Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen hoffen, dass der Briefmarathon
und der damit verbundene Einsatz auch dieses Mal zu konkreten
Verbesserungen für die Betroffenen führt - wie im Fall von Jabbar
Savalan. Der Einsatz von Amnesty International für Menschen in Gefahr
beschränkt sich aber nicht nur auf den Briefmarathon, sondern gehört seit
der Gründung der Organisation zu einem der Schwerpunkte unserer Arbeit.
Dazu gehört aktuell auch der Fall der Iranerin Sakineh Ashtiani. Die 44-
jährige Mutter von zwei Kindern wurde wegen "Ehebruch" schuldig
gesprochen. Darauf steht im Iran die Todesstrafe. Jüngste Meldungen aus
dem Iran lassen befürchten, dass Sakineh Ashtiani schon bald hingerichtet
werden könnte.
Helfen Sie uns dabei, die Hinrichtung von Sakineh Ashtiani abzuwenden -
schreiben Sie eine E-Mail an den iranischen Religionsführer Ayatollah
Sayed Ali Khamenei und fordern Sie eine Umwandlung des Todesurteils!
Jetzt mitmachen auf
http://www.amnesty.de/ashtiani
Vielen Dank für Ihren Einsatz!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kampagnen-Team bei Amnesty International in Deutschland
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