3.-5.2.: strategie und aktionskonferenz energiekaempfe in bewegung
Freitag, 03. Februar bis Sonntag, 05. Februar 2012
Strategie- und Aktionskonferenz "Energiekämpfe in Bewegung!?!"
in Berlin (Kreuzberg), Mehringhof, Gneisenaustr. 2
Jenseits von Anti-Atom sind Energiekämpfe noch nicht richtig in
Bewegung, geschweige denn in einer "linken Energiebewegung" angekommen.
Es liegt jedoch auf der Hand, dass systemkritische und massive
Interventionen auf breiter Front notwendig sind. Während der
Klimawandel ungebremst voranschreitet und die Staaten auf nationaler
und internationaler Ebene unfähig sind, dem entgegen zu wirken, ist die
Einzige Antwort der Herrschenden auf die Krisen: Wachstum, Wachstum,
Wachstum. Die Antwort muss jedoch von unten kommen. In lokalen
Aktivitäten und dezentralen Initiativen werden an vielen Orten bereits
Energiekämpfe geführt. Diese zu vernetzen und Gemeinsamkeiten
herauszustellen, um zusammen aktiv werden zu können, ist unser Ziel.
Auf der Strategie- und Aktionskonferenz wollen wir unter anderem
diskutieren und beraten
wie Anti-Atom, Anti-Kohle, Anti-CCS etc. zu einem gemeinsamen
"Energiekämpfe-Projekt" wachsen könnte
was gemeint ist, wenn wir über "Klimagerechtigkeit",
"Energiedemokratie", "Wachstumskritik" u.ä. sprechen
inwiefern es gemeinsame gesellschaftspolitische Visionen gibt
ob und wie daraus eine gemeinsame Strategie werden kann, die ggf.
gemeinsame Aktionen anleitet
Wir freuen uns auf eine Konferenz mit Menschen, die sich mit dem
herrschenden Energieregime nicht zufrieden geben, sondern eine
Energieversorgung wollen, die ökologisch vertretbar, sozial gerecht und
basisdemokratisch organisiert ist.
Wer einen Blick "hinter die Steckdose" wagt, gelangt zur Erkenntnis,
dass unser gesamter Energiewohlstand ein ausbeuterisches und
zerstörerisches Wirtschaftssystem stützt. Die großen Spieler sind
kapitalistische Großkonzerne,
welche der Politik die Regeln diktieren. Vattenfall, RWE & Co. bereiten
sich darauf vor, ein sich verschärfendes Konfliktfeld noch weiter nach
ihrem Gefallen zu gestalten.
Der Hunger nach Energie wächst weltweit. Bereits in der Vergangenheit
wurden Kriege um das schwarze Gold geführt. Urwälder werden gerodet, um
dort Monokulturen zu pflanzen, die als Biosprit in Autotanks landen.
Die Technologien, mit denen insbesondere fossile Energieträger
erschlossen werden, werden immer riskanter für Menschen und Umwelt. So
stellen etwa Öl-Gewinnung aus Schiefersand (tar sand), Gasförderung
mittels "Fracking", aber auch Landraub, soziale Verdrängungen und
Bedrohungen im Namen der Energieproduktion, ein globales Problem dar.
Dies löst weltweit unterschiedlichste Arten von Energiekämpfen aus.
Die Anti-Atom-Bewegung hat in Deutschland erreicht, dass hier nach der
Katastrophe von Fukushima Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Das ist
ein großer Erfolg. Gerade jetzt gilt es jedoch, den Druck aufrecht zu
erhalten, damit der Ausstieg tatsächlich umgesetzt wird. Ferner birgt
dieses Feld immer noch reichlich Konfliktpotenzial, z. B. bei
Transport- und Endlagerfragen, sowie bei Urananreicherung und -abbau.
Mit dem vermeintlichen Atomausstieg können wir uns auch angesichts der
Klimakrise nicht zufrieden geben. Atomkraft darf nicht einfach durch
fossile Energieträger ersetzt werden, da deren Verbrennung den
Klimawandel beschleunigt. Die Konzerne, die sich gestern mit Atomkraft
eine goldene Nase verdienten, profitieren heute von Braunkohle, Gas und
Öl.
Erneuerbare Energien müssen die Grundlage für ein neues Energiesystem
sein. Für eine radikale Energiewende reicht das aber nicht: Wir müssen
vor allem weg von der zentralistischen Macht der Konzerne im
Energiesektor und hin zu einer dezentralisierten und lokalen
Energieversorgung.
Die gesellschaftliche Basis dieser radikalen Wende muss eine breite
Energiebewegung sein, bestehend aus der Anti-Atom-Bewegung, Anti-Kohle-
und Anti-CCS-Initiativen, Klima-, Umwelt- und Globalisierungsbewegten,
NGOs, progressiven Gewerkschaftsflügeln und Stadtwerken und vielen mehr.
Bei der Strategie- und Aktionskonferenz wollen wir ausloten, wie der
Weg zu einer solchen breiten Energiebewegung aussieht. Dabei wollen wir
keinesfalls nur "schön reden", sondern auch unterschiedliche
inhaltliche und strategische Positionen thematisieren. Der Fokus der
Konferenz wird auf bundesweiten Energiekämpfen liegen, darauf, wie in
Deutschland eine breite linke Energiebewegung entstehen kann.
Gleichwohl sind internationale Gäste und Inputs sehr willkommen.
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Für Verpflegung (gegen Spende) und Schlafplätze werden wir sorgen.
Für Fragen wendet euch bitte an: info

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gegenstromberlin.net
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******** P R O G R A M M ********
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Freitag, 03.Februar 2012
19.00 - 21.00: "Pecha Kucha" und Diskussion
Welche Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Zielkonflikte gibt es zwischen
verschiedenen Energiekämpfen? Mit Beiträgen von Personen aus den
Spektren Anti-Kohle, Anti-Atom, Energietisch Berlin u.a.
im Anschluss: get together/Kneipenabend
Samstag, 04.Februar 2012
09.00 - 10.00 Frühstück
10.00 - 10.30 Begrüßung und Vorstellungsrunde
10.30 - 13.00 World Café
Im World Café diskutieren wir nach einem vorbereiteten Input in
Kleingruppen über Konzepte einer Energie- und Klimabewegung
Inputs zu Klimagerechtigkeit, Energiedemokratie, Wachstumskritik,
Rekommunalisierung, bestehenden Energiekämpfen u.ä. Weitere Themen und
Inputs können angemeldet werden.
13.00 - 14.00 Mittagspause
14.00 - 18.30 Strategiediskussion
In Kleingruppen und im Plenum, mit Bezug auf das das World Café zu
Leitfragen wie
- Wo sind Überschneidungen bei den bearbeiteten Themen?
- Welche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergeben sich daraus?
- Sind große gemeinsame Aktion möglich und sinnvoll?
- Gibt es eine gemeinsame Mobilisierung in 2012?
19.30 - 21.30 Filmabend
Sonntag 05.Februar 2012
09.00 - 10.00 Frühstück
10.00 - 13.30 Parallel: Vernetzung und Planung
Im Open Space gibt es Raum für Vernetzung der Initiativen aus
verschiedenen Regionen. Parallel sollen Ideen, die sich aus den
Vorarbeiten am Freitag und Samstag ergeben haben, weiterentwickelt und
konkretisiert werden.
13.30 - 14.00 Abschlussrunde
14.00 - 15.00 gemeinsames Aufräumen, Ende
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gegenstromberlin, www.gegenstromberlin.net
ausgeCO2hlt, www.klimacamp2011.de/kampagne-ausgeco2hlt/
KlimagerechtigkeitLeipzig
Quelle:
http://klima.blogsport.de/2012/01/07/strategie-und-aktionskonferenz-
energiekaempfe-in-bewegung/#more-202